Umfrage: Was Jobsuchende bei Bewerbungen fühlen

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Umfrage: Was Jobsuchende bei Bewerbungen fühlen

von Jakob Blume

Für Unternehmen sind es Massenveranstaltungen, für Jobsuchende ein einschneidendes Erlebnis: Bei Bewerbungen sind Emotionen im Spiel. Eine Umfrage zeigt, was Bewerber wirklich fühlen.

Wie eine Mathe-Prüfung, ein erstes Date oder ein Zahnarzt-Besuch: Bewerber finden viele Umschreibungen für das, was sie bei einem Vorstellungsgespräch durchmachen. Die Beispiele haben eines gemeinsam: Sie beschreiben eine emotionale Drucksituation – das ist eine Bewerbung auch.

Bei einer aktuellen Umfrage von Softgarden, einem Anbieter für E-Recruitinglösungen, gaben 84 Prozent der Befragten an, dass Bewerbungen für sie mit starken Gefühlen verbunden sind. Eine große Mehrheit von 75 Prozent hat jedoch vor allem positive Erfahrungen mit Bewerbungen gemacht.

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Trotzdem machen sich viele Jobsuchende Druck: Knapp 80 Prozent der Befragten gab an, dass bei der Bewerbung „viel auf dem Spiel“ steht. Und genau wie bei einer Mathe-Prüfung ist hohe Konzentration gefragt: 87 Prozent stimmten der Aussage zu, sich keinen Fehler erlauben zu dürfen.

Darauf sollten Sie beim Anzug achten

  • Der Stoff

    Hände weg von Synthetik: Polyester, Polyacryl und Co. bringen den Träger nur ins Schwitzen. „Gentleman“-Autor Bernhard Roetzel rät zu 100 Prozent Naturfasern, im Idealfall Schurwolle. Diese ist im Gegensatz zu einfacher Wolle frisch geschoren und zeichnet sich daher durch besonders feine Fasern aus. Stoffe aus Schurwolle sind elastisch, glatt und fallen besser. In vielen Fällen können Anzugkäufer die Stoffqualität auch dadurch ausmachen, indem sie einmal zupacken und schauen, wie stark der Stoff knittert. Das ist aber nicht immer ein Qualitätshinweis: Leinen knittert beispielsweise immer.

  • Das Futter

    Billiganzüge haben meist ein synthetisches Futter aus Kunstfasern. Bessere Anzüge sind mit Viskose gefüttert. Das ist zwar auch synthetisch, wird aber aus Holz hergestellt und weist somit gleiche Eigenschaften auf, wie Baumwolle. Im besten Fall ist das Futter jedoch aus Seide.

  • Die Nähte

    Je billiger der Anzug, desto weniger Stiche weisen die Nähte auf. Wichtig ist vor allem, dass sie ordentlich und gerade verlaufen. Wer dafür keinen Blick hat, kann einfach den ausgewählten Anzug mit einem teuren High-Ende-Modell vergleichen.  Wichtig ist hierbei auch die Hose auf links zu drehen und die inneren Nähte zu begutachten.

  • Die Säume

    Billiganzüge verzichten gerne auf einen ordentlich verarbeiteten Saum. Dadurch fransen die Stoffränder schnell aus.

  • Die Knöpfe

    An Knöpfen lässt sich die Qualität eines Anzugs kaum ausmachen. Diese sind in so gut wie allen Preisklassen aus Kunststoff. Lediglich am oberen Ende haben Anzüge Knöpfe aus Büffelhorn, Steinnuss oder Perlmutt.  „Das sind aber eher traditionelle Qualitätsmerkmale“, sagt Stilexperte Bernhard Roetzel.

Für ihre Studie hat das Unternehmen Softgarden knapp 3500 Teilnehmer ihres Online-Bewerbungssystems befragt. Sie lässt deshalb ausschließlich Rückschlüsse auf die Nutzer des Softgarden-Produkts zu – und nicht auf Jobsuchende in Deutschland insgesamt. Die Bewerber waren im Schnitt 34 Jahre alt. 42 Prozent von ihnen hatten Berufserfahrung, knapp 26 Prozent waren Berufseinsteiger und rund 11 Prozent Studenten oder Praktikanten. Führungskräfte machen nur einen kleinen Teil der Stichprobe aus.

Auch Unternehmen müssen sich bewerben

Auch wenn Bewerbungen für viele der Befragten eine emotionale Drucksituation ist: Stressen lassen sich nur Wenige. Der Aussage „Bewerbungen stressen mich“ stimmten nur etwa ein Viertel der Befragten zu. Auch ein Problem oder eine lästige Pflicht sieht nur eine Minderheit in Bewerbungen. Nahezu alle Befragten begreifen die Bewerbung als Chance. Und: 57 Prozent haben sogar Spaß dabei.

Bewerbungsfotos Worauf es beim Businessfoto ankommt

Auch wer nicht auf Jobsuche ist, sollte sich Gedanken über seine Fotos fürs Berufsleben machen. Die Fotos bei Xing, LinkedIn oder auf der Firmen-Website prägen den ersten Eindruck – und der entsteht mittlerweile digital.

Das richtige Bewerbungsfoto. Quelle: Christine Sommerfeldt, Business-Fotografin

Zurücklehnen können sich die Unternehmen nicht. Mehr als 60 Prozent der Befragten gaben an, dass sich Arbeitgeber ebenso beim Jobsuchenden um dessen Leistung bewerben müssen.

Trotzdem fühlen sich viele Bewerber den Firmen ausgeliefert. Der Aussage „Bei Bewerbungen sitzen Unternehmen am längeren Hebel“ stimmten knapp 83 Prozent zu. Und fast 40 Prozent empfinden den Ausgang einer Bewerbung als reine Glückssache.

Und so verbinden Jobsuchende viele ambivalente Gefühle mit einer Bewerbung: Nervosität, Hoffnung, Erleichterung, wenn es vorbei ist. Eben eine Mischung aus Mathe-Prüfung, erstem Date und Zahnarzt-Besuch.

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