Startup der Woche: Tollabox: Spielekiste vom Gründerpaar

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Startup der Woche: Tollabox: Spielekiste vom Gründerpaar

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Unter dem Namen Tollabox beginnt das Start-up in dieser Woche mit dem Verkauf von Kartons, deren Inhalt immer ein anderer ist.

von Oliver Voß

Überraschungsboxen im Monatsabo zu verkaufen ist bei Startups eines der angesagtesten Geschäftsmodelle. Daran versuchen sich nun auch zwei der erfahrensten deutschen Gründer.

Das Ehepaar Beste gehören zu den erfahrensten Gründern in Deutschland. Oliver gründete 1999 den bald von der Otto-Gruppe übernommenen Spieleversand myToys, Bea startete 2005 die bilingualen Ganztagsschulen Phorms.

Nun versuchen die beiden es mit dem ersten gemeinsamen Geschäft, der Playducato GmbH. Darin vereinen sie ihre bisherigen Tätigkeitsbereiche: „Wir vermitteln Bildung durch Spielen“, sagt Bea Beste. Dazu verkaufen sie über das Internet Pakete mit Spielmaterial wie buntem Papier, Holzklötzen oder Luftballons, dass zum Lernen anregen soll. Gestresste Eltern mit wenig Zeit können sich so Bastel- und Spielideen ins Haus liefern lassen, unterfüttert mit einem pädagogischen Konzept.

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Unter dem Namen Tollabox beginnen die Bestes in dieser Woche mit dem Verkauf der Kartons, die es ab 21 Euro gibt. Kunden können dabei Drei- oder Sechs-Monats-Abos abschließen.

Dieses „Abo-Commerce“ genannte Geschäftsmodell ist derzeit enorm beliebt. So gibt es Boxen mit Kosmetik („Glossybox“), Kochzutaten (“Schlemmertuete“) und sogar Sexspielzeug („Loversbox“). Bea Beste hat selbst Gemüsekisten vom „Kochhaus“ abonniert und eine frühere Phorms-Praktikantin hat den Vorreiter Glossybox mit gegründet.

Ein weiter Weg

Auch Überraschungskisten für Kinder sind mit der „Wummelkiste“ oder „Meine Spielzeugkiste“ bereits auf dem Markt. Die Tollabox soll sich davon durch eine Rahmenhandlung und einen stärkeren pädagogischen Ansatz unterscheiden.

Bis Sie ihren Mann von der Idee überzeugen konnte, brauchte Beste jedoch einige Monate. „Ich war erst mal sehr skeptisch“, sagt Oliver. Von myToys wusste er, dass die Margen im Spielwarengeschäft gering sind und wie schwer es ist, junge Mütter zu einem teuren Abo zu bewegen.

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Überzeugt hat Beste dann ausgerechnet, dass es mit „Babbaco“ und „Kiwi Crate“ schon zwei ähnliche Anbieter in den USA gibt. Und letzterer hat bereits sieben Millionen Dollar Risikokapital eingesammelt. „Wir dürfen uns nicht beschweren, wenn wir als copycat gesehen werden“, sagt Beste. Doch bei der nun beginnenden Investorensuche sei das sogar hilfreich, da viele Geldgeber hierzulande erprobte Modelle bevorzugen.

Bislang hat das Ehepaar Tollabox selbst finanziert und deutlich mehr als 200000 Euro hineingesteckt. Bis sie damit Geld verdienen ist der Weg weit. „Wir müssen mindestens 10000 Boxen pro Monat vertreiben“, kalkuliert Oliver Beste.

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