Startup der Woche: Orchideen aus dem Labor

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kolumneStartup der Woche: Orchideen aus dem Labor

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Das Startup Nextplant hat eine Methode entwickelt, wie sich winterfeste Orchideen in vitro, also in Laborschälchen, vermehren lassen.

Kolumne

Orchideen fürs Zimmer bieten längst auch Baumärkte und Discounter an. Doch Gartenorchideen wie Frauenschuh und Knabenkraut sind eine Rarität. Denn sie sind schwer zu züchten

Christina Lange, Felix Ziesche und Simone Brendel wollen sie trotzdem aus der Nische herausholen und den Markt dafür erweitern. In einem fünfjährigen Forschungsprojekt an der Berliner Humboldt-Universität haben die beiden Biologinnen und der Volkswirt eine Methode entwickelt, wie sich winterfeste Orchideen in vitro, also in Laborschälchen, vermehren lassen.

Fakten zum Unternehmen

  • Gründer

    Christina Lange, 36
    Simone Brendel, 38
    Felix Ziesche, 24

  • Gründung

    April 2011

  • Startkapital

    rund 100 000 Euro aus dem Exit-Stipendium

Das geht schneller, in hoher Stückzahl und ist billiger als andere Zuchtverfahren. Dafür gründete das Trio Nextplant; das Startup verkauft die Klone an Staudengärtner und Jungpflanzenbetriebe. Sie kümmern sich drei bis vier Jahre um die Pflanzen, bis sie zum ersten Mal blühen. Als Preis für den Endverbraucher empfiehlt Nextplant rund 20 Euro, heimische Frauenschuhe kosten derzeit mitunter das Doppelte.

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„Wir suchen die besten, schönsten Pflanzen für die Vermehrung aus“, sagt Brendel. So komme man auf eine hohe Stückzahl. Rund 20 Sorten haben die Berliner im Angebot. Schwarze Zahlen schreibt das Startup jetzt schon. In diesem Jahr will Nextplant das Sortiment an Orchideen erweitern und vor allem im Ausland um Kunden werben.

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