Jobsuche: Per Initiativbewerbung zum Traumjob

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GastbeitragJobsuche: Per Initiativbewerbung zum Traumjob

Wer auf Jobsuche ist, sollte nicht nur nach Stellenausschreibungen Ausschau halten: zwei Drittel der offenen Stellen werden gar nicht erst ausgeschrieben. Grund genug, Initiativbewerbungen zu verschicken. So geht's.

Wer derzeit auf Jobsuche ist, sollte nicht auf die passende Stellenausschreibung des Traumarbeitgebers warten. Denn zwei Drittel der offenen Stellen werden gar nicht erst ausgeschrieben. Deshalb kann sich eine Initiativbewerbung lohnen. Doch gerade Berufsanfänger neigen dazu, diese Möglichkeit gar nicht in Betracht zu ziehen. Dabei kann sie der Schlüssel zum Traumjob sein.

Wer sich initiativ bewirbt, fokussiert sich nicht zu sehr auf eine Stellenausschreibung, sondern konzentriert sich auf seine Stärken und darauf, warum er oder sie eine Bereicherung für das Unternehmen ist. Entsprechend steht das Interesse an einem Unternehmen noch stärker im Mittelpunkt als bei der Bewerbung auf eine Stellenanzeige - und das überzeugt häufig.

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Außerdem schadet es nicht, schon bei der Bewerbung Eigeninitiative in Bezug auf die Karriere zu zeigen.

Im besten Fall bekommt man auf diese Art eine Stelle, ohne sich gegen hunderte anderer Bewerber durchsetzen zu müssen.

Olaf Kempin ist Gründer und Mitinhaber des Personaldienstleisters univativ. Quelle: Privat

Olaf Kempin ist Gründer und Mitinhaber des Personaldienstleisters univativ.

Bild: Privat

Das bedeutet aber auch, dass Bewerber genau wissen - und aus ausdrücken müssen - was sie können und wollen. Die Analyse der eigenen Fähigkeiten und die Analyse eines potenziellen Arbeitgebers sollte jedoch zu jeder Jobsuche gehören. In diesem Fall sollten Bewerber jedoch ganz genau begründen können, warum sie ausgerechnet zu diesem einem Unternehmen möchten. Ist es die tolle Unternehmenskultur oder das Interesse an Produkten und Leistungen des Unternehmens?

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Wer sich nicht ganz sicher ist, ob das Wunschunternehmen wirklich zu einem passt, schaut am besten zunächst bei Arbeitgeberbewerbungsportalen, Netzwerken wie Xing, bei fachspezifische Foren und auf den Karriereseiten des Unternehmens nach. Auch der Social Media-Auftritt verrät Einiges. Ein Anruf beim Unternehmen der Wahl kann eine Option sein, aber Vorsicht: So ein Anruf will gut vorbereitet sein.

Initiativbewerbungen sind zeitaufwendig

Wenn das Traumunternehmen feststeht, sollten sich Bewerber zwei Kernfragen stellen: Wo könnten ihre Fähigkeiten gebraucht werden und welche konkrete Stelle könnten sie im Unternehmen besetzen? Hier ist es essenziell, sich genau über das jeweilige Unternehmen zu informieren. Nur so kann man seine Chancen auch realistisch einschätzen. Und wer verhindern möchte, dass die Bewerbung im Müll landet, weil sie falsch adressiert war, muss ebenfalls gründlich recherchieren: In welche Abteilung passt das eigene Profil, wer ist dort Abteilungs- oder Teamleiter?

So sieht ein gutes Anschreiben aus

  • Aufbau: Briefkopf und Betreffzeile

    Die Struktur beginnt in der Kopfzeile mit den eigenen Kontaktdaten unter denen man erreicht werden möchte. Vor- und Nachname sowie E-Mailadresse und Telefonnummer gehören immer dazu.

    Darauf folgt die Anschrift des Unternehmens im Adressfeld. Bevor es mit dem Anschreiben losgeht, findet am rechten Rand das Datum Platz. Der Betreff ist stets gefettet – die Zeile wird ohne die Angabe „Betreff:“ gefüllt.

    Quelle: Olaf Kempin, Gründer und Mitinhaber des Personaldienstleisters univativ.

  • Einleitung

    Die klassische Einleitung gibt dem Empfänger preis, wie der Bewerber auf das Unternehmen oder auf die Stelle aufmerksam wurde. Dies kann neben einer Stellenanzeige ein vorangegangenes Praktikum oder eine persönliche Beziehung zu einem Mitarbeiter sein.

