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kolumneStartup der Woche: MyParfuem zahlt Anteile an alle Mitarbeiter aus

15. Oktober 2012
Auf der Internetseite des Startups MyParfuem kann man seine ganz persönliche Duftnote kreieren Quelle: PresseBild vergrößern
Auf der Internetseite des Startups MyParfuem kann man seine ganz persönliche Duftnote kreieren Quelle: Presse
Kolumne von Jens Tönnesmann

Das Startup MyParfuem schreibt bereits schwarze Zahlen - und dafür sollen nun auch die Mitarbeiter belohnt werden.

Es ist ein ungewöhnlicher Schritt: Der Berliner Gründer Matti Niebelschütz hat im Gespräch mit der WirtschaftsWoche angekündigt, den aktuellen und ehemaligen Beschäftigten seines Internet-Startups MyParfuem zehn Prozent seiner Anteile an dem Unternehmen zu schenken. „Die Mitarbeiter sind mit dem Unternehmen in der Anfangsphase durch dick und dünn gegangen“, sagt Niebelschütz, „jetzt will ich sie am Erfolg beteiligen.“

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Vor vier Jahren hat Niebelschütz MyParfuem zusammen mit seinem Bruder Yannis gegründet. Die Geschäftsidee: Auf der Internetseite des Startups lassen sich individuelle Parfüms mischen – etwas später landet ein Flakon mit dem Wunsch-Duft im Briefkasten. Kostenpunkt: ab 40 Euro aufwärts.

Optimistisch in die Zukunft

Knapp 50.000 Kunden hat das Startup nach eigenen Angaben schon beliefert, eine Million will es in den nächsten Jahren vor allem über TV-Werbung erreichen. Schon jetzt produziert MyParfuem laut Niebelschütz auf mehr als 1.000 Quadratmetern, vervielfacht seine Umsätze jährlich, hat kürzlich den 50. Mitarbeiter eingestellt und schreibt schwarze Zahlen.

Sollten die Gewinne ausgeschüttet werden, teilt Niebelschütz sie zukünftig mit rund 137 aktuellen und ehemaligen Mitstreitern. Sie sollen zwischen 0,01 und etwa einem halben Prozent Firmenanteile erhalten – je nachdem, wie viele Tage sie für das Unternehmen gearbeitet haben. Laut Niebelschütz haben die Anteilspakete einen Wert zwischen Tausend und einigen zehntausend Euro, was einer Bewertung des Unternehmens mit mehreren Millionen Euro entsprechen würde.

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Einen kleinen Haken hat die Sache allerdings: Ein Mitspracherecht in der Gesellschafterversammlung bekommen die neuen Anteilseigner nicht und auch versilbern lassen sich die Beteiligungen erst, wenn Niebelschütz selbst verkaufen sollte – und das hat der Gründer nicht vor.

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