
Es gibt aber auch Verlierer. Überraschend viele kommen in diesem Jahr aus der Computer- und Softwarebranche – von der man annehmen sollte, dass sie bei den Berufseinsteigern und jüngeren Arbeitnehmern tendenziell beliebter sind als alte Dax-Schwergewichte.
Von wegen.
SAP rutscht bei Wirtschaftswissenschaftlern vom 8. auf den 20. Platz, Microsoft stürzt vom 13. auf den 35. Rang. Und auch Konkurrent IBM kann nicht zufrieden sein: Bei Ingenieuren sinkt der Konzern von Position 20 auf 44 , bei Naturwissenschaftlern sogar von 17 auf 43.
Und längst nicht jeder deutsche Autokonzern hat Grund zum Feiern. Opel etwa schafft es in keinem Fachbereich unter die besten 50.
Branchenprimus Daimler stürzt ab
Überraschender aber: Den einstigen Branchenprimus Daimler sucht man auf den Spitzenrängen vergeblich. In keiner Kategorie landet der Konzern unter den besten fünf. Tendenz: sinkend.
Bei Wirtschaftswissenschaftlern rutschte der Konzern im Jahresvergleich vom fünften auf den zehnten Platz, bei Naturwissenschaftlern sogar von Rang 17 auf 38. Besonders bitter: Selbst Ingenieure, die von einer Karriere im Premiumsegment träumen, gehen lieber zu bodenständigen Unternehmen wie Siemens oder Robert Bosch.
Dass Daimler vor Kurzem in die Schlagzeilen geriet, weil von Bewerbern Bluttests verlangt wurden, wird da kaum nützen. Auch der Werbespruch, mit dem Daimler im Internet Absolventen locken will, hat noch Potenzial: "Neue Wege zur nachhaltigen Mobilität" – das klingt weder attraktiv noch innovativ.
Ebenfalls wenig geholfen hat bisher, dass die Personalabteilung seit einigen Monaten den Kurznachrichtendienst Twitter nutzt. Unter der Überschrift „Denkpause“ gibt Daimler-Recruiter Daniel Loewa dort gelegentlich weise Sprüche von sich. Auszug: „Wenn man in die falsche Richtung läuft, hat es keinen Zweck, das Tempo zu erhöhen.“
Wie wahr.













