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kolumne Startup der Woche: Carenoble: Präparate günstiger verordnen

Kolumne von Jürgen Salz

Ein webbasiertes Portal soll Ärzten helfen, preiswerte Präparate zu verordnen. Bis zu 50 Prozent der Kosten für bestimmte Präparate lassen sich so einsparen.

Nicole Stroh und Dietmar Meier Quelle: Christoph Busse für WirtschaftsWoche
Nicole Stroh und Dietmar Meier wollen die Gesundheitskosten senken Quelle: Christoph Busse für WirtschaftsWoche
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Die Homepage des Dienstes Caresolution Quelle: Screenshot
Die Homepage des Dienstes Caresolution, der Gründer Nicole Stroh und Dietmar Meier Quelle: Screenshot

Nicole Stroh, 42, und Dietmar Meier, 50, haben ein Rezept gegen stark steigende Gesundheitskosten. Caresolution heißt ihr Gegenmittel – ein webbasiertes Portal, das Ärzten hilft, die jeweils preiswertesten Präparate zu verordnen. Bis zu 50 Prozent der Kosten für bestimmte Präparate lassen sich so einsparen, glauben Vertreter von Krankenkassen. 2005 gründeten Stroh und Meier ihr Unternehmen, zuvor arbeiteten sie für den Pharmagroßhändler Noweda.

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Jetzt starten beide durch und haben Verträge mit 30 Krankenkassen, etwa der DAK, geschlossen, die eine prozentuale Vergütung an Carenoble zahlen. "Ich habe mich immer gewundert, warum die Hersteller ihre Preise selber bestimmen können und die Kassen immer zahlen", sagt Meier, "die Ärzte wissen oft nicht, welchen Preis die verordneten Medikamente haben, weil es keine Preistransparenz gibt." Damit soll Schluss sein.

Zunächst hat sich Carenoble den Markt für Arzneimittel bei künstlicher Ernährung vorgenommen. Die Ärzte geben die benötigten Nährstoffmengen in das System ein – das nennt dann in Sekundenschnelle den preisgünstigsten Anbieter. Carenoble attackiert so etablierte Anbieter wie Fresenius, Braun und Baxter. Als Nächstes hat Carenoble Chemotherapeutika im Visier.

1 KommentarAlle Kommentare lesen
  • 23.01.2013, 21:11 UhrPotentieller_Patient

    Nach Lektüre des Artikels muss ich leider sagen, das die Welt hier doch sehr einfach dargestellt wird. Wenn es so einfach wäre, bei bestimmten Erkrankungen einfach die generischen Wirkstoffe in ein Onlineportal einzugeben und dann auf Knopfdruck die " richtigen" Arzneimittel genannt zu bekommen, frage ich mich, warum es dann noch Ärzte und Apotheker gibt, die die passenden Arzneimittel festlegen, da sie den Patienten zumindest einmal gesehen haben! Somit können diese auch entsprechende Risiken, Wechselwirkungen und Wirkweisen der Indikation anpassen. Wenn wir diese Funktionen durch ein Onlineportal einsparen können, wäre das sicher ein großer Schritt für die Kostenträger, ein größerer Rückschritt aber für die Patienten. Ganz zu schweigen von meinen Daten, die, sofern ich einmal unglücklicherweise mit den Segnungen dieses Systems konfrontiert werde, unkontrolliert durch das Internet geschickt werden: Name, Geschlecht, Erkrankung und was weiß ich noch. Es lebe der Fortschritt, aber hoffentlich nicht hier!!

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