Berühmte letzte Worte: Die drei Dimensionen persönlichen Erfolgs

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kolumneBerühmte letzte Worte: Die drei Dimensionen persönlichen Erfolgs

Kolumne von Ralf Schwartz

Um als Manager oder Marke erfolgreich zu sein, braucht man drei Eigenschaften. Man muss unnachahmlich, unnachgiebig und unwiderstehlich sein.

 

"Unnachahmlich - Unnachgiebig - Unwiderstehlich" - das kann man sich leicht merken, ist für jeden verständlich, und sollte über jedem Bett und jedem Schreibtisch als eingängige Inspiration prangen. Dabei ist es egal, ob wir von einem (Top-)Manager, einer Marke, dem Bewerber um einen Job, einem Krebspatienten, Menschen wie Du und ich, einem viralen Video, Werbung oder einem Produkt sprechen.

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Wer möchte nicht einfach unnachahmlich, öfter mal unnachgiebig, und rund um die Uhr unwiderstehlich sein? Unsere Leben könnten so einfach sein, wären wir ständig wir selbst und immer ein bisschen besser als gestern. Fast automatisch würden wir vom ungeschliffenen Diamanten zum erfolgreichen Kleinod.

Lassen Sie sich also die drei Worte auf der Zunge zergehen und in Ihren Herzen Assoziationen wecken. Bewundern Sie ihre Eleganz und Einfachheit, erkennen Sie ihre Kraft und Faszination - und machen Sie sie sich zu eigen. Hier eine kleine Bedienungsanleitung.

Was Manager tun können, um Begeisterung zu entfachen

  • Begeisterungsfähigkeit nutzen

    Viele Unternehmen lassen sich bei der Personalauswahl noch zu häufig allein von der Fachexpertise, dem Leistungswillen und der Eloquenz der Kandidaten leiten. Wenn jemand mit Leidenschaft seinem Beruf nachgeht oder gar ein besonders kreativer Querdenker ist, wird ihm das eher negativ ausgelegt. Mehr Mut zu weniger Uniformität und Stromlinienförmigkeit kann sich vor allem in Forschung und Entwicklung, in Marketing und Vertrieb bezahlt machen. Das Management gerade deutscher Unternehmen ist jedoch häufig zu eindimensional auf Effizienz getrimmt. Beim Optimieren von Prozessen ist das goldrichtig, bei kreativen Prozessen nur bedingt“, warnt Jens-Uwe Meyer, Autor des Buches „Das Edison-Prinzip“.

  • Guter Kommunikator sein

    Wer Mitarbeiter für die Sache begeistern und damit ihre Motivation erhöhen möchte, muss auch ein guter Kommunikator sein, mit guten Argumenten, aber auch der nötigen Empathie für die menschlichen Belange. Gut kommunizieren zu können, ist auch in der notwendigen Darstellung nach außen enorm wichtig. Dies erst zu lernen, wenn man bereits auf der Zielgeraden für eine Top Position ist, ist eindeutig zu spät. Übrigens gehört dazu auch ein verhandlungssicheres Englisch.

  • Freien Informationsfluss fördern

    Wer Ideenfindung zur Chefsache erklärt, zeigt seinen Mitarbeitern vielleicht, wer in der Hierarchie ganz oben steht. Er läuft aber auch Gefahr, wichtige Details oder Erkenntnisse zu übersehen und damit Fehlentscheidungen zu treffen. Weil Technologiesprünge, Veränderungen von Geschäftsmodellen und Kundenbedürfnisse sich immer schneller drehen, kann ein einzelner – egal wie gut er ist - niemals alle für Geschäftsentscheidungen relevanten Informationen überblicken. Wer hingegen in den offenen Ideenaustausch mit seinen Mitarbeitern investiert, braucht zwar mehr Zeit, erntet dafür aber am Ende auch die kreativeren Ideen und durchdachteren Konzepte. Gleichzeitig schafft die direkte Einbindung eine höhere Identifikation mit dem Ergebnis, das Mitarbeiter dann viel motivierter umsetzen, denn es ist ja auch ihr Konzept.

