Rocket Internet: Rocket verkauft Essenslieferdienste an britischen Mitbewerber

Rocket Internet: Rocket verkauft Essenslieferdienste an britischen Mitbewerber

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Oliver Samwer, CEO von Rocket Internet.

Rocket Internet muss zurückstecken. Angesichts des scharfen Wettbewerbs in Spanien, Italien, Brasilien und Mexiko verkauft die Startup-Schmieder einige Essenslieferdienste.

Die Startup-Schmiede Rocket Internet zieht sich mit ihren Essenslieferdiensten aus hart umkämpften Märkten zurück. Angesichts des scharfen Wettbewerbs würden Firmen in Spanien und Italien sowie die Foodpanda-Töchter in Brasilien und Mexiko für 125 Millionen Euro an den britischen Mitbewerber JustEat verkauft, teilte das Berliner Unternehmen mit.

Rocket hat mehrere Essenslieferdienste in seinem Haus gebündelt. Dazu gehören Beteiligungen an Foodpanda und Delivery Hero, das in Deutschland unter den Namen Lieferheld und pizza.de agiert. Die im Entry Standard notierte Aktie legte um fünf Prozent zu.

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Beteiligungen von Rocket Internet (mit Aussicht auf Börsengang)

  • Hellofresh

    Hellofresh nimmt Online-Bestellungen an und liefert Zutaten für Speisen. Das Unternehmen wurde 2011 gegründet und hat bis 2014 eine Umsatz von 70,1 Millionen Euro erwirtschaftet, davon rund 15 Millionen Euro Verlust. Der Unternehmenswert liegt bei 620 Millionen Euro. Rocket Internet gehören 51,7 Prozent des Unternehmens.

  • Delivery Hero

    Auch Delivery Hero nimmt Online-Bestellungen an, liefert neben Lebensmitteln aber auch Getränke. 2014 hat das Unternehmen 88 Millionen Euro Umsatz gemacht, davon ganze 70 Millionen Euro Verlust. Rocket Internet hält 38,5 Prozent der Anteile des 2,8 Milliarden schweren Unternehmens.

    Quelle: Unternehmen

Rocket ist zur Sparsamkeit gezwungen. Die Beteiligungen an den Startups zahlen sich nur in barer Münze aus, wenn sie gewinnbringend verkauft oder an die Börse gebracht werden. Beides ist angesichts der derzeitigen Finanzmarktturbulenzen schwierig, was jüngst der verschobene Börsengang vom Kochbox-Anbieter HelloFresh verdeutlichte.

Firmenchef Oliver Samwer setzt nun auf Zeit: "Die heutigen Transaktionen zielen darauf ab, die Komplexität des Unternehmensnetzwerks von Rocket Internet weiter zu reduzieren." Zu Rocket gehören mehr als 30 Startups weltweit - darunter die Online-Mobelhändler Home24 und Westwing sowie der Wohnungsvermittler und Airbnb-Konkurrent Wimdu, die allesamt Verluste machen.

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