IAB-Studie: Einmal arbeitslos, immer arbeitslos?

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IAB-Studie: Einmal arbeitslos, immer arbeitslos?

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Der Empfangsbereich der Bundesagentur für Arbeit in Frankfurt am Main. Wer hier in jungen Jahren einkehrt, wird auch in Zukunft öfter wieder kommen.

Junge Arbeitslose sind auch später häufiger ohne Job. Eine aktuelle Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung zeigt: Wer einmal in der Arbeitslosigkeit landet, kommt nur schwer wieder heraus.

Wer in jungen Jahren arbeitslos ist, wird auch im späteren Erwerbsleben häufiger arbeitslos. Das geht aus einer heute veröffentlichten Studie (.pdf) des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Nürnberg hervor. Dafür untersuchte das IAB die Entwicklung westdeutscher Männer, die zwischen 1978 und 1980 eine Ausbildung abschlossen hatten. Jene waren damals zwischen 15 und 26 Jahre alt und hatten kein Abitur.

Immerhin: Jugendarbeitslosigkeit ist nicht die Regel. Lediglich zehn Prozent der Berufseinsteiger ist in den ersten acht Erwerbsjahren mehr als 20 Monate arbeitslos. Doch dieser Zustand hält für diese Menschen auch im weiteren Leben an. Sie sind in den folgenden 16 Jahren durchschnittlich fast viermal ohne Arbeit - das sind insgesamt mehr als 30 Monate.

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Die Hälfte der Berufseinsteiger ist allerdings in den ersten acht Jahren ihres Erwerbslebens gar nicht oder höchstens einen halben Monat arbeitslos. So gut sieht es auch aus, wenn sie im Berufsleben heimisch geworden sind. In den folgenden 16 Jahren haben sie ebenfalls meist ständig eine Beschäftigung oder müssen sich nur einmal arbeitslos melden. Insgesamt beträgt ihre durchschnittliche Arbeitslosigkeitsdauer in den 16 Jahren weniger als vier Monate.

Der Grund für die unterschiedliche Entwicklung der beiden Gruppen: Wer schon zu Beginn keinen Fuß im Berufsleben fassen kann, hat es auch später schwer. Wer allerdings schon früh gut startet, nimmt den Schwung ins spätere Berufsleben mit. Die Entwicklung habe den Nürnberger Arbeitsmarktforschern zufolge nichts damit zu tun, dass Jugendliche bestimmte Eigenschaften aufweisen, die zu einem Leben in Arbeitslosigkeit führen, wie beispielsweise schlechte Noten, Gesundheitsprobleme oder fehlende Motivation.

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Es sei schlichtweg schwerer, wieder aus der Arbeitslosigkeit raus zu kommen, wenn man einmal drin ist. Die Forscher verweisen dazu auf eine weitere Studie. Darin stellten sie fest, dass ein Tag Arbeitslosigkeit in den ersten acht Jahren im Schnitt bis zu zwei weitere Tage Arbeitslosigkeit in den folgenden 16 Jahren bewirkt.

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