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Mobiles Recruiting: Bewerbung per Handy nur für wenige Firmen ein Thema

von Kristin Schmidt

Smartphone-Nutzer wollen sich von unterwegs über Stellenangebote informieren und Bewerbungen versenden, besagt eine aktuelle Studie. Wie dieser Wunsch Bewerbungsverfahren verändert und welche Unternehmen beim mobilen Recruiting eine führende Rolle spielen.

Platz 30 - SAP

Punktzahl: 233

Platzierung im Vorjahr: Neu

Bild: REUTERS

 

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Unterwegs mit dem Smartphone ein Taxi bestellen, den nächsten Urlaub buchen oder schnell die ausstehende Rechnung begleichen. Alles kein Problem – doch übers Handy eine Bewerbung an einen potentiellen Arbeitgeber schicken? Muss das sein?

Ja, es muss. Das sagen zumindest  47 Prozent der knapp 27.000 vom Marktforschungsinstitut Potentialpark befragten Studenten und Absolventen aus aller Welt. Sie können sich vorstellen, eine Bewerbung von unterwegs zu schicken.  Und auch Stephan Böhm, Professor für Telekommunikation an der Hochschule RheinMain in Wiesbaden hält den Trend für mehr als eine aktionistische Modeerscheinung.

Bewerbungsstrategien für den Traumjob

  • Angebotsstrategie

    Analysieren Sie, was Ihrem Traumarbeitgeber fehlt. „Das kann alles Mögliche sein vom Youtube-Werbevideo über neue Vertriebsmethoden bis hinzu Beziehungen in einen interessanten Auslandsmarkt“, sagt Autorin Hofert. Die Kunst ist, das Defizit vor dem Arbeitgeber zu erkennen und ihn davon zu überzeugen, dass er es mit Ihrer Hilfe beheben kann.

  • Die Kettenbrief-Strategie

    Schlagen Sie Ihr Adressbuch auf und suchen Sie zehn Kontakte heraus, die Ihnen bei der Suche nach Ihrem neuen Job behilflich sein könnten. Wichtig sind nicht nur Menschen, die direkt einen Arbeitsplatz für Sie haben könnten, sondern auch Personen, die viele interessante Kontakte haben. Schreiben Sie ein prägnantes Kurzprofil, schicken Sie es an Ihre Kontakte mit der Bitte es wiederum an zehn Kontakte weiterzuleiten.

  • Die Terminstrategie

    Persönlich miteinander in Kontakt kommen, das ist die Idee hinter dieser Strategie. Suchen Sie sich Ihren Wunscharbeitgeber und überlegen Sie, wer vor Ort der beste Ansprechpartner sein könnte. Rufen Sie einfach an, erklären Sie Ihr großes Interesse an dem Unternehmen und bitten Sie um einen kurzen Termin zum Kaffeetrinken. So ist der erste Kontakt hergestellt.

  • Die Anti-Aging-Strategie

    Suchen Sie sich eine Aufgabe, die Ihrem Alter entspricht. Das hört sich erstmal hart an, ist aber ganz plausibel. Bewerben Sie sich nicht auf Inserate, die mindestens zwei bis drei Jahre Berufserfahrung voraussetzen, denn hier liegen nicht Ihre Stärken. Für viele ältere Führungskräfte, die es am Ende der beruflichen Laufbahn nochmal wissen wollen, ist die Position des Interimsmanager eine geeignete Aufgabe. Die Arbeitsagentur oder private Vermittler helfen gerne weiter.  

  • Die Projektstrategie

    Oftmals ist Projektarbeit der Einstieg in die Festanstellung. Deshalb überlegen Sie sich genau, erstens welches Projekt Sie realisieren könnten und zweitens für welche Institutionen oder Firmen es interessant sein könnte. Treten Sie an die potentiellen Interessenten heran und überzeugen Sie sie von Ihrer Idee. Die Bereitschaft in ein Projekt einzuwilligen ist höher, als eine neue Stelle zu schaffen. So können beide Seiten herausfinden, ob es passt.

  • Die Baumeister-Strategie

    Schaffen Sie sich Ihren Traumjob einfach selbst. Entdecken Sie den Bedarf an einer bestimmten Dienstleistung oder einem Produkt und schlagen Sie einem Träger vor, sich darum zu kümmern. Das funktioniert besonders gut im öffentlichen Bereich. Sind Sie von der Idee restlos überzeugt, können Sie es sogar wagen, einen eigenen Verein oder eine Stiftung zu gründen.

  • Die Power-Mail-Strategie

    Schreiben Sie eine E-Mail, die der Leser nicht ignorieren kann. Finden Sie heraus, an welchen Stellen Ihr Lieblingsunternehmen Nachholbedarf hat und präsentieren Sie sich als Lösung. Das funktioniert natürlich nur, wenn Sie in der Branche schon Erfahrungen und Kontakte haben. Für diese Variante muss „Ihr Können und Ihr Hintergrund“ sehr interessant sein.

  • Die Expertenstrategie

    Sie kennen sich mit einer speziellen Aufgabe oder einem Themengebiet gut aus und haben mindestens fünf Jahre Berufserfahrung in diesem Bereich, dann könnte die Expertenstrategie die richtige sein. Wichtig ist, ihr Spezialgebiet  so umfassend zu definieren, dass sie auf viele Angebote passen, aber gleichzeitig so viel Expertise zu besitzen, dass nicht viele mit Ihnen konkurrieren können. Die Autorin nennt sich zum Beispiel Expertin für neue Karrieren und nicht Spezialistin für MBA-Programme.

„Das ist die gleiche Diskussion wie Mitte der Neunziger, als plötzlich darüber diskutiert wurde, ob man Stellenbörsen und Karrierewebseiten im Internet braucht. Heute sind sie kaum wegzudenken.“

Bis dahin ist es aber noch ein weiter Weg. Denn die Unternehmen hinken den Bedürfnissen der Bewerber hinterher. Laut der aktuellen Studie von Potentialpark haben gerade mal 14 Prozent der 473 untersuchten Konzerne eine mobile Karrierewebseite. Nur bei vieren kann man direkt eine vollständige Bewerbung einsenden. Im Gegensatz dazu kann sich mittlerweile über die Hälfte der Befragten vorstellen eine Karriere-App zu nutzen. Immerhin 26 Prozent haben schon mal ihr berufliches Fortkommen via Smartphone vorangetrieben.

Bewerbung Die Stellensuche wird mobil

Smartphones prägen das Suchverhalten von Stellenbewerbern immer stärker - und verändern die Anforderungen an Arbeitgeber.

Bewerbung: Die Stellensuche wird mobil

Den jungen Bewerbern ist es vor allem wichtig, Stellenanzeigen übers Handy abzurufen und den Status ihrer bereits abgeschickten Bewerbung jederzeit abrufen zu können. Das geht unter anderem bei Credit Suisse. Die Schweizer Bank schneidet auch insgesamt beim Ranking der besten mobilen Kommunikation sehr gut ab und landet hinter dem Telekommunikationsriesen Orange und dem amerikanischen Lebensmittelkonzern Pepsico auf Platz drei der globalen Rangliste.

Die besten deutschsprachigen Recruiting-Angebote fürs Handy kommen von Accenture Deutschland, Daimler und Fresenius. Die Deutsche Telekom hat die beste Karriere-App programmiert. Besonderes Merkmal: Beim Kommunikationskonzern kann der Bewerber einfach sein Xing- oder LinkedIn-Profil hochladen und sich so bewerben.

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