Arbeiten im Ausland: Das sind die begehrtesten Jobmärkte der Welt

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Arbeiten im Ausland: Das sind die begehrtesten Jobmärkte der Welt

Manche zieht es aus Abenteuerlust ins Ausland, viele gehen, weil sie müssen. Für welche Länder sich Jobsuchende besonders interessieren und wie Deutschland im Vergleich abschneidet, zeigt eine Studie.

Auf den internationalen Arbeitsmärkten herrscht ein ziemliches Gewusel: Wer in China lebt, sucht nach Jobs in den USA, die Australier wollen nach Japan, die Türken nach Großbritannien und die Deutschen nach Holland. Das Indeed Hiring Lab, ein Forschungsinstitut mit Fokus auf Human Resources und Talent Management, hat sich die globalen Präferenzen bei der Jobsuche genauer angeschaut. Die Ergebnisse haben die Forscher in der Studie "Where People search for jobs: Cross-Border Labor Mobility Report" zusammen getragen.

Was Länder attraktiv macht

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Zunächst einmal hat sich herausgestellt, dass ein Drittel der Amerikaner bereit ist, für einen Job in ein anderes Land zu gehen. Global betrachtet sind 9,1 Prozent der Arbeitnehmer bereit für den internationalen Umzug. Je höher die Arbeitslosigkeit in einem Land ist, desto unattraktiver wird es für Bewerber von außen. Umgekehrt verhält es sich mit dem Bruttoinlandsprodukt: Je höher dieses pro Kopf ausfällt, desto mehr Menschen wollen in diesem Land arbeiten. Und: Je besser das Bildungsangebot vor Ort, desto weniger Menschen wollen zum Arbeiten ins Ausland gehen. Unter diesem Aspekt ist es für Deutschland ein gutes Zeichen, dass Deutschlands Studenten mehrheitlich lieber in Rosenheim anstatt in Rio arbeiten wollen. Das ist zumindest das Ergebnis der Continental-Studenten-Umfrage, die im April erschienen ist.

Englischsprachige Länder ganz weit vorne

Wenig verwunderlich ist, dass die Jobsuchenden das größte Interesse an Ländern mit der selben oder zumindest einer ähnlichen Sprache wie im Heimatland haben. So konzentrieren sich beispielsweise die Jobsuchenden aus Argentinien auf Mexico, Kolumbien, Peru oder Spanien. Und die Brasilianer haben großes Interesse an Stellen in Portugal. Betrachtet man den Aspekt der Sprache, ist es ganz logisch, dass englischsprachige Industrienationen wie die USA, Großbritannien und Kanada ganz vorne liegen. Schließlich ist Englisch Weltsprache. Nach Stellen in Deutschland erkunden sich hauptsächlich Interessenten aus den teils deutschsprachigen Nachbarländern.

Die USA, Großbritannien, Indien und Kanada sind laut der Untersuchungen die Länder, für die sich Jobsuchende aus der größten Anzahl verschiedener Länder interessieren. Die USA stehen auf Platz eins als das Land, das für die meisten Kandidaten weltweit am attraktivsten ist – in allen 55 untersuchten Ländern wurde nach Jobs in den Vereinigten Staaten gesucht. Die häufigsten tatsächlichen Wechsel fanden übrigens folgendermaßen statt:

- Platz eins: US-Arbeitnehmer gingen nach Indien

- Platz zwei: Inder wechselten in die USA

- Platz drei: Amerikaner gingen nach Japan

- Platz vier: US-Bürger gingen nach Kanada

- Platz fünf: Amerikaner zogen nach Großbritannien

In Saudi-Arabien ist das Interesse an Jobs im Ausland am größten: 65 Prozent der Suchenden erkundigen sich immer wieder nach internationalen Möglichkeiten.

Deutschland auf Platz zehn

Deutschland liegt im internationalen Vergleich auf Platz zehn und damit hinter anderen EU-Ländern wie Großbritannien, Frankreich und Italien. Nach Jobs in Deutschland wird vor allem aus den direkten Nachbarländern gesucht, besonders Polen, Österreich und der Schweiz. Aber auch für Kandidaten aus den USA und Großbritannien sind freie Stellen auf dem deutschen Arbeitsmarkt von Interesse.

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Daneben zeigt die Studie von Indeed, wie viele Deutsche sich einem Job im Ausland gegenüber offen zeigen. Rund 10,5 Prozent der Kandidaten in Deutschland interessieren sich für internationale Stellen – damit liegt Deutschland auf Platz 36 der untersuchten Länder. Zu den begehrtesten Arbeitsmärkten der Deutschen gehören die USA und Großbritannien, danach die Nachbarländer Schweiz, Polen und die Niederlande.

Doch nicht nur Deutschland ist eng mit den Nachbarländern verbunden. So erkunden sich Kandidaten in Frankreich verstärkt nach Stellen in Großbritannien, der Schweiz und Belgien, Arbeitssuchende aus Italien vor allem in Frankreich, Deutschland, der Schweiz und Großbritannien. Die Arbeitssuchenden hoffen offenbar auf vertraute beziehungsweise ähnliche Kulturen und somit einen leichteren Einstieg in den Arbeitsalltag.

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