Bewerbungsbild: Die Dos and Don'ts beim Bewerbungsfoto

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GastbeitragBewerbungsbild: Die Dos and Don'ts beim Bewerbungsfoto

Bloß nicht die Zähne zeigen, offene Haare sind ein No-Go? Solche Tipps rund um das Bewerbungsfoto finden sich zahlreich im Internet. Aber welche sollte man ernst nehmen? Die wichtigsten Punkte im Überblick.

Für den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance. Was im täglichen Leben stimmt, gilt erst recht für das Bewerbungsbild. Denn das Foto sehen sich Personaler in der Regel zuerst an, auch wenn anonymisierte Bewerbungsverfahren immer wieder ein Thema sind. Entsprechend sollte das Foto aussagekräftig sein und sich positiv von denen der Mitbewerbern abheben.
Mit einem schlechten Foto verbaut man sich die Chance, schon vor der Beurteilung der Eignung Sympathiepunkte zu sammeln. Wer ein gutes Bewerbungsfoto haben möchte, sollte also auf ein paar grundsätzliche Dinge achten:

1) Absolut tabu sind Fotos aus dem Automaten. Diese sind zwar günstig und schnell zu haben, überzeugen aber nicht durch Qualität.

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Olaf Kempin ist Gründer und Mitinhaber des Personaldienstleisters univativ. Quelle: Privat

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Bild: Privat

2) Auch Urlaubsschnappschüsse oder private Aufnahmen sind keine Alternative zu professionellen Bildern vom Fotografen.

3) Das Bewerbungsfoto sollte nicht älter als zwei Jahre sein und dem Äußeren des Bewerbers entsprechen. Der Bewerber trägt täglich Brille, hat neuerdings kurze Haare oder sein Äußeres in irgendeiner Form stark verändert? Dann ist es Zeit, zum Fotografen zu gehen und ein aktuelles Bild machen zu lassen.

Ganz entscheidend für ein überzeugendes Foto ist die Wahl des richtigen Fotografen. Der Preis sollte hierbei eine untergeordnete Rolle spielen. Allerdings müssen professionelle Fotos nicht gleich mit dreistelligen Beträgen zu Buche schlagen. Oft können hier verschiedene Leistungspakete gebucht werden. Wichtig ist, dass man am Ende eine digitale Version des Fotos bekommt.

Diese Informationen haben im Lebenslauf nichts verloren

  • Familie

    Ihr Familienstand geht den Arbeitgeber nichts an, die Information, ob sie verheiratet, ledig oder geschieden sind und wie viele Kinder Sie haben, hat im Lebenslauf genauso wenig etwas zu suchen, wie der Beruf Ihrer Eltern oder Namen und Anzahl Ihrer Geschwister. Fragt man Personaler, stehen solche Angaben jedoch noch recht häufig in den Bewerbungsunterlagen. Dies nimmt nur Platz weg für die wirklich wichtigen Informationen.

  • Religion

    Genauso wenig hat Ihre Konfession etwas im Lebenslauf verloren. Es sei denn, Sie bewerben sich bei einer Kirche oder einer kirchlichen Organisation.

  • Kindergarten und Schulzeit

    Grundsätzlich sind nur die vergangenen zehn Jahre des Berufslebens interessant. Sie müssen im Lebenslauf weder ihren Kindergarten, noch alle besuchten Schulen aufführen.

  • Noten

    Außerdem gehören weder die Abiturnote noch die Abschlussnote vom Studium in den Lebenslauf.

  • Minijobs und Praktika

    Auch Berufseinsteiger müssen nicht jedes Schulpraktikum und jeden Nebenjob angeben. Es sei denn, er hat etwas mit der Stelle zu tun, auf die Sie sich bewerben. Dass man mit 14 Zeitung ausgetragen hat, bringt einen in der Regel jedoch nicht weiter.

  • Referenzen

    Referenzen von ehemaligen Arbeitgebern oder Kunden gehören in die persönliche Lob-Mappe oder das Profil bei einem Karriereportal. Im Lebenslauf hat das Lob allerdings nicht zu suchen.

  • Besondere Kenntnisse

    Sie können einen Text in Word schreiben oder etwas in Excel berechnen? Toll. Schreiben Sie das aber bitte nicht in den Lebenslauf, Computergrundkenntnisse werden ebenso vorausgesetzt wie sich selbstständig anziehen zu können. Eine wichtige Information wäre dagegen, welche Programmiersprachen Sie beherrschen und in welcher Sie am sichersten sind.

  • Hobbys

    Sie können Hobbys in ihrem Lebenslauf erwähnen, wenn sie etwas mit der angestrebten Position zu tun haben: Wenn Sie sich also um eine Stelle als Tierpfleger bewerben, sollten Sie unbedingt in den Lebenslauf schreiben, dass Reiten und Schlittenhunderennen zu Ihren Hobbys gehören. Wenn Sie dagegen am liebsten lesen oder telefonieren, vielleicht noch Spazieren gehen, behalten Sie es für sich. Das sagt leider nichts über Ihre Talente oder sozialen Fähigkeiten aus. Gerade passive Hobbies wie Fernsehen oder Kino werfen kein gutes Licht auf den Kandidaten.

Einen ersten Hinweis auf einen guten Fotografen gibt die Webseite. Entsprechen die Beispielbilder dem persönlichen Geschmack, wird sehr wahrscheinlich auch das eigene Foto gefallen. Sehr hilfreich ist es auch, sich im Freundeskreis umzuhören, wer bei welchem Fotografen gute Erfahrungen gemacht hat. Wenn der passende Fotograf gefunden ist, ist ein kurzes Vorgespräch sinnvoll. Denn das kann wertvolle Hinweise zum Foto geben – sei es zum Format, zum passenden Outfit oder Frisur und Make-up.

Farbe und Format des Bildes

Die Frage nach Hoch- oder Querformat etwa ist Geschmackssache. Dasselbe gilt für die Größe des Bildes. Ob 5 mal 7 Zentimeter oder 10 mal 5 Zentimeter, wichtig ist, dass kein Passbildformat, sondern ein Bewerbungsformat gewählt wird. Möchte man das Bild etwa nicht in den Lebenslauf integrieren, sondern auf einem gesonderten Deckblatt platzieren, kann es auch das Großformat sein.

Auch die Farbwahl bleibt dem Bewerber überlassen. Aber Achtung: Fotos in sepia werden häufig als altmodisch wahrgenommen und sind deshalb keine Alternative. Schwarz-weiß-Fotos hingegen werden von Personalbeauftragten als hochwertig und klassisch wahrgenommen.

Harte Gesichtszüge wirken in schwarz-weiß allerdings noch härter, wogegen Farbe im Vergleich eher wie ein Weichzeichner wirkt.

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