Manager im Mittelstand: Nichts wie weg!

Manager im Mittelstand: Nichts wie weg!

Eine Manager-Karriere in mittelgroßen Unternehmen gilt als geradezu abschreckend langweilig und vorhersehbar. Aber auch hier ist kaum einer mehr gewillt, bis zur Rente dem Arbeitgeber treu zu sein: Die Mittelstands-Manager sind einer Studie zufolge sogar wechselwilliger als ihre Konzern-Kollegen.

Kleine und mittelständische Unternehmen geben sich gern als verlässliche Arbeitgeber mit geringer Personalfluktuation: Wer hier anfängt, arbeitet sich hoch und bleibt bis zur Rente.

Denkste! Längst ist die schnelllebige Welt der Headhunter auch in den Vorstandsetagen der Unternehmen mit weniger als 1000 Mitarbeitern angekommen. Mehr noch: Eine Studie legt nun nahe, dass die Mittelstands-Manager sogar besonders wechselwillig sind.

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Ein Drittel der Topmanager aus mittelgroßen Unternehmen mit 500 bis 1000 Mitarbeiter gab in einer Umfrage der Personalberatung Intersearch an, aktiv auf Jobsuche zu sein. Der Durchschnitt unter allen Managern lag bei nur 18 Prozent.

Fünf Tipps für dauerhaften Erfolg

  • Marke steuern

    Jahrhundert-Champions erweitern ihr Kerngeschäft in verwandte Bereiche. Dort trauen die Kunden ihnen weiterhin Expertise zu. Weiterer Vorteil: Das Unternehmen mindert das Risiko, falls das Stammgeschäft schwächelt.

  • Stärken nutzen

    Champions nutzen ihre Vorteile. Sie bewerben erfolgreiche Produkte oder erweitern ihr Portfolio durch Zukäufe, anstatt ständig Neues zu erfinden.

  • Lehren ziehen

    Wer Neues ausprobiert, liegt auch mal daneben. Kein Problem – solange das Unternehmen aus seinen Fehlern lernt.

  • Risiken streuen

    Mehrere Lieferanten für ein Produkt, eine diversifizierte Geldanlage sowie viele Abnehmer sichern langfristigen Erfolg.

  • Wandel gestalten

    Ein Unternehmen lässt sich nur erfolgreich umstrukturieren, wenn der Wandel schrittweise umgesetzt wird und die Mitarbeiter verstehen, warum die Veränderung nötig ist.

Zusätzlich gaben weitere 40 Prozent der Manager in mittelgroßen Unternehmen an, „offen für neue Angebote“ zu sein. Das ist nicht unbedingt ein Misstrauensvotum gegen mittelgroße Unternehmen als Arbeitgeber: Quer durch alle Unternehmensgrößen gab knapp jeder zweite Befragte an, nur zwei bis fünf Jahre bei einem Unternehmen bleiben zu wollen. Finanziell lohnt sich ein Wechsel für die befragten Manager auch meist: Gut 40 Prozent der Jobwechsler berichten von einer Gehaltserhöhung von mehr als 20 Prozent.

Droht mittelgroßen Unternehmen nun der „Brain Drain“? Mag sein, wenn die Manager ihre Ankündigungen auch wahr machen. Doch in der Vergangenheit waren sie längst nicht so wechselfreudig, wie sie sich heute geben: Mehr als die Hälfte von ihnen hat in den vergangenen zehn Jahren den Job einmal oder gar nicht gewechselt. Dabei liegt die Quote unter männlichen Jung-Managern bis 35 Jahren allerdings deutlich höher. Ein Viertel von ihnen hat in ihrer kurzen Karriere bereits den vierten Arbeitgeber. Wer selbst solch sprunghafte Angestellte länger halten will, hat laut der Studie vor allem drei Dinge zu tun.

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Am wichtigsten sei es, den Führungskräften regelmäßig neue Aufgaben anzuvertrauen. Für 95 Prozent der Befragten ist dies ein Grund, sich nach einem neuen Job umzusehen. Fast ebenso verlockend scheint den Managern die Chance auf einen Karrieresprung (92 Prozent) oder eine Gehaltserhöhung (92 Prozent) bei einem anderen Unternehmen. Die Work-Life-Balance folgt mit 87 Prozent auf Platz vier.

Wer es andererseits selbst geschafft hat, einen neuen Top-Manager anzuwerben, sollte sich vor allem viel Zeit für den persönlichen Kontakt nehmen: Das „Kennenlernen von Vorgesetzten, Kollegen und der Unternehmenswerte“ ist der Umfrage zufolge für Manager der wichtigste Schritt nach dem Jobwechsel.

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