Datenschutz: Berlin fragt sensible Daten von Bewerbern ab

Datenschutz: Berlin fragt sensible Daten von Bewerbern ab

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Berlin fragt sensible Daten ab

Auch das Land Berlin interessiert sich sehr genau für die Intimsphäre von Bewerbern. In einem Fragebogen müssen Informationen zu Alkoholkonsum, Krankheiten, Ärzten und sogar Verhütungsmethoden angegeben werden.

Nach den Skandalen um Bluttests, die Daimler, Axel Springer oder der NDR von Bewerbern verlangten, sorgt nun das Vorgehen des Landes Berlin für Ärger. Nach einem Bericht der „Frankfurter Rundschau“ erfasst das Land die Gesundheitsdaten seiner rund 58.000 Angestellten vor der Einstellung mit einem Fragebogen. Darin werden detaillierte Angaben zu psychischen Krankheiten, Drogenkonsum, Alkoholgenuss und sogar Verhütungsmitteln verlangt.

"Nehmen Sie Arzneimittel, zum Beispiel auch Abführmittel oder die Pille?", heißt es beispielsweise im Fragebogen des Landesamts für Gesundheit und Soziales Berlin. Zudem sollen auch behandelnde Ärzte genannt werden.

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"Solche Fragen sind absolut illegal", sagte Thilo Weichert, Datenschutzbeauftragter Schleswig-Holsteins der Zeitung. Arbeitsrechtler und Gewerkschaftsvertreter äußerten sich empört.

Die Berliner Gesundheitssenatorin Katrin Lompscher erklärte, seit zwei Jahren gäbe es einen neuen Fragebogen. Laut „Frankfurter Rundschau“ und der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) werde jedoch weiterhin nach psychischen Krankheiten, Ärzten oder Verhütungsmitteln gefragt.

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