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Konferenzen: Was Meeting-Floskeln wirklich bedeuten

von Jochen Mai

Viele Aussagen in Konferenzen klingen nett oder gar nach Komplimenten. Doch Vorsicht! Oft stecken in den Formulierungen versteckte Gemeinheiten. Wir erklären, was die Meeting-Floskeln wirklich bedeuten.

Vorsicht, was Sie bei Konferenzen sagen Quelle: pressmaster - Fotolia.com
Vorsicht, was Sie bei Konferenzen sagen Quelle: pressmaster - Fotolia.com
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So höflich es in Konferenzen zugeht, so häufig verstecken sich hinter augenscheinlich netten Umgangsformen sublime Gemeinheiten. Das Motiv dahinter muss nicht immer Bosheit sein, manchmal ist es auch Unachtsamkeit. So oder so: Wer seine Kollegen beim nächsten Treffen nicht düpieren will, sollte folgende Sentenzen vermeiden:

„Sie haben da wirklich gute Arbeit geleistet!" Klingt nett und ist es auch – aber nur dann, wenn das Lob vom Chef kommt und ehrlich gemeint ist. Kommt es jedoch vom Kollegen, ist Vorsicht geboten. Wer lobt, stellt sich über den Gelobten, er besitzt offenbar Beurteilungshoheit. Womöglich will sich der Huldiger also nur profilieren.

„Fakt ist: (doch)…" Wer so beginnt, impliziert, dass sich das Folgende auf harte, nachprüfbare Tatsachen stützt. Damit sagt derjenige auch: Der Käse davor war allenfalls eine Vermutung, ein Eindruck, eine Fabel. Also nicht der Rede wert.

„Was ist eigentlich mitXY? Krause, können Sie dazu etwas beitragen?" Ein Klassiker. Der Fragende offenbart einen wunden Punkt, aber statt die Lösung mitzuliefern, gibt er den schwarzen Peter direkt an Krause weiter. Der kann dabei nur verlieren: Weiß er nichts, ist er blamiert. Glänzt er durch eine gute Idee, war es der andere, der ihm das Wort erteilt hat. Welch Weitblick! Richtig gemein wird die Taktik, wenn so jemand schon vorher weiß, dass Krause davon keine Ahnung hat oder seinen üblichen Vorschlag machen wird, der – wie ebenfalls bekannt – völlig unreif ist.

2 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 19.01.2010, 05:37 UhrAnonymer Benutzer: hypnosebegleiter

    Die schärste Waffe ist das Wort.
    Nikolaus b. Enkelmann sagte: "Nichts kann den Geist des Menschen mehr mobilisieren als die Macht des Wortes."

  • 23.09.2009, 11:19 UhrAnonymer Benutzer: Fritze

    Man muss heute wirklich aufpassen was man so sagt, da fast überall
    der MAD eingezogen ist. MAD bedeutet: Mobben, Anschwärzen ,
    Denunzieren - das ist aktuelle Unternehmenskultur.....................

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