Möglichkeiten von Online-Netzwerken: Bewerbung auf Knopfdruck

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Möglichkeiten von Online-Netzwerken: Bewerbung auf Knopfdruck

Wer Mitglied des Online-Berufsnetzwerk LinkedIn ist, kann sich in Zukunft die lästigen Papierbewerbungen sparen und sich direkt mit dem Smartphone auf die Wunsch-Arbeitsstelle bewerben.

Anfang dieser Woche hat LinkedIn ein Update für Android und iOs veröffentlicht, das es ermöglicht sich direkt auf offene Stellen zu bewerben - mit dem Smartphone. Das gilt für englisch-sprachige Mitglieder des Netzwerkes. Wer diese Möglichkeit ausschöpfen möchte, bekommt in einem kurzen Rückblick seine Profil-Informationen nochmals zu überprüfen und unter Umständen auch zu aktualisieren. LinkedIn wird diese "Pseudo"-Bewerbung dann direkt an den Arbeitgeber weitergeben.

Der Vorteil: Ein Profil ist schnell hochgeladen - beide Seiten investieren nicht so viel Zeit beim Schreiben oder Lesen der Bewerbung. Ein Lebenskauf muss nicht immer wieder neu geschrieben werden, das Motivationsschreiben entfällt - vorerst. Sollte danach noch immer Interesse bestehen, können Zeugnisse und Zertifikate immer noch nachgereicht werden, inklusive eines ausführlichen Motivationsschreibens.

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Bislang nutzen nur wenige Unternehmen, die Möglichkeit der mobilen Bewerbung: Nur 14 Prozent der 473 der vom Marktforschungsinstitut "Potentialpark" untersuchten Konzerne verfügen über eine mobile Karrierewebseite. Nur bei vieren kann man direkt eine vollständige Bewerbung einsenden. Und auch 47 Prozent der knapp 27.000 der befragten Studenten und Absolventen aus aller Welt können sich vorstellen, eine Bewerbung von unterwegs zu schicken. Die besten deutschsprachigen Recruiting-Angebote fürs Handy kommen von Accenture Deutschland, Daimler und Fresenius. Die Deutsche Telekom hat die beste Karriere-App programmiert. Dort kann der Bewerber einfach sein Xing- oder LinkedIn-Profil hochladen und sich so bewerben. Unternehmen wie Siemens, die Hypovereinsbank und die Deutsche Bahn geben an, dass sie mobile Bewerbungen genauso annehmen, wie elektronische oder solche auf Papier.

Die mobile Bewerbung wird allerdings ein Trend sein, der sich 2013 noch verstärken dürfte. Laut einer Studie der Universitäten Bamberg und Frankfurt findet es mehr als die Hälfte der Befragten gut, wenn Internet-Stellenbörsen und Online-Karriereportale Apps anbieten, über die nach offenen Stellen gesucht werden kann. 58 Prozent haben bereits mindestens einmal Stellenanzeigen oder Arbeitgeberinformationen per Smartphone oder Tablet aufgerufen. 46,5 Prozent begrüßen zudem ein entsprechendes Angebot von Unternehmen. "Die private Verbreitung von Smartphones ändert auch das Suchverhalten von Bewerbern", sagt Tim Weitzel, Autor der Studie.

Die Marketing und Software-Entwickler von Milch & Zucker aus dem hessischen Bad Nauheim haben allerdings festgestellt, dass sich bisher nur sieben Prozent der Jobsuchenden über ein mobiles Endgerät beworben haben. Nach oben ist also noch Luft für diese neue Bewerbungsform.

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