Gründertagebuch: Der Schokopoker

Gründertagebuch: Der Schokopoker

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Chocri Gründer Duge und Bruck

Im letzten Teil seines Gründertagebuchs berichtet Chocri-Gründer Franz Duge von schwierigen Verhandlungen mit einem potenziellen Investor.

Was ist ein Startup wert? Was passiert, wenn sich ein Konzern beteiligen möchte? Franz Duge und Michael Bruck, die Gründer von Chocri, werden zurzeit mit diesen Fragen konfrontiert – in einem Verhandlungspoker, in dem sie sich dank der Partner des WirtschaftsWoche-Gründerwettbewerbs wacker schlagen.

Seit das Berliner Startup den Wettbewerb im Jahr 2009 mit der Idee „Schokotafeln nach Kundenwunsch“ gewann, berichtet Duge im Gründertagebuch regelmäßig darüber, wie das Startup wächst und welche Herausforderungen junge Unternehmer meistern müssen – von Produktionsproblemen über Umzugsstress bis hin zur Suche nach Kapitalgebern wie in dieser Folge.

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Das nächste Tagebuch erscheint nach einer Sommerpause – dann geschrieben von den Siegern des diesjährigen Gründerwettbewerbs, die zurzeit noch gesucht werden (Hier geht´s zum neuen WirtschaftsWoche-Gründerwettbewerb).

29. April

Michael und ich fahren zu einem Termin, auf den wir uns schon lange freuen: Wir besuchen einen großen Schokoladenhersteller. Den Kontakt hat Heidrick & Struggles hergestellt, ein Partner des WirtschaftsWoche-Gründerwettbewerbs. Wir hoffen, einen Manager für unseren neuen Beirat zu finden. Er soll uns helfen, die Produktion zu optimieren.

16. Mai

Gute Nachrichten: Der Schokohersteller denkt darüber nach, individuelle Schokolade über uns zu produzieren. Und er überlegt, bei Chocri zu investieren. Dafür brauchen die Manager eine „Hausnummer“ über den Wert von Chocri. Ich erkundige mich bei Geschäftspartnern nach den Bewertungskriterien und orientiere mich schließlich an dem Gewinn vor Steuern und Zinsen, den wir laut Businessplan erwarten. Diese Zahl multiplizieren wir mit dem Faktor sieben, der in unserer Branche als marktüblich gilt. Wie wird die andere Seite auf unsere Forderung reagieren?

20. Mai

Ich fahre zu Verhandlungen mit einem großen Schokohändler. Er startet einen Online-Shop, in dem Kunden individuelle Schokolade kreieren können – wir sollen die Produktion übernehmen. Wir verdienen mit dieser „White-Label-Lösung“ etwas weniger pro Tafel, erschließen uns aber einen neuen Absatzkanal.

26. Mai

Die Investorengespräche gehen in die nächste Runde: Das Gegenangebot des Schokoherstellers liegt deutlich unter unseren Vorstellungen. Ich treffe mich in vertraulichem Rahmen mit Gründern aus dem Netzwerk der Entrepreneurs’ Organization (EO), Partner im WirtschaftsWoche-Gründerwettbewerb. Ich lege ihnen die Angebote vor. Auch wenn die Differenz hoch ist, sind alle optimistisch, dass wir uns schrittweise einigen können.

11. Juni

Über das EO-Netzwerk haben wir einen Coach gefunden, der uns in den Verhandlungen mit dem Schokohersteller berät. Auch wenn wir in den nächsten Wochen wegen der hohen Temperaturen und Ferienzeiten deutlich weniger Bestellungen bekommen: Langweilig wird der Sommer sicher nicht!

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