Arbeitgeber: Studenten halten nicht mehr viel von Banken

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Arbeitgeber: Studenten halten nicht mehr viel von Banken

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Banken haben seit 2008 einen schlechten Ruf bei deutschen Hochschulabsolventen.

Die Finanzkrise hat das Image der Bankenbranche gründlich beschädigt. Darunter leidet auch ihre Attraktivität als Arbeitgeber für Hochschulabsolventen.

Seit 2008 haben Banken bei deutschen Hochschulabsolventen einen schlechten Ruf. Das zeigt der Deloitte Student Banking Survey, für den über 100.000 Studenten von 1.700 Hochschulen in 15 Ländern befragt wurden. Besonders unbeliebt sind ausländische Banken, besonders aus der Schweiz und den USA. während deutsche Geldinstitute ein etwas besseres Renommee genießen.

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Geldinstitute haben es in Deutschland bei der Talentgewinnung besonders schwer, aber deren Ruf hat in nahezu allen Ländern gelitten. "Seit der Finanzkrise hat das Berufsbild des Bankers deutlich an Prestige verloren und ist für Absolventen weniger attraktiv. In einer Auflistung der begehrtesten Arbeitgeber sind Banken seit 2008 um sechs Plätze gefallen", kommentiert Hans-Jürgen Walter, Partner und Leiter FSI bei Deloitte.
Insgesamt 130 Arbeitgeber und Branchen standen zur Auswahl: International landeten die Banken auf Platz 46 - in Deutschland schafften sie es nur auf Platz 84. Wenn sich deutsche Absolventen in Deutschland für eine Position bei einer Bank entscheiden, dann vor allem, weil sie attraktive Produkte und Dienstleistungen anbietet. Auch legen sie etwas mehr Wert auf die soziale Verantwortung (Corporate Social Responsibility) als Absolventen anderer Nationalität - und sehr viel mehr auf die potenzielle Aufgabenvielfalt sowie flexible Arbeitsbedingungen.

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Wenig Flexibilität, wenig Sinnstiftung
Die Studie befasst sich auch mit den konkreten Karrierezielen der Absolventen und den Möglichkeiten, die ihnen Banken bieten. Gerade hier zeigen sich deutliche Unterschiede. Bereits seit einigen Jahren steht bei den Nachwuchskräften eine ausgewogene Work-Life-Balance ganz weit oben auf der Prioritätenliste. Wenig überraschend hat die Arbeitsplatzsicherheit in den Jahren nach der Finanzkrise stark an Bedeutung gewonnen, ebenso wie der Wunsch nach einer sinnstiftenden Betätigung. Keinen der drei Werte schreiben die Befragten den Banken zu.
Die negativen Erwartungen dominieren zwar, und dennoch haben die Absolventen durchaus Interesse an einer Bankentätigkeit. Zu erklären ist dieser Widerspruch dadurch, dass ein Job bei der Bank als Karriereeinstieg gesehen wird.

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"Banken wollen fähige Nachwuchskräfte - und die wollen Flexibilität, Abwechslung, Entwicklungsmöglichkeiten und Dynamik. Genau diese Werte werden Banken kaum mehr zugeschrieben“, stellt Hans-Jürgen Walter fest. "Das dürfte die potenziellen Arbeitgeber nicht kalt lassen. Sie sollten genau überlegen, was sie umworbenen Talenten anbieten können - und sich bewusst sein, was sie nicht liefern können."

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