Unternehmen mögen frische Ansätze: Die Papierbewerbung hat ausgedient

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Unternehmen mögen frische Ansätze: Die Papierbewerbung hat ausgedient

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Über ihr Blog zum Thema digitale Medien punktefrau.de, hat Christine Heller einen neuen neuen Job in der Online-Kommunikation gesucht: http://www.punktefrau.de/blog/2013/01/14/jobsuche/

von Felix Ehrenfried

Wer heute dem potenziellen neuen Arbeitgeber imponieren will, sollte nicht unbedingt auf die klassische Bewerbung setzen. Was die eigene Website, Onlinevideos oder Facebook-Aktionen bringen können.

Matthew Epstein ist zu einer Bekanntheit im Internet geworden. Das nicht, weil er ein bahnbrechendes Onlinetool entwickelt oder ein eindrucksvolles Musikvideo ins Netz gestellt hat. Er hat sich lediglich bei seinem Traumarbeitgeber Google beworben. Dabei ist er allerdings überaus kreativ vorgegangen. Er hat eine eigene Homepage mit dem Banner Google - Please Hire Me (zu deutsch: Google - Bitte stell mich an) aufgebaut, dazu noch ein passendes Werbevideo gedreht und gleich auf der Website integriert. Dort erzählt er, verkleidet im Stil eines englischen Adligen, wieso Google ihn als Mitglied des Produkt-Marketing Teams aufnehmen sollte.

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Das humorvolle Video, in dem Epstein als Erkennungszeichen einen Schnauzbart trägt, wurde innerhalb kürzester Zeit zehntausende Male geklickt, aktuell steht der Zähler bei rund 1,2 Millionen Klicks. Die Website, in der das Video eingebettet ist, ist ansprechend gestaltet und erzählt mit wenigen Klicks wer Matthew Epstein ist, was er kann und wieso Google ihn anstellen sollte.

Auf die Website nebst Video erhielt Epstein binnen kürzester Zeit dutzende von Einladungen zu Vorstellungsgesprächen - auch von Google. Mittlerweile ist Epstein zwar nicht in dem Marketingteam des Internetgiganten eingestellt, allerdings hat er, wie er in einem zweiten Video erklärt, seinen Traumjob bei dem Startup SigFig gefunden.

Das Beispiel Epstein zeigt: Wer kreativ ist, kann schnell  die Aufmerksamkeit von Unternehmen und deren Personaler erwecken. Statt sich also umständlich per Onlinetool oder Papierbewerbung bei Unternehmen in die lange Schlange der potentiellen neuen Mitarbeiter einzureihen, stellt man lieber eine Website online, macht Werbung bei Facebook für sich oder dreht ein lustiges Video, das anschließend bei Youtube für Furore sorgt.

So muss ein Anschreiben aussehen

Aber klappt das immer?

Beispiele, bei denen kreative Köpfen mit einfallsreichen Bewerbungen in ihren Traumjobs landeten, gibt es zumindest einige. So erstellte der französische arbeitsuchende Produktmanager Philippe Dubost eine Website, die der Verkaufsseite von Amazon bis ins Detail nachempfunden ist. Was er dort verkaufte: Seine Arbeitskraft. Seine Seite Phildub.com brachte ihm so innerhalb kürzester rund 1,5 Millionen Besucher und einen Job bei dem französischen Unternehmen Birchbox.

Um an einen neuen Job zu kommen, investierte der Brite Adam Pacitti sogar gleich in eine ganze Werbekampagne. Er gestaltete eine Website mit passendem Video und gab seine letzten 500 Pfund für ein überdimensioniertes Werbeplakat, platziert in der Londoner Innenstadt, aus. Dieses Rundum-Bewerbungspaket beeindruckte die Personaler. Pacitti erhielt rund 60 konkrete Jobangebote und landete schlussendlich bei KEO Digital, wo er heute als Viral Producer arbeitet. Sein erstes Gehalt ließ Pacitti übrigens gleich erneut für ein Werbeplakat springen, auf dem er sich für den regen Zuspruch bedankte.

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