Bild: dapdZwischen Juni und Oktober wurden 5714 Arbeitnehmer unter 40 mit zwischen einem und acht Jahren Berufserfahrung befragt. Dabei sollten sie unter 150 Unternehmen ihre fünf Wunscharbeitgeber wählen oder frei nennen. Die Wirtschaftswoche präsentiert ihnen exklusiv die Ergebnisse.
Platz 20: Europäische Zentralbank
Gegenüber 2010 konnte sich die EZB von Platz 28 auf 20 verbessern, alleine drei Plätze machte sie in diesem Jahr im Ranking wett. 4,2 Prozent wählten die EZB als Wunscharbeitgeber.
Quelle: Universum Communications
Bild: dpa/dpawebPlatz 20: Dr. Oetker
Für das Unternehmen aus der Lebensmittelindustrie ist es ein Auf und Ab. 2009 lag es noch auf Platz 48, 2010 auf Platz 38 und im folgenden Jahr wieder auf 43. Diesmal konnte sich Dr. Oetker auf Platz 20 verbessern. Von den Befragten stimmten 4,2 Prozent für das Unternehmen.
Bild: dpaPlatz 19: SAP
Europas größter Softwarehersteller hat gegenüber dem Vorjahr nur einen Platz eingebüßt, auf lange Sicht wurde SAP aber beliebter. 2010 lag das Unternehmen noch auf Platz 21. 2012 stimmten 4,3 Prozent für SAP.
Bild: dapdPlatz 18: Hugo Boss
Auch der Bekleidungshersteller ist seit 2009 immer beliebter geworden, während er damals noch Platz 27 belegte, schaffte er es nun von Platz 22 auf die 18. 4,4 Prozent der Befragten entschieden sich für Hugo Boss als Wunscharbeitgeber.
Bild: APPlatz 17: Beiersdorf
Beiersdorf konnte sich seit 2001 auf dem 17. Platz im Arbeitgeberranking halten, jedoch der Produzent von Nivea und Co. war schon beliebter. 2010 schaffte es der Konsumgüterkonzern auf Platz zwölf. In 2012 stimmten 4,8 Prozent für Beiersdorf.
Bild: dapdPlatz 16: Deutsche Bank
Innerhalb eines Jahres hat die Deutsche Bank acht Plätze verloren, so ging es von Platz acht (2011) runter auf die 16. Von den Befragten stimmten 5,0 Prozent für die Deutsche Bank als Wunscharbeitgeber.
Bild: dpaPlatz 15: BASF
Auch der Chemiekonzern kann sich über steigende Beliebtheit freuen. Seit 2009 ging es von Platz 32 stetig aufwärts. Alleine gegenüber dem Vorjahr konnte BASF zehn Plätze aufrücken. 5,1 Prozent der befragten Wirtschaftswissenschaftler stimmte für den Konzern.
Bild: dapdPlatz 13: Nestlé
Auch Nestlé konnte seit 2010 seine Beliebtheit bei den jungen Wirtschaftswissenschaftlern steigern. Nachdem der Lebensmittelkonzern 2010 noch auf Platz 24 lag, schafft er es in diesem Jahr auf Platz 13. Diesmal stimmten 5,4 Prozent der Befragten für Nestlé.
Bild: dpaPlatz 13: Das Auswärtige Amt
Nachdem es im Ranking seit 2009 für das Auswärtige Amt steil bergab ging (2009 noch Platz sechs), hat sich die Beliebtheit des Außenministeriums wieder gefangen. Zum ersten Mal seit 2010 ging es wieder um einen Platz aufwärts im Ranking. Das Außenministerium nannten 5,4 Prozent der jungen Talente als beliebtesten Arbeitgeber.
Bild: FotoliaPlatz 12: Boston Consulting Group
Die 1963 gegründete Unternehmensberatung konnte sich seit 2010 wieder von Platz 15 auf Platz zwölf verbessern. Diese Platzierung hatte das Unternehmen zuletzt 2009 bei den Wirtschaftswissenschaftlern. 5,5 Prozent der Befragten entschieden sich im Ranking für BCG.
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Zwischen Juni und Oktober wurden 5714 Arbeitnehmer unter 40 mit zwischen einem und acht Jahren Berufserfahrung befragt. Dabei sollten sie unter 150 Unternehmen ihre fünf Wunscharbeitgeber wählen oder frei nennen. Die Wirtschaftswoche präsentiert ihnen exklusiv die Ergebnisse.
Platz 20: Europäische Zentralbank
Gegenüber 2010 konnte sich die EZB von Platz 28 auf 20 verbessern, alleine drei Plätze machte sie in diesem Jahr im Ranking wett. 4,2 Prozent wählten die EZB als Wunscharbeitgeber.
