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Arbeitgeberranking: BMW, Audi und Porsche beliebteste Arbeitgeber

von Daniel Rettig

Die Automobilbranche gehört trotz Krise weiterhin zu den beliebtesten Arbeitgebern in Deutschland. Im neuesten Arbeitgeberranking der Wirtschaftswoche liegen BMW, Audi und Porsche ganz vorn.

BMW-Werk in Leipzig: Der Quelle: dpa
BMW-Werk in Leipzig: Der Autobauer ist beliebtester Arbeitgeber. Quelle: dpa

Viele Verlierer stammen aus der Computer- und Softwarebranche. Zu diesem Ergebnis kommt das aktuelle Arbeitgeber-Ranking der WirtschaftsWoche. Dabei belegt BMW in der Gesamtwertung den ersten Platz, knapp vor Audi und Porsche. Google rangiert auf dem vierten Platz, die Deutsche Lufthansa auf dem fünften. Befragt wurden 7800 Akademiker (Wirtschaftswissenschaftler, Ingenieure, Informatiker und Naturwissenschaftler) ab 24 Jahren mit mehr als einem Jahr Berufserfahrung.

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Doch längst nicht jeder deutsche Autokonzern überzeugte die Young Professionals: Opel etwa schafft es in keinem Fachbereich unter die besten 50, Daimler landet in keiner Kategorie unter den besten fünf – selbst Ingenieure gehen lieber zu Siemens oder Robert Bosch.

SAP, Microsoft und IBM stürzen ab

Bei den Wirtschaftswissenschaftlern steht BMW mit 11,6 Prozent der Stimmen auf vorne, dicht gefolgt von Lufthansa (11,1 Prozent) und Audi (11 Prozent). Bei Ingenieuren liegt Audi mit 18,2 Prozent der Stimmen knapp vor BMW (16,8 Prozent), Siemens rangiert auf dem dritten Platz (15,9 Prozent).

Bei den Informatikern ist weiterhin Google mit 20,7 Prozent der Stimmen am beliebtesten. Auf den Plätzen zwei und drei folgen IBM (15,3 Prozent) und Microsoft (12,3 Prozent). Sieger im Bereich Naturwissenschaftler ist erneut die Max-Planck-Gesellschaft mit 15,4 Prozent der Stimmen. Auf dem zweiten Platz folgt Bayer (12,2 Prozent) vor der Fraunhofer-Gesellschaft (12 Prozent).

Innerhalb eines Jahres stark an Ansehen verloren hat die Computer- und Softwarebranche. SAP rutscht bei Wirtschaftswissenschaftlern vom achten auf den 20. Platz, Microsoft stürzt vom 13. auf den 35. Rang. IBM sinkt im Ansehen der Ingenieure von Position 20 auf 44.

Das Arbeitgeber-Ranking macht aber auch deutlich: Wenn die Berufsanfänger bei einem Unternehmen anheuern, interessiert sie nicht mehr die schnelle Karriere. 48,4 Prozent der Befragten nennen heute die Work-Life-Balance als ihr größtes berufliches Ziel. Und auf diesem Gebiet kennen sich die Autokonzerne aus. So bietet allein BMW rund 300 verschiedene Arbeitszeitmodelle an – von Teilzeit über Gleitzeit bis zu Sabbatical-Angeboten zwischen einem und sechs Monaten.

Auch das Thema Jobsicherheit spielt in diesem Jahr eine größere Rolle – 35,1 Prozent sehnen sich nach einer sicheren Festanstellung, fünf Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. Das könnte auch ein Grund sein, warum die Deutsche Lufthansa dieses Jahr im Ranking an Höhe gewinnt. Längst hat sich herumgesprochen, dass der Konzern auch Ingenieure und Informatiker sucht, etwa für seine beiden Töchter Systems und Technik. Erstere ist ein IT-Dienstleister für die Luftfahrtindustrie, Letztere wartet und repariert Flugzeuge an Standorten in Europa, Asien und Amerika. Gemeinsam kommen die beiden eher unscheinbaren Teilbereiche auf etwa 25.000 Mitarbeiter. Auch in der Krise sind die Belegschaftszahlen einigermaßen stabil. Die Befragten des Arbeitgeber-Rankings wissen das zu schätzen: Zusammen mit den beiden Töchtern landet der Lufthansa-Konzern auf Platz fünf.

1 KommentarAlle Kommentare lesen
  • 20.11.2009, 19:12 UhrAnonymer Benutzer: Observer

    Der bericht gefällt mir. Zeigt er mir doch, dass auch unsere Personalpolitik richtig aufgestellt ist :)

    Aber der bericht zeigt auch, dass Deutschland bei Kampf um die Talente (TTT) suboptimal allokiert. Wenn die guten Leute in zukünftigen Stagnationsbranchen anfangen, bringt uns das nicht so weit wie wir kommen müssten.

    Aber die Jugend scheint schon weiter als die Altvorderen. Das Wohlstand nicht zwingend linear mit einer nominalen Zahl steigt.

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