Mangel in den Regionen: Ortswechsel für den Ausbildungsplatz

Mangel in den Regionen: Ortswechsel für den Ausbildungsplatz

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Früher Überschuss, bald Mangelware: In einigen Regionen Deutschlands fehlt es an Auszubildenden - vor allem im Umland von großen Städten, stehen Unternehmen dem Azubimangel schon gegenüber.

Quelle:dpa

Immer mehr deutsche Firmen suchen händeringend nach Auszubildenden. Die suchen sich ihre Stelle oft genau aus, und ziehen dafür auch um - vor allem in die Städte.

Früher wurden viele Firmen fast schon bekniet, Ausbildungsplätze anzubieten. Die Lage hat sich gewandelt: In manchen Regionen klagen Betriebe schon über Lehrlingsmangel. Magnetwirkung haben dagegen Städte wie Hamburg oder Berlin - die Azubis werden immer mobiler.

Für ihre Ausbildung ziehen Jugendliche immer häufiger von Zuhause weg - so manche Firma findet deshalb keine Lehrlinge mehr. „Gab es vor Jahren einen Überhang an Jugendlichen, so ist es in einigen Regionen inzwischen umgekehrt: Dort werden die jungen Menschen zum knappen Gut“, teilte die Bundesagentur für Arbeit (BA) mit.

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Viele Schulabgänger suchten inzwischen überregional nach einer Stelle; bereits jeder Dritte absolviert laut BA seine Ausbildung nicht in seinem Heimatkreis. Städte wie Hamburg, Bremen oder Berlin wirkten regelrecht als Magnete.

„Andere Regionen dagegen haben große Schwierigkeiten, Ausbildungsbewerber in ihrer Region zu halten.“ Nach Angaben einer BA-Sprecherin macht sich das Problem vor allem im Umkreis großer Städte bemerkbar.

Abwanderung von Ost nach West geringer

Doch generell gelte: „Das ist in den alten Bundesländern seltener als in den neuen Bundesländern. Wobei die große Abwanderungswelle, die wir nach der Wende noch bis 2004, 2005 hinein gesehen haben, sich deutlich minimiert hat.“
Im Osten sei der Nachwuchs heute vor allem rund um Stendal, Uckermark und Bauzen knapp. Im Westen sei das Phänomen vor allem in der Region Landau (Rheinland-Pfalz) sowie nördlich von Passau auffällig.

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„Die Herausforderung der nächsten Jahre wird sein, dass Jugendliche und Arbeitgeber noch besser zueinander finden“, sagte BA-Vorstandsmitglied Raimund Becker. Um für junge Menschen attraktiver zu werden, rät Becker den Unternehmen, sich in sozialen Netzwerken zu präsentieren, sich in Ausbildungsverbünden zusammenzuschließen oder Schülerpraktika anzubieten.

„Es lohnt sich für Arbeitgeber, zusätzlich ihre Ansprüche an die Bewerber zu überdenken“, ergänzte Becker. „Viele Schüler, die auf den ersten Blick nicht wie Olympioniken wirken, haben das Zeug zu einer erfolgreichen Ausbildung.“

Quelle:  dpa
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