Karriere: Frauen-Power

Karriere: Frauen-Power

Der Mittelstand in Frauenhand: Wo heute die Unternehmertöchter das Sagen haben.

Catharina Cramer, 29, Warsteiner Brauerei

Brauer Albert Cramer präsentierte vor vier Jahren die jüngste von drei Töchtern als künftige Chefin. Seit mehr als einem Jahr gehört Catharina nun zur Geschäftsführung im sauerländischen Warstein. Für das Unternehmen, das mit Absatzrückgängen seiner Stammmarke kämpft, ist sie eine Hoffnungsträgerin. Motto: blond, jung, dynamisch poliert das Image.

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Nina Hugendubel, 37, Hugendubel

Der Zufall stellt auf der Frankfurter Buchmesse die Weichen: Nina Hugendubel springt für eine erkrankte Freundin ein, und der Chef von Warner Books bietet ihr einen Job in New York an. Es folgen Stationen bei der Holtzbrinck-Gruppe. Dann fragt der Vater, ob sie bei ihm einsteigen möchte. Im Frühjahr 2005 verstirbt Heinrich Hugendubel. Seither führen Tochter Nina und Sohn Maximilian die Buchhandelskette gleichberechtigt. Im vergangenen Jahr verkündeten die Geschwister den Zusammenschluss des Familienunternehmens mit dem Wettbewerber Weltbild zur Finanzholding DBH.

Nicola Leibinger-Kammüller, 48, Trumpf

„Auch Philologen können denken“, sagt die Tochter. Vor gut zwei Jahren ernennt Leibinger senior Nicola zur Nachfolgerin beim Maschinenbauer Trumpf – und nicht Sohn Peter oder Schwiegersohn Mathias, beide Ingenieur und Mitglied der Geschäftsführung. Heute loben Branche und Belegschaft den diplomatischen Führungsstil der Chefin im schwäbischen Ditzingen.

Nina Öger, 34, Öger Tours

Zunächst verfolgt sie eine Banker-Karriere. Im Jahr 1999 startet die Betriebswirtin dann auf Wunsch von Vater Vural bei Öger Tours. Während der Babypause wird ihr klar, dass die Arbeit für sie dort „Bestandteil meines Lebens“ ist. Seit 2003 ist Nina Öger Geschäftsführerin des Reiseveranstalters und stellt die Firma mit breiterem Angebot und weiteren Vertriebskanälen neu auf.

Hubertine Underberg-Ruder, 45,Underberg

Der Fähigste solle sein Nachfolger werden, hatte Schnapsfabrikant Emil Underberg zu den vier Kindern gesagt. Als er 1991 die 28-jährige Hubertine auswählt, ist die zuerst erschrocken. Bis 2010 soll die promovierte Biologin allein die Führung der gesamten Underberg-Gruppe mit Stammsitz in Rheinberg übernehmen.

Susanne Veltins, 47, Veltins Brauerei

Eigentlich will die Juristin nur ins sauerländische Familienunternehmen hineinschnuppern, doch dann stirbt ihre Mutter und Brauerei-Chefin Rosemarie Veltins plötzlich an Krebs. Die damals 34-jährige Tochter wagt den Sprung ins kalte Wasser. Dem schrumpfenden Pils-Absatz trotzt Susanne Veltins erfolgreich mit Biermix-Getränken und indem sie das Geschäft mit dem Getränkehandel ausbaut.

Kim-Eva Wempe, 44, Wempe

Als Teenager will sie Ballerina werden, heute verkauft sie Schmuck. Im Jahr 2003 übernimmt Kim-Eva Wempe die Führung des 1878 gegründeten Hamburger Juweliers Wempe von ihrem Vater Hellmut. Da ist sie bereits 40 Jahre alt; mit 22 stieg sie ins Traditionsunternehmen ein. Ihre langjährige Erfahrung fruchtet: Das Unternehmen wächst stetig.

Bettina Würth, 46, Würth

Mit 17 Jahren bricht sie die Schule ab. Die rebellische Bettina wird in München Erzieherin. Mit 23 zieht es sie zurück zu den schwäbischen Wurzeln. Und der Vater legt ihr eine kaufmännische Lehre in seinem Handelsimperium für Befestigungs- und Montagetechnik nahe. Über die Jahre arbeitet die Tochter sich durch sämtliche Abteilungen. Nun ist sie an der Spitze des Beirats, dem obersten Kontrollgremium der Würth-Gruppe, angekommen.

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