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kolumneStartup der Woche: Flohmarkt auf dem Handy

17. Februar 2013
Gebrauchte Camcorder, Billy-Regale oder Kinder-Krabbeldecken: Beim digitalen Flohmarkt Stuffle finden sich tausende von Artikeln. Quelle: ScreenshotBild vergrößern
Gebrauchte Camcorder, Billy-Regale oder Kinder-Krabbeldecken: Beim digitalen Flohmarkt Stuffle finden sich tausende von Artikeln. Quelle: Screenshot
Kolumne von Oliver Voß

Die App Stuffle macht jetzt auch Android-Smartphones zum Flohmarkt. Erstmals verraten die Macher auch, wie sie mit dem kostenlosen Dienst Geld verdienen wollen.

Fast 13.000 Personen folgen Nico Lumma bei Twitter. Dort versorgt sie der frühere Social-Media-Chef der Werbeagentur Scholz & Friends regelmäßig mit Angeboten für gebrauchte Camcorder, Billy-Regale oder Kinder-Krabbeldecken. Denn Lumma leitet inzwischen das Tagesgeschäft von Digital Pioneers, einer Beteiligungsgesellschaft von Heiko Hubertz, dem Chef des Spielentwicklers Bipoint.

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Mit 200.000 Euro hat sie als erstes Projekt die App Stuffle finanziert: Wer einen Objekt verkaufen will, fotografiert es mit dem Handy, gibt ihm einen Titel, beschreibt es in maximal 140 Zeichen und nennt den gewünschten Preis. „Die Leute können dann verhandeln, wie auf dem Flohmarkt“, sagt Gründer Morten Hartmann. Da der Ort des Verkäufers automatisch zugewiesen werden kann, können andere Stuffle-Nutzer sogar gezielt nach einer der derzeit 75.000 Offerten in ihrer Nachbarschaft suchen.

Seit dem Start im vergangenen Mai wurden mehr als 100.000 Gegenstände über Stuffle angeboten, allerdings fand sich für den Großteil davon kein Abnehmer: verkauft wurden 12.500.

App soll dauerhaft kostenlos bleiben

Bislang gab es die App nur auf dem iPhone, in dieser Woche soll die Android-Version erscheinen. Damit dürfte sich die Nutzerzahl deutlich erhöhen und damit auch die Menge der potenziellen Käufer. Von Apple-Nutzern wurde Stuffle bislang 160.000 Mal heruntergeladen.

Als nächster Schritt steht die Monetarisierung an. „Die App ist kostenlos und wird es definitiv immer bleiben“, sagt Hartmann. Trotzdem will er mit Stuffle Geld verdienen. So soll es künftig auch möglich sein, die Zahlung über die App abzuwickeln, die Macher bekämen dann eine Provision. Außerdem denkt Hartmann an kostenpflichtige Zusatzoptionen, beispielsweise Angebote hervorzuheben oder mehr Bilder anzubieten.

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Schwarze Zahlen will das Team laut Business Plan erst 2015 schreiben, vorher sind zudem noch weitere Finanzierungsrunden geplant. Doch eilig hat es Hartmann damit nicht: Tim Schumacher, Gründer der Domain-Handelsbörse Sedo hat sich als Business Angel mit 250.000 Euro beteiligt und vom High-Tech-Gründerfonds hat Stuffle erst vor zwei Wochen noch einmal eine halbe Million Euro erhalten.

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Kommentar | 1Alle Kommentare
  • 20.02.2013, 10:38 UhrMichaelKrause

    "[...]verkauft wurden 12.5000" - das wäre bei 100 000 Gegenständen gar nicht so schlecht (den "." mal außen vor gelassen) ;-)

    Grüße aus Stuttgart!

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