Berühmte letzte Worte: "Stay hungry"? - alles Blödsinn!

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Steve Jobs' Aufruf "Stay Hungry" wird von vielen Missverstanden

Kolumne von Ralf Schwartz

Letzte Woche jährte sich Steve Jobs' Todestag zum zweiten Mal. Sein "Stay hungry!" wird vom Management so oft missverstanden wie Darwins 'Survival of the Fittest'.

"Bleibe hungrig! Bleibe verrückt!", Steve Jobs Aufforderung an die Stanford-Studenten und ihre Karriere, kann man nur falsch verstehen, oder?

1. Warum sollte ich hungrig bleiben? Aller Ziel ist doch fett und satt zu werden. Und ich soll hungrig bleiben?

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2. Und warum 'verrückt bleiben'? Ich bin doch nicht verrückt. Vielleicht blöd wie der Mediamarkt, aber doch nicht verrückt. Das habe ich mir doch gerade abgewöhnt, um Karriere zu machen.

3. Ich konzentriere mich lieber auf hungrig: Egal, wie satt ich bin, ich werde immer noch mehr wollen. Auf Kosten all der anderen. Koste es, was es wolle. Ich bin schließlich der Stärkere. Hunger ist der beste Koch. Nur hungrig macht man wahre Karriere. Die Hungrigen fressen die Satten! Darwins Sieg des Stärkeren! Das ist schließlich Gesetz. Das ist nur vernünftig.

Steve Jobs' Stanford-Rede "Bleiben Sie hungrig. Bleiben sie verrückt"

Der verstorbene Apple-Mitgründer erzählte 2005 an der Stanford University drei Geschichten aus seinem Leben. Die Rede wurde zur Legende. Steve Jobs' Ansprache im Wortlaut.

Steve Jobs spricht mit Journalisten in San Francisco (Archivfoto von Oktober 2010) Quelle: dpa

Mitnichten! Schade, dass wir immer nur das verstehen, was wir verstehen wollen. Dass wir immer nur den Weg des geringsten Widerstandes gehen. Dass wir niemals unsere Comfort Zone verlassen. Dass wir uns selbst etwas vormachen. Dass uns Instant Gratification das Wichtigste ist.

Natürlich setzt sich in der heutigen Wirtschaft kurzfristig der Stärkere durch. Weil sie vollkommen krank ist und den falschen Götzen folgt. 

Aber wenn wir als Mensch, Unternehmen, Land wahrhaft erfolgreich sein wollen, können wir nicht allein dem Geld folgen, sondern müssen unserem Denken und Handeln, unseren Produkten und Services wieder Sinn, Relevanz  für den Einzelnen geben. Dann kommt der Profit - im besten Sinne des Wortes - fast von alleine und vor allem nachhaltiger.

Natürlich ist es einfacher, Effizienz auf Teufel komm raus und auf Kosten der Menschen zu maximieren. Das ist zwar schön für den Bonus und die vordergründige Karriere, aber auch der Anfang vom Ende der Marke bzw. des Unternehmens.

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