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kolumne Startup der Woche: NTTM: Telefonieren ohne Nummer

Kolumne von Oliver Voß

In Singapur und Israel hatte Assi Rotbart mit seinem Startup NTTM bereits einen Riesenerfolg. Ab Ende September wird der gebürtige Israeli seinen Service Call My Name auch in Deutschland anbieten.

Assi Rotbart (links), Gründer des Startups NTTM, wagt mit seinem Unternehmen den Sprung nach Deutschland Quelle: Rudolf Wichert für WirtschaftsWoche
Assi Rotbart (links), Gründer des Startups NTTM, wagt mit seinem Unternehmen den Sprung nach Deutschland Quelle: Rudolf Wichert für WirtschaftsWoche

Private Nutzer und Unternehmen können ihre Namen bei Call My Name registrieren lassen und sind dann für andere auf ihrem Mobiltelefon unter ihrem Namen erreichbar. Den gibt man einfach über die Buchstabentastatur des Handys ein. Der Mensch merkt sich Namen 14 Mal leichter als Nummern, hat Rotbart herausgefunden.

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Für private Nutzer ist der Service kostenlos. Sie können sich die App herunterladen. Unternehmen zahlen 360 Euro im Jahr und können sich online registrieren lassen. In Israel, wo Call My Name im Juni vergangenen Jahres sein Debüt gab, arbeiten bereits mehr als zehn Prozent aller Firmen mit Rotbarts Service. Zu den Geschäftskunden gehören Konzerne wie Unilever und Philipps. Die Technologie für Call My Name hat Rotbart sich in den USA patentieren lassen. In der EU läuft das Patentverfahren zurzeit.

Platz 17: Berlin

Das Projekt Startup Genome hat ermittelt, was die besten Standorte für Gründer sind. Immerhin auf dem 17. Platz landet eine deutsche Stadt. Die Hauptstadt hat sich in den vergangenen Jahren zum Anziehungspunkt für Start-Up-Gründer entwickelt. Besonders die Gegend um den Rosenthaler Platz hat es vielen angetan, die mittlerweile schon Silicon Allee genannt wird.

Erfolgreiche Berliner Start-Ups der vergangenen Jahre waren unter anderem kaufda, die Werbeprospekte ins Internet stellen, der Gutscheinhändler Groupon, Zalando oder eDarling. Auch das von US-Schauspieler Ashton Kutcher unterstützte Start-Up Amen hat seinen Sitz in Berlin.

Bild: dpa

Der Sprung nach Deutschland

Insgesamt neun Millionen US-Dollar Wagniskapital haben Rotbart und seine Partner eingesammelt. In Israel ist das Startup bereits profitabel. Dort bieten die großen Telekomdienstleister ihre Smartphones inzwischen mit vorinstallierter Call-My-Name-App an.

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Mit dem Sprung nach Deutschland wagt das Unternehmen sich nun erstmals auf einen großen Markt und hofft auf kräftiges Wachstum. „Wir rechnen für die ersten zwölf Monate mit rund 100000 Geschäftskunden“, sagt Deutschland-Chef Joachim Winterstein. Die Stadt Düsseldorf will beispielsweise alle öffentlichen Einrichtungen wie Schulen, Theater und Polizeidienststellen bei Call My Name anmelden. Voraussichtlich im Herbst dieses Jahres will Rotbart seinen Service auch in Großbritannien auf den Markt bringen.

1 KommentarAlle Kommentare lesen
  • 17.09.2012, 13:59 Uhrtester10

    Ich kann gerade nicht verstehen, was bei Namensgleichheit passiert?

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