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Einkommen: Kein Feilschen mehr ums Gehalt - Seite 2

Einkommen: Kein Feilschen mehr ums Gehalt

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Für Bewerber gibt die Gehaltsangabe zwar eine erste Orientierung geben und hilft den oft Nerven aufreibenden Gehaltspoker zu vermeiden.  Doch das könnte eine Gefahr für Unternehmen werden. „Es besteht das Risiko, dass sich Topkräfte gar nicht erst bewerben, denn für diese sind Unternehmen in der aktuellen Marktlage eigentlich bereit, durchaus mehr als das Marktübliche zu zahlen“, erklärt Marco Reiners, Leiter des Vergütungsbereiches bei der Unternehmensberatung AON Hewitt.

Angst vor dem Vergleich

Außerdem könnten die Gehälter insgesamt steigen: „Je mehr veröffentlicht wird, desto stärker wird jeder versuchen, sich selbst zu vergleichen und wird dann ein höheres Gehalt verlangen“ Die reine Gehaltsangabe ist nach Ansicht Reiners oft nicht komplett aussagefähig: Bewerber interessierten sich auch für mögliche Bonusmöglichkeiten und Extras wie Dienstwagen oder Altersvorsorge.

Denjenigen, die sich nicht in Österreich bewerben und von festen Gehaltsangaben profitieren, raten Experten: Sich ausreichend informieren und vorbereiten. Bewerber sollten in jedem Falle wissen, was Arbeitskollegen auf ähnlichen Posten verdienen. In der Verhandlung gilt es, Ruhe zu bewahren und nicht zu nett zu sein. Ein bisschen wütend dürfen Bewerber werden, nur übertreiben sollten sie es nicht. Wichtig ist außerdem der richtige Zeitpunkt: Wer gerade ein Projekt erfolgreich abgeschlossen hat, erhöht seine Chancen auf erfolgreiche Gehaltsverhandlungen.  

4 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 11.08.2011, 17:22 UhrAnonymer Benutzer: AndreasO

    Die Gehaltsverhandlung sollte gut vorbereitet sein. Gerade, wenn es um die Nachverhandlung des Gehalts geht, kann man durch gezieltes Planen die Wahrscheinlichkeit einer Gehaltserhöhung verbessern. Einen interessanten Artike zu diesem Thema habe ich hier gefunden: http://www.jobsuche-forum.de/blogs/admin/nachburner-gehaltsverhandlung-19/

  • 26.07.2011, 11:58 UhrAnonymer Benutzer: Österreich ist Vorreiter

    Gehaltsangaben in Stellenausschreibungen sind der richtige Weg in die Verblödung der Arbeitssuchenden. Kennt eigentlich noch jemand die guten alten Kollektivverträge? Kennt jemand noch das System Angebot und Nachfrage, das letztendlich den Aufschlag zum kollektivvertraglichen Entgelt bedeutet? Abgesehen davon stell ich mir bildlich das Ausschließungsverfahren für Arbeitslose vor, die Gehaltsangaben mit dem Arbeitslosengeld vergleichen und eine Kostennutzenrechung (oder Gehalt-Freizeit-Rechnung?) aufstellen.

    ich kann nur zitieren:
    "Liebe Regierungen, widmet euch doch einfach wieder der Gurkenkrümmungsgrad-Debatte... "

  • 20.07.2011, 13:31 UhrAnonymer Benutzer: Liebero

    Für mich als ingenieur und Personaler waren/sind die Gehaltsangaben zunächst KEiN hinreichendes Kriterium für eine bewerberabwahl. Denn leider ist der Anteil, fachlich ausreichend qualifizierter bewerber i.d.R. so klein, daß ich mir nicht von vornherein die GEEiGNETEN Kandidaten vorenthalte. Sollte jemand über den internen Vorgaben liegen aber willens und geignet sein, kann man meist auch erfolgreich verhandeln. Da gibt es viele Möglichkeiten für einen entsprechenden Vertrag. Wer allerdings nur über irgendwelche (aus bewerbersicht) aus der Luft gegriffenen Zahlen siniert, ist m.E. als Personaler fehl am Platz. Zwei Fragen führen einen meist zu den gewünschten informationen zur Dotierung. Aus Unternehmenssicht ist es die Frage nach dem aktuellen/ letzten Einkommen, die auf der einen Seite Klarheit schafft. Und aus bewerbersicht ist es die Frage nach eine betriebl. Eingruppierung (z.b. nach Tarif-/ERA-Gruppe oder z.b. firmenspezifischen Gehaltsgruppen). Andererseits sollte man als bewerber auch nicht zu ängstlich herangehen. Es muß plausibel und glaubwürdig sein. Denn wenn ein Unternehmen schon im bewerbungsgespräch alles kleinredet, den Job zunehmend tiefer hängt und die Jobinhalte "verharmlost", ist sowieso etwas faul. Dann lieber gleich die Finger weg.

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