Stellenanzeigen: Hier geht's zum perfekten Job

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Stellenanzeigen: Hier geht's zum perfekten Job

Das Internet ist voller Stellenanzeigen. Doch nicht immer ist für Bewerber ersichtlich, welche Position tatsächlich noch frei ist und bei welcher Anzeige es sich um eine Karteileiche handelt.

Die Stellenanzeigen in der überregionalen Tageszeitung oder dem Wochenblättchen gibt es noch. Doch die Mehrheit der Jobangebote steht im Netz. Geschätzt gibt es mehr als 1600 verschiedene Jobbörsen im Netz. Entsprechend groß und mitunter unübersichtlich ist das Angebot. Viele Anzeigen geistern seit Wochen und Monaten durch das Netz, werden von Metasuchmaschinen und sogenannten Spidern aufgespürt und angepriesen, obwohl die angebotene Position oftmals schon vergeben ist.

Denn auch wenn die Anzeige ein aktuelles Datum hat, ist dies oft nur das Datum des Tages, an dem die Ausschreibung vom Suchprogramm entdeckt wurde. Und auch viele Anzeigen auf firmeneigenen Karriereseiten haben kein Einstellungsdatum.

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Trotzdem ist das Internet der beste Weg, an passende Stellenanzeigen zu kommen. 62 Prozent der Bewerber suchen in Online-Stellenbörsen, 60 Prozent in Business-Netzwerken und 52 Prozent auf Unternehmenswebseiten. Weit abgeschlagen folgen Printpublikationen (26 Prozent) und Fachmagazine (15 Prozent). Entsprechend groß ist die Zahl der online eingestellten Jobs.

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Diese Jobs suchen die Wiwo-Leser:
1. Ingenieur   6. Bauingenieur
2. Geschäftsführer   7. Marketing
3. Financial Analyst   8. Jurist
4. Controller   9. Volkswirt
5. Steuerberater   10. Designer

Und wer genau weiß, was er will, kann mit wenigen Klicks die für ihn relevanten Stellen ausfindig machen. Dafür braucht es aber ein konkretes Jobprofil, statt des Wunschs "irgendwas mit Medien" zu machen. Denn für nahezu jeden Beruf und jede Branche gibt es spezialisierte Portale - von der Ingenieurkarriere über Jobs für Mediziner bis zur Handwerker-Jobbörse.

Genauso bieten sich regionale Jobportale an, wenn der Bewerber auf eine Region oder sogar auf eine bestimmte Stadt besteht. Die Industrie- und Handelskammern wie auch die Bundesagentur für Arbeit (BA) haben ebenfalls umfangreiche Jobbörsen. Allerdings teilt nicht jedes Unternehmen seine freien Stellen auch der BA mit. Von den Dax-Konzernen sind es gerade einmal 27 Prozent.

Portale für regionale Angebote

Wer also ganz genau weiß, dass er in Hamburg eine Lehre zum Mechatroniker machen möchte, wird bei der Lehrstellenbörse der IHK Hamburg vermutlich schneller fündig als bei einer allgemeinen Metasuchmaschine. "Ich empfehle Portale wie meinestadt.de oder die Jobbörsen der Arbeitsagentur, weil es dort regionale Angebote gibt", sagt auch Maja Skubella, Personalberaterin bei der Hamburger Karriereberatung "karriere & entwicklung". Außerdem könne man bei der Arbeitsagentur ein Profil anlegen, sodass man nicht nur suchen, sondern auch gefunden werden könne.

Bewerbungsstrategien für den Traumjob

  • Angebotsstrategie

    Analysieren Sie, was Ihrem Traumarbeitgeber fehlt. „Das kann alles Mögliche sein, vom Youtube-Werbevideo über neue Vertriebsmethoden bis hinzu Beziehungen in einen interessanten Auslandsmarkt“, schreibt Karriereexpertin Svenja Hofert in Ihrem Buch „Die Guerilla Bewerbung“, das im Campus Verlag erschienen ist. Die Kunst ist, das Defizit vor dem Arbeitgeber zu erkennen und ihn davon zu überzeugen, dass er es mit Ihrer Hilfe beheben kann.

  • Die Kettenbrief-Strategie

    Schlagen Sie Ihr Adressbuch auf und suchen Sie zehn Kontakte heraus, die Ihnen bei der Suche nach Ihrem neuen Job behilflich sein könnten. Wichtig sind nicht nur Menschen, die direkt einen Arbeitsplatz für Sie haben könnten, sondern auch Personen, die viele interessante Kontakte haben. Schreiben Sie ein prägnantes Kurzprofil, schicken Sie es an Ihre Kontakte mit der Bitte es wiederum an zehn Kontakte weiterzuleiten.

  • Die Terminstrategie

    Persönlich miteinander in Kontakt kommen, das ist die Idee hinter dieser Strategie. Suchen Sie sich Ihren Wunscharbeitgeber und überlegen Sie, wer vor Ort der beste Ansprechpartner sein könnte. Rufen Sie einfach an, erklären Sie Ihr großes Interesse an dem Unternehmen und bitten Sie um einen kurzen Termin zum Kaffeetrinken. So ist der erste Kontakt hergestellt.