  • Teamwork statt Hierarchien

    Am kreativsten sind Mitarbeiter in Teams mit flachen Hierarchien. Um die Expertise aus unterschiedlichen Unternehmensbereichen, Fachgebieten und Ländern an einen Tisch zu bringen, hat z.B. der Essener Konzern Evonik sogenannte Forscher-WGs eingerichtet, in denen Experten aus verschiedenen Unternehmensbereichen und Ländern über drei Jahre lang gemeinsam Innovationen ausbrüten. Der IT-Dienstleister IBM veranstaltet sogenannte „Innovation Jams“, bei denen sich über Hunderttausend IBM-Mitarbeiter, deren Familien, Wissenschaftler und Kunden aus der ganzen Welt drei Tage lang via Computerbildschirm über neue Ideen, Innovationen und die Lösung kniffliger Probleme austauschen.

  • Rollen vergeben

    Führungskräfte umgeben sich häufig am liebsten mit Personen, die ähnliche Stärken aufweisen wie sie selbst. Wer gerne kommuniziert, arbeitet gerne mit kommunikativen Menschen. Wer detailverliebt ist, schätzt Mitarbeiter mit ähnlichen Präferenzen. Wer seine Stärken und Schwächen kennt  und sich vornimmt, das volle Potenzial seines  Teams zu heben, kann sich als Führungskraft darauf konzentrieren, die verschiedenen Talente so einzusetzen, dass sie sich ergänzen – zum Erfolg aller. Teams sind dann besonders stark, wenn jeder eine eigene Rolle seinen Fähigkeiten entsprechend übernehmen kann. Der Job des Teamleiters ist es, jedem die passende Rolle zuzuteilen.

Das Allerwichtigste ist, dass die drei Dimensionen nicht voneinander zu trennen sind. Einerseits sind sie einzeln betrachtet nahezu wertlos, andererseits sind sie in ihrer Ganzheit mehr als die Summe ihrer Teile. Sie sind zwar nahtlos zu einem komplexen Ganzen verwoben, befinden sich jedoch in einer fragilen Balance untereinander.

Die Kunst liegt in der tagtäglichen Optimierung, gar Perfektionierung dieses ephemeren Gleichgewichtes. Idealerweise geschieht dies intuitiv, in Echtzeit. Denn die Ratio versagt hier regelmäßig. Sie ist zu ungeschult, unerfahren, grobmotorisch. Erfolg ist eben nicht zu erzwingen. Man benötigt ein nahezu weibliches Fingerspitzengefühl beim Justieren dieses Uhrwerkes von Unnachahmlichkeit, Unnachgiebigkeit, Unwiderstehlichkeit. Zu den Punkten im Einzelnen.

1. Unnachahmlich werden: Wir müssten nur unserer inneren Stimme folgen, um unnachahmlich zu werden. Unsere wahren Talente entdecken und fördern. Einfach wir selbst sein. Klingt unmöglich? Aber Steve Jobs, Elon Musk, wahre Künstler wie Picasso, Andreas Gursky, Marina Abramovic, Designer wie Lagerfeld oder Versace, Marken wie Apple, Tesla, Oreo, Sozialhelden wie Raul Krauthausen haben es doch auch geschafft.

Sie schafften dies, weil sie Dinge sahen, Muster erkannten, die andere nicht sahen. In sich selbst, der Gesellschaft, der Zukunft. Sie machten einen Unterschied, weil sie ihren Talenten folgten, ihre Potenziale auslebten, mutig und mit Rückgrat, also unnachgiebig ihren Weg gingen. Sie waren und sind Visionäre. Perfektionisten, ohne perfektionistisch zu sein. Unnachgiebig gegenüber anderen und sich selbst. Was uns zum nächsten Punkt führt.

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