Banker-freie Zone: Lässigkeit im Soho House

Banker-freie Zone: Lässigkeit im Soho House

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Ein bisschen Pariser Bistro, ein Hauch von Puff und darüber der Rest von Cool Britannia. Das Soho-House.

von Henning Krumrey, Max Haerder und Cordula Tutt

Wahrscheinlich muss in einer Stadt, deren Wirtschaftskraft nichts mehr mit Borsig, dafür einiges mit dem Szeneschuppen Berghain zu tun hat, ein Privat-Club so aussehen: Die kalkweiße Mauer im Foyer ziert ein Hai-Graffito von Damien Hirst, zwei Tischtennisplatten stehen im Weg herum. Die Wandbespannung im Aufzug wirkt so abgewetzt, als hätten Generationen von Gentlemen hier drinnen ihre gute Kinderstube vergessen.

Und oben angekommen hat alles so eine nachlässige Lässigkeit, wie sie nur kostspielige Innenarchitekten hinbekommen. Ein bisschen Pariser Bistro, ein Hauch von Puff und darüber dieser schwebende Rest von Cool Britannia, der für jedes der neun Soho Houses dieser Welt gilt, ob nun in London, New York oder eben Berlin.

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Zwei Mitglieder müssen bürgen

Seit vergangenem Jahr geben sich im Hauptstadt-Ableger, dem ersten auf europäischem Festland, PR-Profis und Galeristen, Künstler und sogar ein paar Lobbyisten die Moscow Mules in die Hand. Teuer ist das Ganze nicht, bei 75 Euro Monatsbeitrag. Doch wer rein will, braucht zwei Mitglieder als Bürgen und dann noch ein dezentes Nicken des Auswahlkomitees.

Danach darf man auf der Dachterrasse jederzeit mittelmäßig essen, wird aber, abgelegt in kuscheligen Liegestühlen, von einem grandiosen Stadtgebirge aus Alex, Rotem Rathaus und Dom entschädigt. Mit etwas Glück treibt neben einem gerade ein besoffener Engländer im Schwimmreifen durch den Pool. Nur selten zieht hier wirklich jemand seine Bahnen. Viel zu klein. Viel zu uncool.

Aus dem Ur-Soho-House in London stammt der Grundsatz für Mitglieder: No bankers, no lawyers. In der City der Neunziger war das ein Erdbeben, in Berlin ist nichts leichter als das.

Hierhin strömen die, die an der Spree Welt und Wirtschaft bedeuten: Der Modedesigner Michael Michalsky geht gern ins House-eigene Gym; Jungunternehmer wie der Chef des Krawattenlabels Edsor Kronen, Jan- Henrik Scheper-Stuke (zu dessen Shop-Eröffnung in Mitte sogar Wirtschaftsminister Philipp Rösler erschien), tummeln sich in den Samtsesseln. Heike Makatsch trifft sich zum Drink mit Film-Freundinnen. Und Madonna? War auch schon da.

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