Neuer Arbeitsplatz: Deutsche vergleichen im Netz lieber Reisen statt Jobs

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Neuer Arbeitsplatz: Deutsche vergleichen im Netz lieber Reisen statt Jobs

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Die Deutschen nutzen das Netz relativ wenig zum Job-Vergleich.

Stundenlang vergleichen die Deutschen im Netz irgendwelche Konsumgüter. Doch Stellenangebote haben für viele Nutzer nur geringe Priorität. 

Die Deutschen nutzen das Internet nicht zuletzt als Forum zum Vergleich von Kaufangeboten. Durchschnittlich 6,7 Stunden im Monat verbringen deutsche Nutzer damit, in zahlreichen Portalen das beste Preis-Leistungs-Verhältnis zu finden. Spitzenreiter in der Gunst der Vergleicher sind elektronische Geräte (72 Prozent), Autos (64 Prozent), Reisen (63 Prozent) und Kredite (57 Prozent) und Hotels sowie Versicherungen. Aber erst auf einem der hinteren Plätze landet der Job-Vergleich, wie eine aktuelle Befragung zeigt.

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Gehaltsvergleich am beliebtesten

In einer repräsentativen Umfrage unter 1.097 deutschen Bundesbürgern stellt das Karriereportal Monster fest, dass der Vergleich von Stellenangeboten nur bei 39 Prozent der Befragten Normalität ist. Deutlich mehr Deutsche nutzen das Internet, um elektronische Geräte (74 Prozent), Reisen (61 Prozent) oder Versicherungen (53 Prozent) zu vergleichen.

Bewerbungsstrategien für den Traumjob

  • Angebotsstrategie

    Analysieren Sie, was Ihrem Traumarbeitgeber fehlt. „Das kann alles Mögliche sein, vom Youtube-Werbevideo über neue Vertriebsmethoden bis hinzu Beziehungen in einen interessanten Auslandsmarkt“, schreibt Karriereexpertin Svenja Hofert in Ihrem Buch „Die Guerilla Bewerbung“, das im Campus Verlag erschienen ist. Die Kunst ist, das Defizit vor dem Arbeitgeber zu erkennen und ihn davon zu überzeugen, dass er es mit Ihrer Hilfe beheben kann.

  • Die Kettenbrief-Strategie

    Schlagen Sie Ihr Adressbuch auf und suchen Sie zehn Kontakte heraus, die Ihnen bei der Suche nach Ihrem neuen Job behilflich sein könnten. Wichtig sind nicht nur Menschen, die direkt einen Arbeitsplatz für Sie haben könnten, sondern auch Personen, die viele interessante Kontakte haben. Schreiben Sie ein prägnantes Kurzprofil, schicken Sie es an Ihre Kontakte mit der Bitte es wiederum an zehn Kontakte weiterzuleiten.

  • Die Terminstrategie

    Persönlich miteinander in Kontakt kommen, das ist die Idee hinter dieser Strategie. Suchen Sie sich Ihren Wunscharbeitgeber und überlegen Sie, wer vor Ort der beste Ansprechpartner sein könnte. Rufen Sie einfach an, erklären Sie Ihr großes Interesse an dem Unternehmen und bitten Sie um einen kurzen Termin zum Kaffeetrinken. So ist der erste Kontakt hergestellt.

  • Die Anti-Aging-Strategie

    Suchen Sie sich eine Aufgabe, die Ihrem Alter entspricht. Das hört sich erstmal hart an, ist aber ganz plausibel. Bewerben Sie sich nicht auf Inserate, die mindestens zwei bis drei Jahre Berufserfahrung voraussetzen, denn hier liegen nicht Ihre Stärken. Für viele ältere Führungskräfte, die es am Ende der beruflichen Laufbahn nochmal wissen wollen, ist die Position des Interimsmanager eine geeignete Aufgabe. Die Arbeitsagentur oder private Vermittler helfen gerne weiter.  

  • Die Projektstrategie

    Oftmals ist Projektarbeit der Einstieg in die Festanstellung. Deshalb überlegen Sie sich genau, erstens welches Projekt Sie realisieren könnten und zweitens für welche Institutionen oder Firmen es interessant sein könnte. Treten Sie an die potentiellen Interessenten heran und überzeugen Sie sie von Ihrer Idee. Die Bereitschaft in ein Projekt einzuwilligen ist höher, als eine neue Stelle zu schaffen. So können beide Seiten herausfinden, ob es passt.

  • Die Baumeister-Strategie

    Schaffen Sie sich Ihren Traumjob einfach selbst. Entdecken Sie den Bedarf an einer bestimmten Dienstleistung oder einem Produkt und schlagen Sie einem Träger vor, sich darum zu kümmern. Das funktioniert besonders gut im öffentlichen Bereich. Sind Sie von der Idee restlos überzeugt, können Sie es sogar wagen, einen eigenen Verein oder eine Stiftung zu gründen.

  • Die Power-Mail-Strategie

    Schreiben Sie eine E-Mail, die der Leser nicht ignorieren kann. Finden Sie heraus, an welchen Stellen Ihr Lieblingsunternehmen Nachholbedarf hat und präsentieren Sie sich als Lösung. Das funktioniert natürlich nur, wenn Sie in der Branche schon Erfahrungen und Kontakte haben. Für diese Variante muss „Ihr Können und Ihr Hintergrund“ sehr interessant sein.

  • Die Expertenstrategie

    Sie kennen sich mit einer speziellen Aufgabe oder einem Themengebiet gut aus und haben mindestens fünf Jahre Berufserfahrung in diesem Bereich? Dann könnte die Expertenstrategie die richtige sein. Wichtig ist, ihr Spezialgebiet so umfassend zu definieren, dass sie auf viele Angebote passen, aber gleichzeitig so viel Expertise zu besitzen, dass nicht viele mit Ihnen konkurrieren können. Die Autorin nennt sich zum Beispiel Expertin für neue Karrieren und nicht Spezialistin für MBA-Programme.

Unter denen, die Jobangebote vergleichen sind das Gehalt mit 69 Prozent und die Entfernung zum Wohnort mit 62 Prozent die eindeutig beliebtesten Kriterien der Teilnehmer. Außerdem interessiert die Befragten, ob es Arbeitsplätze mit günstigeren Arbeitszeiten (56 Prozent) oder versierteren Kollegen und Vorgesetzten gibt (46 Prozent). Eher weniger Bedeutung haben die Branche (35 Prozent), die Aufstiegschancen (30 Prozent) oder die Größe des Arbeitgebers (17 Prozent).

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Frauen und Männer vergleichen anders

Männer und Frauen haben offenbar unterschiedliche Prioritäten bei der Stellensuche. Während Frauen mehr Wert auf Arbeitszeiten (59 Prozent gegen 51) und Entfernung zum Wohnort (64 Prozent gegen 61) legen, sind für Männer Branche (38 Prozent gegen 33) und Aufstiegschancen (33 Prozent gegen 27) wichtigere Kriterien.

Die Annahme, dass Menschen nur aus Unzufriedenheit einen Jobwechsel erwägen, wird durch die Befragten widerlegt. 56 Prozent der Teilnehmer zeigen sich "sehr zufrieden" (20 Prozent) sowie "eher zufrieden" (36 Prozent) in ihrer aktuellen Position. Völlige Unzufriedenheit empfindet insgesamt nur ein Bruchteil von vier Prozent. Doch auch Zufriedenheit hält Arbeitnehmer offenbar nicht davon ab, sich auf dem Markt umzusehen.

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