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Fachkräftemangel: Kampf um Talente geht weiter

von Jens Toennesmann

Trotz der Wirtschaftskrise sind Fachkräfte weltweit weiterhin heiß begehrt. Zwar will etwa jedes zehnte Unternehmen Stellen abbauen, doch fast dreimal so viele wollen in der Krise Konkurrenten Arbeitskräfte abjagen.

Fachkräfte sind weiter Quelle: dpa-tmn
Fachkräfte sind weiter gefragt Quelle: dpa-tmn
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Fachkräfte können aufatmen: Auch in der Wirtschaftskrise sind sie gefragt wie eh und je und können mit guten Angeboten rechnen. Das zumindest belegt der „Talent Report 2009“ der Online-Stellenbörse Stepstone und der Economist Intelligence Unit (EIU), der am Donnerstag veröffentlicht wird und der WirtschaftsWoche exklusiv vorliegt. 

Danach will zwar etwa jedes zehnte der rund 500 befragten Unternehmen in den nächsten zwölf Monaten Stellen abbauen. Aber deutlich mehr, nämlich 27 Prozent wollen die Flaute dazu nutzen, um ihren Wettbewerbern gezielt Fachkräfte abzujagen – im vergangenen Jahr waren es nur 21 Prozent.

Auch wenn zwei Drittel der Unternehmen davon ausgehen, das sich die wirtschaftliche Lage frühestens in einem Jahr wieder bessert, geht der Kampf um die besten Köpfe weiter. Die Mehrheit der Unternehmen geht davon aus, dass die Rekrutierung und Bindung von Fachkräften in Zukunft noch schwerer wird (46 Prozent) oder zumindest schwierig bleibt (28 Prozent).

Aufstiegschancen als Köder

Allerdings verändern sich in der Krise die Mittel, die die Unternehmen einsetzen, um Fachkräfte an sich zu binden. Wollte vor einem Jahr knapp jedes dritte Unternehmen seinen Fachkräften noch eine verbesserte Vergütung anbieten, setzen jetzt nur noch 25 Prozent auf diese Strategie.

Stattdessen wollen die Firmen ihren Top-Mitarbeitern jetzt Weiterbildungsmaßnahmen, interne Trainingsprogramme und bessere Aufstiegschancen bieten. Etwa sechs von zehn Befragten wollen die besten Köpfen außerdem mit flexibleren Arbeitsbedingungen ködern.

„Selbst wenn es in einigen Unternehmen zu Entlassungen kommt, wird es für hoch qualifizierte Personen immer einen Markt geben,“ zitiert die Studie Uli Holtz, den General Manager Human Resources bei Microsoft.

Für die Studie befragten Stepstone und die EIU zu Beginn dieses Jahres weltweit rund 484 Führungskräfte, Personalentwickler und Unternehmensleiter aus 19 Branchen. Etwa die Hälfte von ihnen stammen aus Firmen, die mehr als eine Milliarde US-Dollar Umsatz pro Jahr erzielen.

1 KommentarAlle Kommentare lesen
  • 18.03.2009, 11:52 UhrAnonymer Benutzer: ABSOLVENTA

    Und der Fachkräftemangel dürfte noch größer werden. Die zahl der ingenieursabsolventen, die derzeit die deutschen Hochschulen verlässt, reicht nicht einmal aus, den jetzigen bedarf zu decken.
    Ein zunehmender Anteil der erwerbstätigen ingenieure ist aber älter als 50 Jahre und wird demnächst in den Ruhestand wechseln. So wird die Lücke immer größer: http://www.absolventa.de/blog/berufseinstieg-als-ingenieur-karriere-jobs-einstiegsgehalt

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