Quelle: Universum Communications
Lebenslänglich: Was für viele nach Drohung oder Strafe klingt, ist für Kerstin Kleineidam ernst gemeinter Wunsch. Seit 15 Jahren arbeitet die Maschinenbauerin bei Volkswagen, und wenn es nach der 38-Jährigen geht, können ruhig noch ein paar Jahre dazukommen. Im Werk in Wolfsburg startete sie 1997 im Anschluss an ihr Studium an der FH Wolfenbüttel als Trainee. Danach arbeitete sie unter anderem im Produktmanagement und war 18 Monate für VW in den USA, um herauszufinden, wie die Konsumenten dort ticken. Seit Sommer 2011 koordiniert sie das Zusammenspiel verschiedener Abteilungen bei der Entwicklung eines neuen Familienautos. Und kann sich durchaus vorstellen, bei Volkswagen auch in Rente zu gehen.
Jahrzehntelange Treue zum gleichen Arbeitgeber: Was nach Vorstellungen aus Großvaters Zeiten klingt, ist für Kleineidam auch heute wieder attraktiv: "Hier lösen wir Aufgaben Hand in Hand, statt mit spitzen Ellbogen um die nächste Position zu hakeln", sagt Kleineidam, Mutter zweier Kinder im Alter von drei und fünf Jahren. "Außerdem ist mein Arbeitsplatz recht sicher, gleichzeitig stehen mir bei Volkswagen viele Türen offen."
Berufseinsteiger wollen Stabilität
Mit ihrer Haltung befindet sich Kleineidam in bester Gesellschaft. Kontinuität ist jüngeren Arbeitnehmern wichtiger als eine steile Karriere, ein angemessenes, garantiertes Grundgehalt wertvoller als die Chance, auf hohe, aber leistungsabhängige Boni.
Welche Arbeitszeitmodelle deutsche Unternehmen Familien anbieten
Teilzeit
Die Teilzeit ist bei deutschen Firmen das beliebteste Arbeitszeitmodell, immerhin 79,2 % aller Unternehmen bieten sie ihren Angestellten an.
Individuelle Arbeitszeiten
Das zweitbeliebteste Arbeitszeitmodell deutscher Unternehmen sind mit 72,8 % die Individuelle Arbeitszeiten.
Flexible Tages- oder Wochenarbeitszeit
Die Flexible Tages- oder Wochenarbeitszeit bieten 70,2 % der deutschen Unternehmen an.
Keine Arbeitszeitkontrolle
46,2 % der Firmen führen keine Arbeitszeitkontrolle durch, wenn ihre Angestellten familienbedingt kürzer treten müssen.
Flexible Jahres- oder Lebensarbeitszeit
Nur 28,3 % der deutschen Unternehmen räumen ihren Mitarbeitern eine Flexible Jahres- oder Lebensarbeitszeit ein.
Telearbeit
Gerade einmal 21,9 % der deutschen Unternehmen bieten ihren Mitarbeitern die Möglichkeit der Telearbeit an.
Jobsharing
Mit 20,4 % ist das Arbeitszeitmodell des Jobsharings in Deutschland äußerst begrenzt.
Sabbaticals
Ein Sabbatical kommt nur bei 16,1 % der deutschen Unternehmen als Arbeitszeitmodell in Frage.
In Zeiten von Euro-Krise, Insolvenzanträgen, angekündigten Sparrunden und trüben Konjunkturaussichten wirken auf sie nicht kurzfristig explodierende Börsenkurse oder Umsatzzahlen sexy, sondern überschaubares, kontinuierliches Wachstum. Bodenhaftung, Verantwortungsbewusstsein und Beständigkeit sind Schlagworte, die Unternehmen heute für Berufseinsteiger attraktiv machen – Stabilität statt rastloser Jobwechsel heißt die Devise. Nach Angaben des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung ist die Dauer der Betriebszugehörigkeit in den Jahren 2008 bis 2010 von 10,8 Jahre auf 11,2 Jahre weiter gestiegen, das Niveau wird sich nach Institutsangaben auch 2011 nicht ändern.

Früher langweilig, heute gefragt
"Die Generation Y ist konservativ und sicherheitsfanatisch. Unternehmen, die mit zum Teil lebenslangen Karrierewegen werben, galten früher als langweilig, heute sind sie gefragt wie nie", sagt Stefan Lake.
Das zeigt auch das aktuelle Arbeitgeberranking, das der Deutschland-Geschäftsführer der Beratung Universum Communications gemeinsam mit seinen Kollegen exklusiv für die WirtschaftsWoche erhoben hat. Mehr als 5700 Arbeitnehmer unter 40 mit bis zu acht Jahren Berufserfahrung hat Universum gefragt, was ihnen im Berufsleben wichtig ist und für welche Unternehmen sie am liebsten arbeiten würden.
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