Wiedereinstieg: Frauen netzwerken zu wenig

Wiedereinstieg: Frauen netzwerken zu wenig

Persönliche Netzwerke sind wichtig bei der Jobsuche, besonders nach längerer Abwesenheit im Arbeitsleben. Doch gerade Frauen setzen nicht genug auf ihre Kontakte beim Wiedereinstieg in den Beruf.

Wer längere Zeit aus dem Arbeitsleben verschwunden war, muss sich häufig besonders bemühen wieder Fuß zu fassen. Persönliche Kontakte können dabei sehr hilfreich sein, doch genau diese Netzwerke werden von Frauen seltener genutzt als von Männern.

Eine aktuelle Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa ergab, dass jeder zweiten Frau, die nach einer familienbedingten Pause in einen neuen Job eingestiegen ist, der Wiedereinstieg über persönliche Kontakte gelungen ist. Ein Zeichen dafür, wie wichtig gute Kontakte sind.

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Frauen haben aber meist nach einer längeren Auszeit vom Job nicht mehr diese beruflichen Kontakte, die sie beim Wiedereinstieg unterstützen könnten. Das Potenzial, das hierbei in Online-Netzwerken liegt, bleibt zudem meist ungenutzt: Gerade einmal zehn Prozent aller befragten Frauen gaben an, Mitglied in einem beruflichen Internetnetzwerk zu sein.

Geht es nach dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, soll sich das aber nun ändern. Gemeinsam mit dem Online-Netzwerk Xing will man Frauen, die nach einer Familienpause wieder ins Arbeitsleben einsteigen möchten, dabei helfen ein persönliches Netz an Kontakten aufzubauen. Damit soll der Einstieg in die Arbeitswelt leichter werden.

„Schätzungsweise 50 Prozent aller Stellen werden heute über Kontakte und Referenzen vergeben“, erklärt die Bundesfamilienministerin Kristina Schröder. „Aber insbesondere Frauen nutzen Kontakte immer noch zu selten für ihr berufliches Fortkommen. Dabei sind funktionierende Netzwerke gerade beim Wiedereinstieg in den Beruf nach der Familienpause wichtig. Sie bieten Unterstützung und machen neue Möglichkeiten und Chancen sichtbar.“

Nur ein Drittel der Netzwerker sind Frauen

Auch beim Online-Portal Xing zeigt sich, dass das weibliche Geschlecht weniger Wert auf die Online-Vernetzung legt: „Auf Xing sehen wir, dass viele Frauen das Potential beruflicher Netzwerke noch unterschätzen. Gerade ein Drittel unserer Mitglieder sind weiblich", sagt der Xing-Vorstandsvorsitzende Stefan Groß-Selbeck.

Die Vernetzung sei außerdem eine wichtige Voraussetzung, um im Berufsleben wahrgenommen zu werden, so Groß-Selbeck. "Sie ist ein Schlüsselfaktor für den erfolgreichen Wiedereinstieg ins Arbeitsleben."

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Die Wiedereinsteigerinnen sollen für einen erfolgreichen Neustart zunächst sogenannte Netzwerktrainings absolvieren, um zu lernen, wie sie ein Netzwerk aufbauen und nutzen können.

Dazu gehört ein Profil im Internet einzurichten, Kontakte knüpfen und schließlich wie sie die Netzwerkeffekte für ihren beruflichen Wiedereinstieg nutzen können.

Bereits 2008 startete das Bundesfrauenministerium das Aktionsprogramm „Perspektive Wiedereinstieg“. Dieses richtet sich an Frauen, die nach mehreren Jahren familienbedingter Jobpause wieder ins Berufsleben zurückkehren wollen.

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