Betreff:
Bereits in der Betreff-Zeile lauert die erste Falle. Wer sich auf eine konkrete Position bewirbt, sollte diese auch nennen. Nicht gerade wenige verwenden eine falsche Firmenanschrift – ein klares K.o.-Kriterium. Wer die Rechtsform des Unternehmens nennt, sollte den Zusatz „Firma“ weglassen. Die Namen der Ansprechpartner falsch zu schreiben ist ebenso verpönt. Dadurch beweist man nur eins: Schludrigkeit. Und die kostet fast immer die Chance auf ein Bewerbungsgespräch. Erster Absatz: Das Anschreiben ist ein Gutachten zu Ihren Stärken – keine Absichtserklärung einer Bewerbung. Optimalerweise passt es auf eine DIN-A4-Seite und besteht aus drei Absätzen. Schon im ersten müssen Sie zeigen, dass Sie der richtige für den Job sind. Am besten also sofort zum Punkt kommen. Vermeiden Sie den ollen Klassiker „Hiermit bewerbe ich mich um eine Stelle als...“ – einfallsloser geht es nicht. Begeistern Sie den Personaler gleich zu Beginn. Etwa, indem Sie von Ihren Erfahrungen, Kenntnissen und Qualifikationen in den Bereichen X und Y berichten.
Zweiter Absatz:
„Was man kann, ist viel wichtiger als das, was einen motiviert“, sagt Bewerbungscoach Gerhard Winkler. Im zweiten Absatz skizzieren Sie Ihren bisherigen beruflichen Werdegang, am besten in umgekehrter Chronologie. Also zählen Sie das, was Sie zuletzt gemacht haben, als Erstes auf. Bedenken Sie: Im Anschreiben sollen Sie sich auf Ihre Stärken besinnen. Sie beherrschen eine bestimmte Software nicht, sind jedoch gewillt, sie zu erlernen? Fein – behalten Sie das aber bitte für sich. Dritter Absatz: Im dritten und letzten Absatz können Sie auf zusätzliche Qualifikationen eingehen. Aber Vorsicht! Nennen Sie nur solche, die für den Job auch tatsächlich relevant sind. Also beispielsweise Sprachkenntnisse oder Weiterbildungen. Außerdem müssen Sie dem Personaler erklären, warum Sie die Stelle haben wollen. Sie haben bei Ihrem derzeitigen Arbeitgeber Probleme und wollen die Stelle wechseln? Das ist Ihr gutes Recht. Nur sollten Sie das im Anschreiben auf keinen Fall erwähnen. Sonst outen Sie sich als potenzieller Störenfried – und den stellt niemand gerne ein.
Schluss:
Im Schlusssatz des Anschreibens steht am besten: „Für ein Vorstellungsgespräch stehe ich gerne zur Verfügung.“ Das ist höflich, ohne devot zu sein. Unterwürfigkeit schreckt Personaler ab, weil sie von wenig Selbstbewusstsein zeugt. Genau das Gegenteil wollen Sie signalisieren.













