Das perfekte Bild: Worauf es beim Bewerbungsfoto ankommt

ThemaBewerbung

Das perfekte Bild: Worauf es beim Bewerbungsfoto ankommt

von Kerstin Dämon

Der erste Eindruck zählt, das gilt auch für das Bewerbungsfoto: Das falsche Bild kann den falschen Eindruck vermitteln und die Chancen auf ein Vorstellungsgespräch mindern. Diese Tipps haben die Teilnehmer unserer Fotoaktion bekommen.

Die Stadtwerke in Celle haben ihren neuen Chef in einem anonymisierten Bewerbungsverfahren gesucht. Thomas Edathy machte das Rennen. Deutschlandweit testen acht Bundesländer sowie einige Firmen und Kommunen die anonyme Bewerbung. Alle anderen wollen weiterhin Name, Alter und Geschlecht der Bewerber kennen, bevor sie sie zum Gespräch einladen. Und natürlich gehört für die Personaler auch ein ansprechendes Foto zur perfekten Bewerbung.

So finden Sie den richtigen Beruf

  • Den richtigen Start hinlegen

    Eine große Karriere beginnt bereits in der Schule und in der Universität. Doch junge Menschen finden sich im Dickicht der Berufswahl oft nicht gut zurecht. Svenja Hofert hat einen sehr nützlichen Ratgeber geschrieben, um die Probleme zu umschiffen („Am besten wirst du Arzt“, Campus Verlag). Die Expertin für neue Karrieren hat bereits zahlreiche Bestseller geschrieben. Es folgen einige ihrer Ratschläge in der Kurzfassung.

  • Muss es das Gymnasium sein?

    Immer mehr Deutsche haben Angst vor einer (zu) niedrigen Schulbildung ihrer Kinder. Doch die Expertin rät: „Es macht keinen Sinn, einen jungen Menschen durch das Gymnasium zu prügeln.“ Es gibt Lerntypen, die dort nicht hinpassen und auf anderem Weg eine tolle Karriere starten.

  • Junge Menschen optimal fördern

    Eine junge Persönlichkeit muss lernen, was sie kann – und was (noch) nicht. Feedback ist in der Erziehung extrem wichtig, sowohl Lob als auch Kritik. Stellen Sie Fragen wie „Was hast du richtig gern gemacht?“ oder „Warum hast du die Zeit vergessen?“ und fordern Sie genaue Antworten ein. Kinder sollten auch die Dinge tun, die ihnen schwerfallen und ihr Können aufschreiben. Die tatsächlichen Interessen finden sich am besten durch viel Lesen und intensive Gespräche.

  • Motivation ist wichtig

    Kinder sind manchmal einfach faul. Kaum eines übt freiwillig jeden Tag auf einem Instrument oder engagiert sich erheblich über das minimale Maß hinaus. Geld oder sonstige extrinsische Anreize haben oft nur kurzfristige Wirkung. Besser ist, gesunde Neugier zu wecken oder schlicht das Kind zu fragen, wie man es motivieren könnte.

  • Duale Ausbildung oder Studium?

    Wenn junge Menschen eine feste, möglichst dauerhafte Position in einem Unternehmen anstreben, sollten sie eher auf das duale Pferd setzen als auf eine reine Ausbildung. Nicht ratsam ist das duale Studium, wenn ein starkes thematisches Interesse vorhanden ist. Dann lieber studieren und sich währenddessen beruflich orientieren. 

  • Das richtige Studium

    Es gibt immer mehr Studiengänge und immer mehr, die nichts taugen. Durch die Umstellung auf Bachelor und Master ist es grundsätzlich flexibler geworden – bei allen Nachteilen ist die Kombinierbarkeit ein großer Vorteil. In Zukunft wird es eine stark steigende Anzahl von Biografien geben mit zwei oder drei Studiengängen. Vorsicht vor dem Schweinezyklus: Einige Studiengänge werden nach einer Phase von zu wenig Nachfrage gern rasch überlaufen.

  • Was passiert nach dem Bachelor?

    Da gibt es keine einheitliche Antwort. Einige Studenten sollten nach dem Bachelor – also dem Grundlagenstudium – eher Erfahrungen im Berufsleben machen, andere direkt noch den Master folgen lassen. Entscheidend ist die intrinsische Motivation, also die persönliche Neigung zum Lernen. Studien belegen, dass Bachelor-Absolventen immer bessere Einstiegschancen haben.

