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Startups: Sehnsucht nach europäischem Silicon Valley

von Oliver Voß

Länder und Städte locken Gründer mit Vergünstigungen und Investitionen, trotzdem machen zahlreiche Hürden Startups das Leben schwer. Ein Streifzug durch die europäische Gründerlandschaft.

Alexanderplatz in Berlin Quelle: dpa/dpaweb
Alexanderplatz in Berlin Steffen Kugler dpa/lbn Quelle: dpa/dpaweb

Der Kampf der beiden Metropolen tobt seit einigen Monaten. Berlin oder London – wer ist die europäische Startup-Hauptstadt? Immer öfter nannten zuletzt prominente Investoren und Kenner der Gründerlandschaft Berlin als europäisches Pendant zum Silicon Valley. Mit dem von Groupon übernommenen Rabattportal CityDeal und dem gerade von Google für wohl mehr als 150 Millionen Euro gekauften DailyDeal gelangen zwei spektakuläre Verkäufe von deutschen Hauptstadt-Startups.

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Doch es sind nicht nur solche oft geschmähten "copy cats" sondern zunehmend Unternehmen mit eigenen Ideen, die international Furore machen. Soundcloud entwickelt zu einer der wichtigsten Musikplattformen für Künstler, Wooga ist einer der erfolgreichsten Entwickler von Facebook-Spielen und das gerade gestartete Meinungs- und Rankingportal Amen lockte sogar den Schauspieler und Netzpromi Ashton Kutcher als Investor.

Knotenpunkt London

Doch auch in London tut sich einiges, Premierminister Cameron führte Steuererleichterungen für Investoren ein und will massiv in die East London Tech City investieren. Hier im Osten Londons spricht man vom "Silicon Roundabout", da sich um den Kreisverkehr an der U-Bahn Station Old Street diverse Gründer tummeln. Vom schon klassischen Internetradio Last.fm, den Entwicklern des Twitterdienstes Tweet Deck bis hin zum Moderevolutionär Lookk.

"Hier ist ein Knotenpunkt für Startups", schwärmt Lookk-Gründer Andreas Klinger. Der Österreicher ist Anfang des Jahres mit seinem Unternehmen nach London gekommen, dass damals noch den Namen Garmz trug. Modedesigner können auf der Seite Skizzen ihrer Kreationen hochladen und die Nutzer stimmen darüber was ihnen gefällt. Klinger organisiert im Anschluss die Produktion und verkauft die Stücke im Netz.

Ein entscheidender Grund für den Wechsel nach Großbritannien, war die Finanzierung. "Alle großen Venture Capital Geber sind hier", schwärmt Klinger. In Österreich gäbe es dagegen im Prinzip keine Investoren oder Business-Angel-Netzwerke. In Punkto Geldgeber hat London auch Berlin einiges voraus.

"Unzureichende Finanzierungsmöglichkeiten sind ein zentrales Hemmnis für viele potentielle Gründer in Deutschland", sagt Stephan Jacquemot, der sich bei Microsoft Deutschland um junge Unternehmen kümmert und das Förderprogramm BizSpark leitet.

4 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 26.09.2011, 00:02 UhrAnonymer Benutzer: co-founder

    Schön das die Wiwo sich hin und wieder der jungen Wirtschaft annimmt. in diesem Artikel ist ein Faktor leider vergessen worden: in den USA haben vor allem technische Unis und deren Unternehmer Netzwerke einen riesen Einfluss auf den Erfolg und die Kultur des start-uppen.

    Eine erste kleine Pflanze lässt sich in der badischen Metropole Karlsruhe erkennen: http://cie-kit.de

  • 25.09.2011, 21:08 UhrAnonymer Benutzer: AREVA TOWERS Mo18h DEMO

    AREVA TOWERS Mo18h DEMO

    so !!!!

    Oktober 2011 hängen ALLE 15 brücken in Fessenheim mit 15 Meter x 5 Meter Plakaten voll:

    AREVA TOWERS, La Défence, PARiS EVERY MONDAY 18:00 h DEMO

    wollen wir doch mal schauen wenn wir uns JEDEN MONTAG UND FREiTAG AbEND VOR DEN GRÖSSTEN ATOMKONZERN DER WELT STELLEN WANN DANN AbGESCHALTET WiRD !!!!

    Der Stuttgart 21 Protest hat der Deutschen bahn schliesslich auch seit 100 Wochen FEUER UNTERM HiNTERN gegeben....

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,788244,00.html

  • 25.09.2011, 20:29 UhrAnonymer Benutzer: Gast

    Die investitionsbeihilfen für Ostdeutschland haben nur gezeigt, das Deutschland weiss, wie man Abzocker anlockt. Mit viel Geld und wenig bürokratie für hoffnungslos konkurrenzufähige branchen gaukelt man sich selbst innovationsfreudigkeit vor. Wer wirklich etwas neues auf den Markt bringen will, wird Misstrauen, unzähligen bedenken und daraus folgenden zahllosen Vorschriften und Auflagen zum Fernbleiben überredet.

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