Begraben unter Projekten: Die Liste der Grausamkeiten

Begraben unter Projekten: Führungskräfte sind völlig überfordert

Die Liste der Grausamkeiten

Fragt man demgegenüber die mittleren Manager, welche besonderen Belastungen die Change-Projekte ihnen zumuten, wird es bitter:

  • 86 Prozent beklagen hohe Arbeitsverdichtung

  • 76 Prozent leiden unter Zeitdruck

  • 75 Prozent müssen Überstunden machen

  • 50 Prozent empfinden Unsicherheit durch fehlende Orientierung

  • 49 Prozent stöhnen über mangelnde Einflussmöglichkeit

  • 40 Prozent fühlen sich frustriert

Damit nicht genug: 46 Prozent haben obendrein Konflikte mit Kollegen, was unweigerlich weitere Arbeitszeit frisst. 31 Prozent der Führungskräfte machen sich Sorgen um ihren Arbeitsplatz und 30 Prozent sind überfordert durch neue Anforderungen und Kompetenzen. Immerhin 25 Prozent leiden unter dem Wegbrechen sozialer Bindungen und neun Prozent unter Mobbing.

Gesundheitsprogramme einerseits, planmäßige Überforderung andererseits

Unternehmensberaterin Schmidt moniert: "Besonders widersinnig ist es, dass die Unternehmen in Gesundheitsprogramme für ihre Belegschaft viel Geld investieren, aber gleichzeitig die Menschen mit zu großen Arbeitsmengen überfordern." Langfristig sei das sehr gefährlich. Denn trotz Gesundheitsprogrammen könne man den Kollaps der so Überforderten  nicht verhindern.

Manager unter Druck Teamleiter - kein Job für schwache Gemüter

Mittelmanager können es niemandem recht machen. Ihre Chefs befehlen, die Mitarbeiter lassen ihren Frust an den Sandwich-Chefs ab. Dieser Stress macht manche krank.

Manager im Sandwich. Quelle: Illustration: Katharina Bourjau

Wie es zu diesem Dilemma kommt - und niemand eingreift? Die Entscheider an der Spitze sind oft Branchenwechsler, die die Mehrbelastung ihrer Change-Projekte gar nicht kennen oder nicht bis zu Ende denken, welche Konsequenzen ihre Change-Projekte haben, so Schmidt.

Ihr Verdacht: "Viele Top-Manager haben keine eigenen Erfahrungswerte mehr und keine Vorstellung, was die Projekte tatsächlich an operativen Details nach sich ziehen.

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Ob Besserung in Sicht ist? Wohl kaum. Für 2018 erwarten 52 Prozent der befragten Führungs- und Fachkräfte, dass dieser Druck auf sie unverändert anhält.

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