  • Fähigkeiten und Motivation

    Im Hauptteil geht es darum, den Personaler für sich zu gewinnen und die eigene Qualifikation nach vorne zu stellen. Wichtig ist es, auf Fähigkeiten einzugehen, die auf das Stellenprofil passen – nur so erkennt der Personaler, dass hinter dem Anschreiben ein passender Bewerber steckt.

    Eine Begründung, warum man genau in diesem Unternehmen und in der jeweiligen Position arbeiten möchte, unterstreicht das eigene Interesse und die Motivation.

     

  • Erfahrungen belegen

    Das A und O eines jeden Anschreiben ist es, nicht nur anzugeben, welche Fähigkeiten man hat, sondern diese mit Erfahrungen bzw. harten Fakten zu belegen. So genügt es nicht etwa anzugeben, ein Teamplayer zu sein oder Erfahrung mit agiler Softwareentwicklung zu haben. Vielmehr sollte der Bewerber darlegen, wann und wie er Erfahrungen im jeweiligen Bereich gesammelt hat. Das könnte ein Praktikum sein, in dem eine umfassende Aufgabe in einem großen Team gestemmt wurde oder ein Projekt, in dem die Softwareentwicklung nach der Scrum-Methode umgesetzt wurde.

  • Format: Länge und Vorlagen

    Das Anschreiben sollte inklusive Unterschrift und Aufzählung der Anlagen nicht länger als eine DIN A4-Seite sein und im PDF-Format vorliegen. Für Struktur und Layout kann eine Vorlage genutzt werden. Wir empfehlen gerne als Beispiel für gute Bewerbungsanschreiben die Muster von Staufenbiel.
    Grundsätzlich gilt Schriftgröße 12, ein Zeilenabstand von 1,5 und ein linker Rand von 2,5 cm als Standard. Alle Anlagen sollten im PDF-Format vorliegen und eine gute Benennung vorweisen, etwa Bewerbung_Position_Vorname_Nachname.pdf.

  • Kreativität

    Wer seiner Bewerbung eine besondere persönliche Note verleihen möchte, darf seiner Kreativität durchaus Raum lassen. Doch Vorsicht! Nicht in jeder Branche sind auffallende, ungewöhnliche Bewerbungen erwünscht. Hier sollte man sich daran orientieren, wie das Unternehmen „tickt“ und wie traditionell das Umfeld ist. Im kreativen Bereich hingegen sollten Bewerber unbedingt „aus dem Rahmen fallen“. Doch auch hier muss ein stimmiges Konzept erkennbar sein.

  • Anschreiben per E-Mail

    Auch in der Frage, ob die Bewerbung per Mail, Online-Portal oder per Post verschickt werden soll, richtet sich der Bewerber am besten nach den Vorgaben des Unternehmens. Gibt es keine Vorgaben, hat der Bewerber freie Wahl. Der Trend geht dahin, dass das Anschreiben im PDF-Format im Anhang liegt. Die Kunst besteht bei dieser Variante darin, in wenigen Sätzen die Bewerbung einzuleiten, ohne sich im Anschreiben zu wiederholen.

  • Digitale Unterschrift erstellen

    Die Unterschrift sollte im Anschreiben als PDF in jedem Fall auch per Hand geschrieben, aber digitalisiert werden. Eine digitale Unterschrift können Bewerber heute mithilfe diverser Tools (auch Freeware) erstellen.

  • Größe des E-Mail-Anhangs

    Insgesamt sollten die Bewerbungsunterlagen nicht allzu viel Speicherplatz erfordern. Ideal ist ein Anhang mit 2-3 MB. Größer als 5 MB sollte die E-Mail auf keinen Fall sein.

  • Bewerbung per Online-Portal

    Immer mehr Unternehmen führen im Rahmen eines effizienten Bewerbermanagements ein webbasiertes Portal ein. Je nach Portal werden hier genaue Vorgaben gemacht, wie die Bewerbungsunterlagen und persönlichen Informationen zu übermitteln sind. Auf eine digitale Unterschrift wird in dem Fall gerne verzichtet. Sollte ein Anschreiben hochgeladen werden, empfiehlt sich derselbe Vorgang wir für die E-Mail-Bewerbung.

Anschließend gilt es, bei dem Unternehmen einen Bedarf zu wecken. Wird eine Stelle ausgeschrieben, ist der Personalbedarf bekannt. Bei einer Initiativbewerbung muss der Empfänger davon überzeugt werden, dass er jemanden braucht, es nur bis dato nicht wusste. Wer dabei fachlich überzeugt, bekommt häufig eine Chance, auch wenn die eigentliche Wunschstelle nicht verfügbar ist.

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