Startup der Woche: Berliner Volksbank beteiligt sich an Bergfürst

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kolumneStartup der Woche: Berliner Volksbank beteiligt sich an Bergfürst

Kolumne von Saskia Littmann

Das Berliner Startup Bergfürst will Crowdinvesting in Deutschland professionalisieren, Unternehmensanteile sollen wie an der Börse handelbar sein. Mittlerweile läuft die erste Emission.

Bergfürst will Crowdinvesting salonfähig machen. Auf der Online-Plattform können sich risikobereite Anleger mit einem Betrag von mindestens 250 Euro an jungen Unternehmen beteiligen und ihre Anteile dann wie an der Börse handeln.

Der Clou: Da Bergfürst über eine Lizenz der Finanzaufsicht BaFin verfügt, können Unternehmen anders als bei anderen Schwarmfinanzierern auch Summen jenseits der 100 000-Euro-Marke einsammeln. Bisher lief das Crowdinvesting in Deutschland hauptsächlich über sogenannte stille Beteiligungen an den Jungunternehmen ab. Plattformen wie das Dresdner Unternehmen Seedmatch oder das Berliner Pendant von Companisto waren bisher die Vorreiter der jungen Branche.

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Fakten zum Unternehmen

  • Nutzer

    bisher auf der Plattform registrierte Anleger: 7000

  • Einnahmen

    Emissionsgebühren der Startups, Nutzer zahlen eine Ordergebühr von 5 Euro

Mit Bergfürst kommt jetzt ein Anbieter dazu, der sich hauptsächlich an Startups richtet, die eine Anschlussfinanzierung suchen. Denn über die Plattform sollen Unternehmen Finanzierungen von bis zu fünf Millionen Euro auf die Beine stellen können.

Gegründet wurde Bergfürst 2011 von Ex-Banker Guido Sandler und dem früheren StudiVZ-Technikchef Dennis Bemmann. Auf die erste Emission mussten die beiden lange warten. Zunächst ließ die Lizenz der BaFin lange auf sich warten, deshalb sprang der erste Kandidat ab und wählte am Ende eine andere Finanzierung.

Mittlerweile ist das aber Schnee von gestern, denn die erste Finanzierung läuft. Noch bis Ende nächster Woche können Anleger Aktien des Startups Urbanara zeichnen. Mit den Einnahmen wollen die Berliner expandieren, künftig soll es den Online-Shop für Wohnaccessoires auch im Ausland geben. Laut Bergfürst wäre es die bisher größte Crowd-Finanzierung in Europa. Sandler ist optimistisch, dass die angepeilte Summe von knapp drei Millionen Euro während der Zeichnungsfrist zustande kommt. Viele Bergfürst-Nutzer seien an dem Unternehmen interessiert. Wer Fragen an das Startup hatte, konnte die während einer live im Internet übertragenen Investorenkonferenz loswerden.

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Auch ein Nachfolger für Urbanara steht bereits in den Startlöchern. „Ich denke, dass wir Ende November die zweite Emission beginnen werden“, sagt Bergfürst-Chef Sandler. Im kommenden Jahr sollen bis zu sieben Finanzierungen an den Start gebracht werden. Die bracht es auch, um die Plattform profitabel zu machen. Denn Bergfürst finanziert sich fast ausschließlich durch erfolgsabhängige Emissionsgebühren der Startups. Nutzer zahlen lediglich eine pauschale Ordergebühr von jeweils fünf Euro.

Da hilft es, dass auch die Berliner Volksbank, eine der größten deutschen Genossenschaftsbanken, offenbar von der Geschäftsidee überzeugt ist. Am Freitag wurde bekannt, dass die Berliner als Anteilseigner bei Bergfürst einsteigen. "Mit unserer Beteiligung an der Bergfürst AG folgen wir dem genossenschaftlichen Gedanken, dessen gemeinschaftliche Elemente auch im Crowdinvesting ihre Anwendung finden", sagte der Vorstandsvorsitzende der Berliner Volksbank, Holger Hatje.

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