Arbeitsmarkt 2016: Wirtschaftsprüfer haben gute Jobchancen

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Arbeitsmarkt 2016: Wirtschaftsprüfer haben gute Jobchancen

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Für Wirtschaftsprüfer sieht der Arbeitsmarkt im kommenden Jahr rosig aus.

Quelle:Handelsblatt Online

Die Perspektiven für Wirtschaftsprüfer sind gut: Der Job gilt als krisensicher und abwechslungsreich. Bleibt nur die Frage, ob ein Absolvent lieber zu einem der „Big Four“ oder in ein mittelständisches Unternehmen geht.

Derzeit passiert viel in der Prüferbranche. Wer sich in den letzten Monaten durch die Stellenanzeigen geklickt hat, der ist auf deutlich mehr Gesuche gestoßen als im Vorjahr. In den Jobbörsen sind die Vakanzen für Wirtschaftsprüfer im Lauf des Jahres nach oben geklettert. Rund zehn Prozent mehr freie Stellen zählt die Handelsblatt-Jobturbo-Statistik im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die Statistik des Jobturbos beruht auf der Auswertung sämtlicher Stellenanzeigen aus den großen und kleineren (Online-) Jobbörsen, Zeitungen und Karriereseiten der Top-Unternehmen, die in der Jobmetasuchmaschine zusammenlaufen.

Auch die Digitalisierung macht nicht vor der Branche halt. Denn es sind nicht mehr nur die Wirtschaftswissenschaftler oder Juristen begehrt, auch technikaffine Experten aus dem sogenannten MINT-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) werden als Mitarbeiter gesucht.

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Hinzu kommt: Immer weniger Kandidaten machen das Wirtschaftsprüfungssexamen. Zwischen 2011 und 2014 lässt sich der Rückgang auf rund ein Drittel beziffern. Nach dem Bericht der Prüfungsstelle für das Wirtschaftsprüfungsexamen haben  im vergangenen Jahr 13,1 Prozent weniger Aspiranten am Wirtschaftsprüfungsexamen teilgenommen als im Vorjahr – damit setzt sich der Rückgang weiter fort. Die Einstiegsmöglichkeiten sind für qualifizierte Bewerber derzeit also durchaus rosig. 

Welche Steuerberater- und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften Unternehmen weiterempfehlen würden

  • Platz 17

    (jeweils 2 Prozent)

    Curacon
    Falk & Cp.

    Quelle: Faktenkontor im Auftrag der WirtschaftsWoche; Umfrage unter 156 Entscheidern aus Unternehmen aller Branchen und Umsatzgrößen.

  • Platz 12

    (jeweils 3 Prozent)

    Bansbach Schübel Brösztl & Partner
    Esche Schümann Commichau
    Mazars
    RBS RoeverBroennerSusat
    Solidaris

  • Platz 9

    (jeweils 4 Prozent)

    Ebner Stolz
    MDS Möhrle
    Warth & Klein Grant Thornton

  • Platz 8

    Dornbach: 5 Prozent

  • Platz

    Baker Tilly Roelfs: 8 Prozent

  • Platz 6

    BDO: 12 Prozent

  • Platz 5

    Rödl & Partner: 17 Prozent

  • Platz 4

    Deloitte: 32 Prozent

  • Platz 3

    PwC: 38 Prozent

  • Platz 2

    EY: 39 Prozent

  • Platz 1

    KPMG: 42 Prozent

Gute Aussichten attestiert auch Prof. Dr. Norbert Neu, Mitglied und Sprecher der Gesamtleitung der Wirtschaftsprüfungs-, Steuer- und Rechtsberatungskanzlei DHPG, Einsteigern in Wirtschaftsprüfungsgesellschaften oder auch Steuer- und Unternehmensberatungen.


Der Markt ist breit

Die „Big Four“, die vier großen, international tätigen Firmen, sind oft die erste naheliegende Anlaufstelle für Bewerber. Zu ihnen zählen Deloitte, Ernst & Young, Pricewaterhouse Coopers und KPMG. Der Markt ist jedoch wesentlich breiter. Neu erklärt: „Es gibt neben den großen Wirtschaftsprüfungsgesellschaften, den Big Four, auch mehrere mittelgroße mittelständische Kanzleien, die oft einem weltweiten Netzwerk zugehören, sowie sehr viele kleinere Unternehmen. Da sollten Bewerber die Vor- und Nachteile der verschiedenen Gesellschaften kennen.“

Viele Mittelständler setzen auf den Ausbau ihrer Arbeitgeberattraktivität. Was zum Beispiel die Internationalität angeht haben gerade die mittelgroßen Häuser – angeschlossen an internationale Netzwerke - in der letzten Zeit aufgeholt. Auch hier sind durchaus Auslandsaufenthalte und individuelle Trainings möglich.

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Denn die Entfaltungs- und Entwicklungspakete und Tätigkeitsspektren können sehr unterschiedlich ausfallen. Auf der einen Seite winken die großen Wirtschaftsprüfgesellschaften mit ihrem hohen Marktanteil und der Aussicht, für börsennotierte und kapitalmarktnahe Unternehmen zu arbeiten. Ausgebildet als Generalist  sind hier jedoch eher Spezialisten, etwa für bestimmte Fachthemen oder Industriezweige gefragt. Je kleiner das Unternehmen, desto eher arbeitet man als „Allrounder“, so die Faustregel. Persönliche, interdisziplinäre Betreuung und Beratung sind gewünscht.

Die Entwicklungsperspektiven sind bei beiden, den großen Gesellschaften als auch den Mittelständlern gut. Norbert Neu sagt: „Je eher man sich informiert, sich auch in Praktika ein Bild von der Unternehmenskultur und dem Tätigkeitsrahmen im Unternehmen macht, desto besser. Letztlich muss jeder Bewerber abwägen, welche  besser zu ihm passt.“ Zu beachten ist auch: Der Wechsel von der großen Gesellschaft zur kleineren Firma ist in der Regel einfach möglich – umgekehrt wird es da schwieriger.  

Quelle:  Handelsblatt Online
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