  • Ausland, Nebenjob, Ehrenamt und Praktikum

    Studenten haben viele Möglichkeiten, sich nebenbei weiterzuentwickeln. Ein Auslandssemester lohnt sich umso mehr in einem Land, in das nicht alle gehen und wo nicht nur unter Deutschen gefeiert wird. Der Nebenjob sollte nicht nur Geld bringen, sondern auch etwas für den eigenen Berufswunsch. Ein Ehrenamt macht sich immer gut und ein Praktikum sollte es während des Bachelor-Studiums mindestens sein. Dabei wäre es gut, wenn das Unternehmen Relevanz am Arbeitsmarkt hat.

  • Den Job mit Zukunft finden

    Jobs an sich kann man in der Regel nicht zukunftssicher bezeichnen, denn es hängt allzu sehr vom Individuum ab. Also davon, was er oder sie kann und bereit ist, zu investieren. Grundsätzlich sollte man bei der Auswahl Wunsch und Wirklichkeit strikt trennen. Wie das genau geht, lesen Sie weiter unten! Bei neuen Berufen sollten Sie nachschauen, ob es sich um einen anerkannten Ausbildungsberuf handelt.

Da sich beim Bewerbungsbild einiges gut und vieles falsch machen lässt, hatten wir die WiWo-Leser dazu aufgerufen, uns ihre Bewerbungsfotos zu schicken. Maja Skubella, Personalberaterin bei der Hamburger Karriereberatung "karriere & entwicklung", hat die Fotos analysiert und Verbesserungsvorschläge gegeben. Das Ergebnis der WiWo-Foto-Aktion sehen Sie hier. Allgemein rät Skubella allen Jobsuchenden, ihr Bewerbungsbild beim Profifotograf zu machen, statt im Passbildautomaten oder mit der eigenen Digitalkamera. "Der Fotograf kennt sich aus, der weiß wie die Person ins rechte Licht gerückt wird und erfragt, welche Zielgruppe angesprochen werden soll", so die Personalberaterin. Sie empfiehlt außerdem, verschiedene Outfits zum Fototermin mitzunehmen.

Anzeige

Die Kleidungsfrage

"Entscheidend bei der Auswahl der Bekleidung ist, für welche Branche das Foto sein soll", sagt Skubella. Je nach dem, ob der Bewerber eher in eine kreative Branche, beispielsweise ins Marketing oder in der Bank- oder Versicherungsbranche tätig ist, sind Schlips und Kragen oder etwas Legeres angemessen. Auch die angestrebte Position spielt bei der Kleiderfrage eine nicht unerhebliche Rolle. So empfiehlt sie beispielsweise einem der Teilnehmer der Fotoaktion, der sich auf eine Stelle als Abteilungsleiter bewerben möchte, auf jeden Fall eine Krawatte zu tragen. Eine andere Bewerberin zeigt nach Meinung der Personalerin zu viel Haut und ist außerdem für die angestrebte Stelle zu festlich und zu vornehm gekleidet. Trotzdem gelte als Faustregel: Lieber etwas zu elegant als zu schlicht. Bewerber sollten auf die Unternehmensseiten schauen, wie die dort abgebildeten Menschen angezogen sind und sich in dieses Bild integrieren, rät Skubella.

Bewerbungsstrategien für den Traumjob

  • Angebotsstrategie

    Analysieren Sie, was Ihrem Traumarbeitgeber fehlt. „Das kann alles Mögliche sein, vom Youtube-Werbevideo über neue Vertriebsmethoden bis hinzu Beziehungen in einen interessanten Auslandsmarkt“, schreibt Karriereexpertin Svenja Hofert in Ihrem Buch „Die Guerilla Bewerbung“, das im Campus Verlag erschienen ist. Die Kunst ist, das Defizit vor dem Arbeitgeber zu erkennen und ihn davon zu überzeugen, dass er es mit Ihrer Hilfe beheben kann.

