Lieber Rosenheim als Rio: Studenten haben wenig Lust auf die große weite Welt

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von Lin Freitag

Studenten wollen nicht mehr unbedingt in die große weite Welt, wenn es zulasten des Privatlebens geht. Die meisten erwarten eine glänzende Zukunft – das zeigt die Continental-Studentenumfrage, die WiWo online exklusiv vorliegt.

Schöne Aussichten: Deutsche Studenten blicken ihrer beruflichen Zukunft optimistisch entgegen. Satte 72 Prozent der Studienteilnehmer schätzen ihre künftige Entwicklung als sehr gut ein. Und warum auch nicht? Die Wirtschaft boomt, die Krisenstimmung ist vorüber und vor allem: Der Fachkräftemangel ist allgegenwertig, besonders in den technischen Berufen. Die Continental-Studenten-Umfrage zeigt aber auch, dass es die meisten deutschen Studenten nicht stark ins Ausland zieht, wenn dadurch ihr Privatleben leiden würde.

Der Automobilzulieferer Continental befragte zum zehnten Mal in Deutschland, zum fünften Mal in Rumänien, zum zweiten Mal in China und zum ersten Mal in Brasilien jeweils rund 1000 Studenten nach ihren Karrierezielen, aber auch nach ihren Wünschen im Privatleben.

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Deutschland steht auch im internationalen Vergleich gut dar. Knapp 70 Prozent der angehenden Akademiker aus China blicken frohen Mutes auf ihre künftige berufliche Laufbahn, im krisengeplagten Rumänien sind es immerhin 63 Prozent. Den Spitzenplatz im Zukunftsoptimismus belegen aber die Brasilianer. 80 Prozent der Studenten versprechen sich eine erfolgreiche Karriere. Das liegt wohl vor allem an dem rasanten wirtschaftlichen Aufschwung des BRIC-Staats und der nahenden Fußballweltmeisterschaft.

Und das gilt nicht nur für die Karriere im eigenen Land – auch im Wettbewerb mit der weltweiten Konkurrenz rechnen sich die angehenden Akademiker aus Südamerika beste Chancen aus. 66 Prozent der brasilianischen Studenten schätzen ihre Wettbewerbsfähigkeit als sehr gut ein. In der Bundesrepublik sind es hingegen nur 60 Prozent, Rumäniens Wert liegt leicht darunter. Nur die chinesischen Studenten sind deutlich pessimistischer, dort denken nur 44 Prozent der angehenden Akademiker, dass sie gegen die Konkurrenz aus aller Welt bestehen können.

Mythos Chancengleichheit

Doch die Studentenumfrage beschäftigt sich nicht nur mit den Karriereaussichten, sie stellt auch die Frage nach der Chancengleichheit: Haben Frauen und Männer in allen gesellschaftlichen Bereichen die gleichen Möglichkeiten? In Deutschland stimmen dem insgesamt 28 Prozent zu. Doch diese Zahl setzt sich aus einem deutlich höherem Anteil männlicher als weiblicher Stimmen zusammen: Nur 21 Prozent der Studentinnen glauben an die Gleichberechtigung, bei den Männern sind es 36 Prozent. Knapp die Hälfte der Befragten denkt, dass es noch große Unterschiede in der Behandlung der Geschlechter gibt. Bei den angehenden Akademikern aus den anderen Ländern scheint es darum besser bestellt: In China und Brasilien glauben 51 Prozent an die Chancengleichheit zwischen Mann und Frau, in Rumänien sind es 57 Prozent.

Ein anderes Bild ergibt sich jedoch bei der expliziten Frage nach der Bevorteilung von Männern im Beruf. In Deutschland und China sehen über 65 Prozent der befragten Studenten Männer im Vorteil. In Rumänien und Brasilien sind es hingegen nur um die 30 Prozent.

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