Rekrutierung: Wenn Unternehmen sich bei Talenten bewerben

ThemaJobsuche

Rekrutierung: Wenn Unternehmen sich bei Talenten bewerben

Fotos machen, Bewerbungen schreiben, auf ein Gespräch warten - viele Deutsche können sich diesen Teil der Jobsuche offenbar sparen. Laut einer Studie bekamen 42 Prozent schon einmal Post vom Headhunter.

Verkehrte Arbeitswelt - die Unternehmen in Deutschland warten nicht mehr darauf, dass Bewerber ihre Stellenanzeige finden, sie sprechen potenzielle Kandidaten einfach direkt an. Schon vier von zehn Bundesbürgern haben unaufgefordert Job-Angebote erhalten. "Unsere Umfrage bestätigt, dass der durch den demografischen Wandel ausgelöste Fachkräftemangel längst keine theoretische Diskussion mehr ist, sondern bereits sehr breit in der Bevölkerung wahrgenommen wird", sagt Oliver Back, Geschäftsführer vom Consultinghaus ROC Deutschland. "Erfreulich ist dabei aus Sicht der Unternehmen, dass drei Viertel der Deutschen auch gar nichts dagegen einzuwenden haben, unaufgefordert einen möglichen neuen Job vorgestellt zu bekommen."

Hauptsächlich nutzen die Unternehmen E-Mails, um mit ihren Wunschkandidaten in Kontakt zu treten. Jeder vierte Deutsche hatte schon einmal ein derartiges Schreiben in seinem privaten oder beruflichen Mail-Postfach.

Anzeige

Das entspricht auch dem Wünschen der Angestellten. Die Umfrage zeigt, dass 40 Prozent der Befragten von Headhuntern oder Unternehmen am liebsten per E-Mail kontaktiert werden. Jeder dritte möchte dagegen in einem persönlichen Gespräch abgeworben werden, beispielsweise im Rahmen einer Messe. "Die eigene Belegschaft ist also einer der wichtigsten Kanäle im Kampf gegen den Fachkräftemangel", resümiert Back. Allerdings seien die wenigsten Unternehmen darauf vorbereitet, potenzielle Kandidaten spontan von sich zu überzeugen. Back empfiehlt beispielsweise, die eigenen Mitarbeiter beispielsweise mit einer Smartphone-App auszustatten, so dass sie ihren Gesprächspartnern sofort alle aktuell freien Stellen präsentieren können.

Weitere Artikel

Den Umworbenen kommt es nämlich sehr darauf an, schon beim ersten Kontakt möglichst viel über die zu besetzende Stelle zu erfahren. Hinter dem Filterkriterium Teilzeit- oder Vollzeitstelle sind dabei Angaben über das Jobprofil, den Einsatzort sowie die Entlohnung am wichtigsten, um die Neugier zu wecken. Deutlich weniger wichtig ist den Deutschen der eigentliche Firmenname. Er rangiert in der Studie sogar hinter den Informationen zu den Sozialleistungen. Hauptsache Jobprofil, Einsatzort und Gehalt stimmen.

"Dieses Ergebnis liefert gleich zwei Erkenntnisse", so Personalexperte Back. Erstens sei nicht nur der Fachkräftemangel tägliche Realität. "Es ist für Unternehmen schlichtweg gefährlich, bei der Mitarbeitersuche nur auf den guten Namen zu setzen, statt dieses Thema genauso strategisch und systematisch anzugehen wie das operative Geschäft."


Anzeige
Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%