
Das Ehepaar Beste gehören zu den erfahrensten Gründern in Deutschland. Oliver gründete 1999 den bald von der Otto-Gruppe übernommenen Spieleversand myToys, Bea startete 2005 die bilingualen Ganztagsschulen Phorms.
Nun versuchen die beiden es mit dem ersten gemeinsamen Geschäft, der Playducato GmbH. Darin vereinen sie ihre bisherigen Tätigkeitsbereiche: „Wir vermitteln Bildung durch Spielen“, sagt Bea Beste. Dazu verkaufen sie über das Internet Pakete mit Spielmaterial wie buntem Papier, Holzklötzen oder Luftballons, dass zum Lernen anregen soll. Gestresste Eltern mit wenig Zeit können sich so Bastel- und Spielideen ins Haus liefern lassen, unterfüttert mit einem pädagogischen Konzept.
Unter dem Namen Tollabox beginnen die Bestes in dieser Woche mit dem Verkauf der Kartons, die es ab 21 Euro gibt. Kunden können dabei Drei- oder Sechs-Monats-Abos abschließen.
Dieses „Abo-Commerce“ genannte Geschäftsmodell ist derzeit enorm beliebt. So gibt es Boxen mit Kosmetik („Glossybox“), Kochzutaten (“Schlemmertuete“) und sogar Sexspielzeug („Loversbox“). Bea Beste hat selbst Gemüsekisten vom „Kochhaus“ abonniert und eine frühere Phorms-Praktikantin hat den Vorreiter Glossybox mit gegründet.
Bild: dpaPlatz 17: Berlin
Das Projekt Startup Genome hat ermittelt, was die besten Standorte für Gründer sind. Immerhin auf dem 17. Platz landet eine deutsche Stadt. Die Hauptstadt hat sich in den vergangenen Jahren zum Anziehungspunkt für Start-Up-Gründer entwickelt. Besonders die Gegend um den Rosenthaler Platz hat es vielen angetan, die mittlerweile schon Silicon Allee genannt wird.
Erfolgreiche Berliner Start-Ups der vergangenen Jahre waren unter anderem kaufda, die Werbeprospekte ins Internet stellen, der Gutscheinhändler Groupon, Zalando oder eDarling. Auch das von US-Schauspieler Ashton Kutcher unterstützte Start-Up Amen hat seinen Sitz in Berlin.
Bild: dpaPlatz 10: Moskau
Zwanzig Kilometer außerhalb von Moskau entsteht in Skolkowo ein neues „russisches Silicon Valley“. Das Innovationszentrum soll im gleichen Stil wie das Original neue Hochtechnologien hervorbringen. Dazu sollen dort in Zukunft über 30 000 Wissenschaftler an neuen Ideen tüfteln. Eröffnet wird „Innograd“ wahrscheinlich frühestens 2016.
Bild: ReutersPlatz 9: Bangalore
Immer erinnernd an das amerikanische Vorbild, hat Bangalore den Beinamen „indisches Silicon Valley“ bekommen. Nicht zu Unrecht: In der Stadt haben sich viele IT-Firmen wie SAP, Oracle und IBM niedergelassen. Deswegen ist auch die Zahl der Informatiker in der Stadt hoch.
Bild: ReutersPlatz 8: Sao Paulo
Brasilien, und allen voran Sao Paulo, ist im Beliebtheitsranking von Start-Up-Gründern schnell nach oben geklettert. Im Gegensatz zu anderen Metropolregionen haben die Gründer hier viel Platz um sich auszuleben. Investoren schätzen das große Potential in Südamerika und stellen bereitwillig Gelder bereit.
Auch die deutschen Samwer-Brüder, die unter anderem auch in Zalando, Jamba oder Groupon investiert haben, sind in Sao Paulo aktiv. Der Skype-Gründer Niklas Zennström hat in einen Online-Shop für Babyartikel investiert.

Platz 7: Singapur
Der Tigerstaat hat sich eine kleine Stadt im Inneren geleistet: Die Biopolis. Über 220 000 Quadratmeter groß, arbeiten hier Wissenschaftler aus der ganzen Welt an neuen Entwicklungen für die Medizin und Biotechnologie.
Diese Bereiche sind bei Risikokapitalgebern sehr beliebt, da sie gute und vergleichsweise sichere Renditen versprechen. Start-Ups in diesen Bereichen kommen hier schnell an einen Investor.
Bild: APPlatz 6: Los Angeles
Start-Ups fühlen sich wohl in der Nähe von Unterhaltungsindustrie, die ständig auf der Suche nach neuen technischen Möglichkeiten oder Ideen sind – und welcher Ort könnte dafür besser sein, als Los Angeles. Auch die Nähe zu vermögenden Bewohner der Stadt, wie zum Beispiel zum bekannten Schauspieler und Risikokapitalgeber Ashton Kutcher, zieht junge Unternehmensgründer an.
