Startup der Woche: Tablets fürs Hotel

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kolumneStartup der Woche: Tablets fürs Hotel

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Tilmann Volk und Moritz von Petersdorff-Campen sind die erfolgreichen Gründer des Unternehmens Suitepads

Kolumne von Oliver Voß

Die Gründer von SuitePad versorgen Hotels mit Flachrechnern, die für zufriedenere Gäste sorgen.

Gerade erst mussten Moritz von Petersdorff-Campen und Tilmann Volk mehrere hundert Tablet-Computer die Treppen in ihr Büro im fünften Stock hoch tragen. Langsam kommt ihr Geschäft in Gang. Die beiden haben SuitePad gegründet, ein Startup, das Hotels mit Flachrechnern ausrüstet, um Gästemappen, Infoblätter, Speisekarten und anderen Papierkram in zeitgemäßer Form anzubieten. Als Zusatzangebote gibt es für die Gäste so auch Zeitungen in digitaler Form, den Hotels soll das neben zufriedeneren Gästen auch mehr Umsatz bringen, da beispielsweise Spa-Angebote direkt gebucht werden können.

In diesem Monat sind sie unterwegs, um die jüngste Bestellung auszuliefern: Die österreichische Hotelkette K+K hat für zehn Häuser in acht Ländern Tablets geordnet, pro Hotel sind das bis zu 150 Stück. Insgesamt sind inzwischen mehr als 1000 Geräte installiert, meist Samsung-Geräte. Die Kunden fragen zwar nach iPads, doch die würden das Zwei- bis Dreifache kosten. Da zudem der normale Funktionsumfang beschnitten und für jedes Hotel individuell angepasst wird, ist der Unterschied nicht so groß. So haben nur manche Geräte Internetzugang, andere nicht. „Außerhalb der Hotels kann man daher wenig damit anfangen“, sagt Petersdorff. Die drohende Diebstahlgefahr ist so stark reduziert.

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Fakten zum Unternehmen

  • Kosten

    Die Kosten sind abhängig von Funktionsumfang und Anzahl der Geräte im Schnitt monatlich 15 Euro.

  • Nutzung

    Von den Gästen greifen 75 bis 85 Prozent zu den Tablets.

  • Personal

    Derzeit 9 Mitarbeiter.

Kunden wie Erich Falkensteiner, Aufsichtsratschef der 31 Häuser zählenden Falkensteiner-Hotelgruppe aus Österreich ist offenbar zufrieden. Nachdem in einem seiner Hotels die ersten Tablets installiert wurden, folgt nun ein weiteres. Vor allem aber ist Falkensteiner einer der Investoren. Weiteres Startkapital kam unter anderem von Risikokaptalgebern und den Heilemann-Brüdern, bei deren Projekt Daily Deal Petersdorff einer der ersten Mitarbeiter war. Der 25-jährige hatte dann aber an der WHU in Vallendar studiert und dort auch Volk kennen gelernt, der vom Mitbewohner zum Mitgründer wurde.

Im kommenden Jahr wollen sie weitere Funktionalitäten einbinden, beispielsweise die Möglichkeit direkt seinen Check-Out zu machen. Zudem sollen die Gäste über die Tablets auch Filme auswählen und dann auf dem Fernseher schauen können. „Die Hotelangebote für Video sind überholt und viel zu teuer“, sagt Petersdorff.

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