  • Die Kettenbrief-Strategie

    Schlagen Sie Ihr Adressbuch auf und suchen Sie zehn Kontakte heraus, die Ihnen bei der Suche nach Ihrem neuen Job behilflich sein könnten. Wichtig sind nicht nur Menschen, die direkt einen Arbeitsplatz für Sie haben könnten, sondern auch Personen, die viele interessante Kontakte haben. Schreiben Sie ein prägnantes Kurzprofil, schicken Sie es an Ihre Kontakte mit der Bitte es wiederum an zehn Kontakte weiterzuleiten.

  • Die Terminstrategie

    Persönlich miteinander in Kontakt kommen, das ist die Idee hinter dieser Strategie. Suchen Sie sich Ihren Wunscharbeitgeber und überlegen Sie, wer vor Ort der beste Ansprechpartner sein könnte. Rufen Sie einfach an, erklären Sie Ihr großes Interesse an dem Unternehmen und bitten Sie um einen kurzen Termin zum Kaffeetrinken. So ist der erste Kontakt hergestellt.

  • Die Anti-Aging-Strategie

    Suchen Sie sich eine Aufgabe, die Ihrem Alter entspricht. Das hört sich erstmal hart an, ist aber ganz plausibel. Bewerben Sie sich nicht auf Inserate, die mindestens zwei bis drei Jahre Berufserfahrung voraussetzen, denn hier liegen nicht Ihre Stärken. Für viele ältere Führungskräfte, die es am Ende der beruflichen Laufbahn nochmal wissen wollen, ist die Position des Interimsmanager eine geeignete Aufgabe. Die Arbeitsagentur oder private Vermittler helfen gerne weiter.  

  • Die Projektstrategie

    Oftmals ist Projektarbeit der Einstieg in die Festanstellung. Deshalb überlegen Sie sich genau, erstens welches Projekt Sie realisieren könnten und zweitens für welche Institutionen oder Firmen es interessant sein könnte. Treten Sie an die potentiellen Interessenten heran und überzeugen Sie sie von Ihrer Idee. Die Bereitschaft in ein Projekt einzuwilligen ist höher, als eine neue Stelle zu schaffen. So können beide Seiten herausfinden, ob es passt.

  • Die Baumeister-Strategie

    Schaffen Sie sich Ihren Traumjob einfach selbst. Entdecken Sie den Bedarf an einer bestimmten Dienstleistung oder einem Produkt und schlagen Sie einem Träger vor, sich darum zu kümmern. Das funktioniert besonders gut im öffentlichen Bereich. Sind Sie von der Idee restlos überzeugt, können Sie es sogar wagen, einen eigenen Verein oder eine Stiftung zu gründen.

  • Die Power-Mail-Strategie

    Schreiben Sie eine E-Mail, die der Leser nicht ignorieren kann. Finden Sie heraus, an welchen Stellen Ihr Lieblingsunternehmen Nachholbedarf hat und präsentieren Sie sich als Lösung. Das funktioniert natürlich nur, wenn Sie in der Branche schon Erfahrungen und Kontakte haben. Für diese Variante muss „Ihr Können und Ihr Hintergrund“ sehr interessant sein.

  • Die Expertenstrategie

    Sie kennen sich mit einer speziellen Aufgabe oder einem Themengebiet gut aus und haben mindestens fünf Jahre Berufserfahrung in diesem Bereich? Dann könnte die Expertenstrategie die richtige sein. Wichtig ist, ihr Spezialgebiet so umfassend zu definieren, dass sie auf viele Angebote passen, aber gleichzeitig so viel Expertise zu besitzen, dass nicht viele mit Ihnen konkurrieren können. Die Autorin nennt sich zum Beispiel Expertin für neue Karrieren und nicht Spezialistin für MBA-Programme.

Bei Frauen seien ein Hosenanzug oder Rock und Blazer in Kombination mit einer Bluse immer in Ordnung. Frau dürfe aber ruhig auch mutig sein. "Bei kreativen Berufen ist es durchaus möglich mit Farben zu spielen, zum Beispiel eine gelbe Lederjacke mit einem bordeauxroten Shirt auf hellen Hintergrund zu tragen – oder eine weiße Bluse auf grünem Hintergrund", so Skubella. Wichtig sei, dass Hintergrund und Kleidung harmonieren oder eben einen Kontrast bilden. Männer seien mit einem Hemd, mit oder ohne Krawatte und einem Jackett gut angezogen und sollten gedeckte Farben bevorzugen. Die Krawatte mit den Comic-Motiven ist aber ein No-Go.

Anzeige
Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%