  • Die Anti-Aging-Strategie

    Suchen Sie sich eine Aufgabe, die Ihrem Alter entspricht. Das hört sich erstmal hart an, ist aber ganz plausibel. Bewerben Sie sich nicht auf Inserate, die mindestens zwei bis drei Jahre Berufserfahrung voraussetzen, denn hier liegen nicht Ihre Stärken. Für viele ältere Führungskräfte, die es am Ende der beruflichen Laufbahn nochmal wissen wollen, ist die Position des Interimsmanager eine geeignete Aufgabe. Die Arbeitsagentur oder private Vermittler helfen gerne weiter.  

  • Die Projektstrategie

    Oftmals ist Projektarbeit der Einstieg in die Festanstellung. Deshalb überlegen Sie sich genau, erstens welches Projekt Sie realisieren könnten und zweitens für welche Institutionen oder Firmen es interessant sein könnte. Treten Sie an die potentiellen Interessenten heran und überzeugen Sie sie von Ihrer Idee. Die Bereitschaft in ein Projekt einzuwilligen ist höher, als eine neue Stelle zu schaffen. So können beide Seiten herausfinden, ob es passt.

  • Die Baumeister-Strategie

    Schaffen Sie sich Ihren Traumjob einfach selbst. Entdecken Sie den Bedarf an einer bestimmten Dienstleistung oder einem Produkt und schlagen Sie einem Träger vor, sich darum zu kümmern. Das funktioniert besonders gut im öffentlichen Bereich. Sind Sie von der Idee restlos überzeugt, können Sie es sogar wagen, einen eigenen Verein oder eine Stiftung zu gründen.

  • Die Power-Mail-Strategie

    Schreiben Sie eine E-Mail, die der Leser nicht ignorieren kann. Finden Sie heraus, an welchen Stellen Ihr Lieblingsunternehmen Nachholbedarf hat und präsentieren Sie sich als Lösung. Das funktioniert natürlich nur, wenn Sie in der Branche schon Erfahrungen und Kontakte haben. Für diese Variante muss „Ihr Können und Ihr Hintergrund“ sehr interessant sein.

  • Die Expertenstrategie

    Sie kennen sich mit einer speziellen Aufgabe oder einem Themengebiet gut aus und haben mindestens fünf Jahre Berufserfahrung in diesem Bereich? Dann könnte die Expertenstrategie die richtige sein. Wichtig ist, ihr Spezialgebiet so umfassend zu definieren, dass sie auf viele Angebote passen, aber gleichzeitig so viel Expertise zu besitzen, dass nicht viele mit Ihnen konkurrieren können. Die Autorin nennt sich zum Beispiel Expertin für neue Karrieren und nicht Spezialistin für MBA-Programme.

Hinzu kommen natürlich noch die großen und kleinen branchenübergreifenden Job- und Karriereportale wie Xing, LinkedIn oder Monster, bei denen sich gezielt nach Parametern suchen lässt: Gehalt, Region, Profil. "Generalistische Stellen sind im Internet gut zu finden. Spezialisten sollten auch einmal in den Stellenanzeigen der Tageszeitungen nachsehen. Da stehen manchmal sehr interessante Angebote drin, die man im Netz gar nicht findet", rät Skubella.

Außerdem empfiehlt sie, einen Blick in branchenspezifische Magazine zu werfen: "Wer Ingenieur ist, sollte die VDI Nachrichten verfolgen, wer in der Lebensmittelbranche arbeitet, die entsprechenden Lebensmittelzeitungen lesen."

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Wer ganz sicher ist, dass er bei Siemens oder BMW arbeiten will, kann es auch gleich auf den dortigen Karriereseiten versuchen, denn 90 Prozent aller zu besetzenden Stellen werden von den Unternehmen auf der eigenen Webseite veröffentlicht. Allerdings lässt sich nicht jeder Ausschreibung entnehmen, wann sie veröffentlicht wurde. Je nach dem, wie aktuell das Unternehmen seinen Karrierebereich hält, laufen Bewerber Gefahr, auf eine Karteileiche hereinzufallen. Wer dem vorbeugen möchte, sollte bei der angegebenen Kontaktperson anrufen und nachfragen, ob die Stelle noch vakant ist.

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"Manchmal empfehle ich auch, bei einem kleineren bis Mittelständischen Familienunternehmen persönlich vorbei zu gehen oder sich per Post zu bewerben, um aus der Masse hervor zu stechen", sagt Skubella. Genauso empfehlenswert seien Initiativ-Bewerbungen. Denn die Mehrheit der Jobs werden gar nicht erst öffentlich ausgeschrieben.

Der Großteil spielt sich auf dem sogenannten verdeckten Stellenmarkt ab: Die Positionen werden also intern vergeben oder es werden gezielt Kandidaten abgeworben. Statt auf eine Ausschreibung zu warten, die vielleicht niemals veröffentlicht wird, könne es also hilfreich sein, hinzugehen, anzurufen oder gut auf das Unternehmen und die anvisierte Position zugeschnittene Unterlagen zu versenden und so das Unternehmen von sich zu überzeugen, rät die Karriere-Expertin.

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