Bild: ReutersPlatz 5: Tel Aviv
Auch in Israel gibt es eine Niederlassung des Silicon Valley: Das Silicon Wadi. Laut „The Globe and Mail“ sollen 422 Start-Ups – alleine in den ersten drei Quartalen vergangenen Jahres - fast 1,9 Milliarden Euro Risikokapital eingesammelt haben.
Auch die großen US-Konzerne bedienen sich gerne an den kreativen Start-Ups im Silicon Wadi. So hat Ebay im September sein Portfolio für 20 Millionen Dollar um „The Gifts Projekt“ erweitert, eine Plattform, auf der Freunde gemeinsam Geschenke für eine andere Person kaufen können.

Platz 4: Toronto
Die kanadische Metropole ist der wichtigste Finanzplatz des Landes. Hier sind auch viele Investmentfirmen angesiedelt – was die Stadt für Startup-Gründer besonders attraktiv macht. Aus Kanada kommt unter anderem die Idee des „1-Dollar-Business“, die unter anderem von der Freien Universität Berlin aufgegriffen wurde: Die Studenten erstellen einen Business-Plan der von einer Jury aus Wirtschaftsvertretern bewertet wird. Der beste Plan gewinnt.
Bild: ReutersPlatz 3: London
Die Strahlkraft des Silicon Valley ist so groß, dass Ortsteile in denen sich viele junge Unternehmensgründer ansiedeln, schnell einen Namen tragen, der an das amerikanische Vorbild erinnert. In London ist es das „Silicon Roundabout“ rund um die U-Bahn Haltestelle „Old Street“.
Hier sitzt zum Beispiel auch die 2008 gegründete Internetfirma „Mixcloud“. Dort können sich die Nutzer ihr eigenes Radioprogramm zusammenstellen und mit Freunden teilen.
Bild: ReutersPlatz 2: New York City
Die Stadt gilt gemeinhin als Schmelztiegel der Kulturen, indem neue Ideen viel Raum finden. Und weil man sich in der Millionenmetropole nicht so leicht durch Zufall über den Weg läuft, haben Dennis Crowley und Naveen Selvadurai 2009 das Start-Up Foursquare gegründet. Über das Internet oder eine App können sich Nutzer an einem Ort „einchecken“ und sehen, wo sich ihre Freunde gerade befinden.
Platz 17: Berlin
Das Projekt Startup Genome hat ermittelt, was die besten Standorte für Gründer sind. Immerhin auf dem 17. Platz landet eine deutsche Stadt. Die Hauptstadt hat sich in den vergangenen Jahren zum Anziehungspunkt für Start-Up-Gründer entwickelt. Besonders die Gegend um den Rosenthaler Platz hat es vielen angetan, die mittlerweile schon Silicon Allee genannt wird.
Erfolgreiche Berliner Start-Ups der vergangenen Jahre waren unter anderem kaufda, die Werbeprospekte ins Internet stellen, der Gutscheinhändler Groupon, Zalando oder eDarling. Auch das von US-Schauspieler Ashton Kutcher unterstützte Start-Up Amen hat seinen Sitz in Berlin.
Ein weiter Weg
Auch Überraschungskisten für Kinder sind mit der „Wummelkiste“ oder „Meine Spielzeugkiste“ bereits auf dem Markt. Die Tollabox soll sich davon durch eine Rahmenhandlung und einen stärkeren pädagogischen Ansatz unterscheiden.
Bis Sie ihren Mann von der Idee überzeugen konnte, brauchte Beste jedoch einige Monate. „Ich war erst mal sehr skeptisch“, sagt Oliver. Von myToys wusste er, dass die Margen im Spielwarengeschäft gering sind und wie schwer es ist, junge Mütter zu einem teuren Abo zu bewegen.
Überzeugt hat Beste dann ausgerechnet, dass es mit „Babbaco“ und „Kiwi Crate“ schon zwei ähnliche Anbieter in den USA gibt. Und letzterer hat bereits sieben Millionen Dollar Risikokapital eingesammelt. „Wir dürfen uns nicht beschweren, wenn wir als copycat gesehen werden“, sagt Beste. Doch bei der nun beginnenden Investorensuche sei das sogar hilfreich, da viele Geldgeber hierzulande erprobte Modelle bevorzugen.
Bislang hat das Ehepaar Tollabox selbst finanziert und deutlich mehr als 200000 Euro hineingesteckt. Bis sie damit Geld verdienen ist der Weg weit. „Wir müssen mindestens 10000 Boxen pro Monat vertreiben“, kalkuliert Oliver Beste.



























