Wettbewerb: Gründer, die die Welt verbessern wollen

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Wettbewerb: Gründer, die die Welt verbessern wollen

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Wasser marsch - Florian Benz und Alexander Goldmaier verhelfen Dörfern und Krankenhäusern in Entwicklungsländern zu sauberem Trinkwasser. In ihrer solarbetriebenen Anlage reinigt es sich quasi von selbst

von Jens Tönnesmann

Gesundheitsprodukte und Handysoftware, Online-Geschäfte und Umwelttechnik: Aussichtsreiche Jungunternehmer setzen auf diese Trends, um bei Kapitalgebern und Kunden zu punkten.

Die Zahl ist erschreckend: Weltweit haben nach Angaben der Vereinten Nationen knapp 800 Millionen Menschen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Ein Problem, zu dessen Lösung Florian Benz und Alexander Goldmaier beitragen wollen. Die Jungunternehmer sind Gründer von Autarcon und haben eine innovative Anlage entwickelt, mit der sich Trinkwasser aufbereiten lässt: Sie stellt das Chlor, das zur Reinigung notwendig ist, aus den Salzen her, die im Wasser vorhanden sind – das Wasser reinigt sich gewissermaßen selbst. Weil sie mit Solarmodulen ausgestattet ist, kommt sie auch ohne Batterien oder Anschluss ans Stromnetz aus. 400 Liter Trinkwasser kann die Anlage pro Stunde produzieren – genug, um ein kleines Dorf oder Krankenhaus zu versorgen. In Ländern wie Indien und Gambia sind die ersten Geräte bereits im Einsatz.

Eine Idee, die den Ingenieuren mehrere Auszeichnungen eingebracht hat. Auch Kapitalgeber fand das Duo schnell. Denn die beiden setzen auf einen Trend, der die Gründerszene zurzeit besonders bewegt. Jedes fünfte Investment deutscher Risikokapitalfonds ging im ersten Quartal dieses Jahres an ein Unternehmen aus dem Bereich Cleantech – also Firmen, die zum Beispiel umweltfreundlichere oder energieeffizientere Technologien entwickeln. Das zeigt eine Umfrage des Venture Capital Panels, an dem 36 führende deutsche Wagnisfinanzierer teilnehmen.

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Unter Business Angels sind solche Startups ebenfalls enorm begehrt. Aber auch Gründer, die Gesundheitsprodukte entwickeln, können bei privaten Geldgebern punkten. Unter institutionellen Risikokapitalgebern sind außerdem Startups gefragt, die neue Geschäftsmodelle im Internet entwickeln oder Software herstellen, etwa für Smartphones.

Welche Startups auf die wichtigsten Trends setzen, zeigt folgende Übersicht.

Trend 1: Saubere Welt

Startups, die neue Umwelttechnologien entwickeln, auf erneuerbare Energien oder Elektromobilität setzen, stehen nicht nur bei Geldgebern hoch im Kurs. Auch beim WirtschaftsWoche-Gründerwettbewerb gewann 2011 mit E-Bility ein Unternehmen, das mit Elektrorollern den europäischen Markt erobern will. Neben E-Bility und Autarcon setzen auch diese jungen Unternehmen auf die grüne Welle:

Fos4X

Etwa 22.300 Windkraftanlagen gibt es in Deutschland – bald sollen die ersten mit der Technologie des Münchner Startups Fos4X ausgerüstet werden. Das Gründerteam Thorbjörn Buck, Lars Hoffmann, Mathias Müller und Rolf Wojtech hat neue Messgeräte und Sensoren entwickelt, mit denen sich die Rotorblätter der Anlagen überwachen lassen. Das soll den Verschleiß der kostbaren Teile verringern und ein Windrad mit einer Lebenszeit von 20 Jahren um etwa 250.000 Euro rentabler machen. Die Gründer haben vier Mitarbeiter eingestellt und Investoren wie den High-Tech-Gründerfonds gewonnen.

ProEco

Ein herkömmliches Fahrrad mit ein paar Handgriffen in ein modernes Elektrobike verwandeln? Das Bremer Unternehmen ProEco macht es möglich – dank Roola, einem Vorderrad, in dem ein Elektromotor und Batterien stecken. Die erste Charge mit rund 350 Rädern ist schon ausverkauft, im kommenden Jahr wollen Gründer Luis d. Neves und sein siebenköpfiges Team knapp 24.000 Stück verkaufen. Dabei sollen ausgewählte Läden der Warenhauskette Saturn helfen, in denen Roola ab August zu haben ist.

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