Der Gefasste

Typisch: Reaktion: Null. Keine Tränen, kein lautes Wort, kein Anzeichen von Betroffenheit – stattdessen pure Selbstbeherrschung und vielleicht sogar ein Lächeln.
Gefahr: Dieser Typ ist vielleicht der schwerste von allen: Man weiß nicht, was in ihm vorgeht. Nicht wenige Chefs neigen dazu, seine Signale falsch zu deuten und sich erleichtert zurückzulehnen, Motto: Das ging ja gut. Obacht! In solchen Menschen können Zeitbomben ticken, später mutieren sie zu Saboteuren oder gar Amokläufern. Möglich ist aber auch, dass die Botschaft gar nicht ankam oder falsch verstanden wurde.
Verhalten: Signalisieren Sie durch Ihre Mimik und Gestik, dass Sie für eine Reaktion oder ein Statement offen sind. Beobachten Sie aber auch aufmerksam seine Körpersprache. Bleibt eine Reaktion weiterhin aus, wiederholen Sie die Nachricht ruhig, falls Sie unsicher sind, ob sie verstanden wurde. Oder fragen Sie, was angekommen ist. Auf keinen Fall aber sollten Sie versuchen, Emotionen zu erzwingen. Das verletzt die Intimsphäre. Beenden Sie das Gespräch dennoch erst, wenn feststeht, dass alles verstanden wurde und Sie weitere Schritte vereinbart haben.
Der Hysterische
Typisch: Dieser Typ macht seinem Ärger Luft. Ebenso spontan wie lautstark bringt er seine Überraschung, Wut und Enttäuschung zum Ausdruck. Mit hochrotem Gesicht argumentiert er, lamentiert, wird vielleicht sogar aggressiv gegenüber dem Überbringer der Trennungsbotschaft.
Gefahr: Ein falsches Wort und das Gespräch eskaliert. Manche Chefs lassen sich provozieren, fühlen sich persönlich angegriffen und schießen deshalb zurück. Riesenfehler! Denn das Ergebnis ist der totale Kontrollverlust und größtmögliche Schaden für Manager und Firma. Es kann aber auch passieren, dass sich die Manager einschüchtern lassen und so in die Defensive geraten. Auch dabei gerät das Gespräch ausser Kontrolle – ebenso die Schadenshöhe.
Verhalten: Bloß die Ruhe bewahren! Eigene Gefühle dürfen Sie sich jetzt nicht leisten. Aufsteigende Wut atmen Sie bitte weg, und bemühen Sie sich um eine durchweg sachliche Sprache. Das heißt zugleich: Nicht argumentieren, sondern zuhören. Beweisen Sie Wertschätzung und Verständnis. Auch die Verbalinjurien sollten nicht kritisiert werden. Dafür hat der Hysterische sowieso kein Ohr, und es heizt die Stimmung nur zusätzlich an. Erst wenn sich der Betroffene wieder beruhigt hat, sollten Sie die Botschaft wiederholen und versuchen, dass er trotz seiner Aggression die Selbstachtung wahren kann. Dieses Gespräch endet erst mit einer klaren Absprache über das weitere Vorgehen.













