Boehringer Ingelheim: Hubertus von Baumbach übernimmt 2016 die Führung

Boehringer Ingelheim: Hubertus von Baumbach übernimmt 2016 die Führung

, aktualisiert 06. November 2015, 13:03 Uhr
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Der bisherige Finanzchef Hubertus von Baumbach wird zum 1. Juli 2016 neuer Vorsitzender der Unternehmensleitung.

Deutschlands zweitgrößter Pharmakonzern wird im kommenden Jahr erstmals seit 25 Jahren wieder von einem Mitglied der Inhaberfamilie geführt.

Nach einem Vierteljahrhundert wird der Pharmakonzern Boehringer Ingelheim künftig wieder von einem Mitglied der Gründerfamilie des Unternehmens geführt. Vom kommenden Juli an wird Hubertus von Baumbach neuer Vorsitzender der Unternehmensleitung, wie der Konzern am Freitag in Ingelheim mitteilte. Der 48-jährige von Baumbach ist Urenkel von Unternehmensgründer Albert Boehringer und bereits seit 2009 Mitglied der Unternehmensleitung. Dort war er bislang für Finanzen zuständig. An der Spitze von Boehringer folgt er auf Andreas Barner, der nach 24 Jahren in den Gesellschafterausschuss wechselt.

Der Unternehmensverband Boehringer Ingelheim zählt nach eigenen Angaben weltweit zu den 20 führenden Pharmaunternehmen und beschäftigt rund 47 700 Mitarbeiter, knapp 14 800 davon in Deutschland. Weitere deutsche Standorte des 1885 gegründeten Unternehmens neben der Zentrale im rheinland-pfälzischen Ingelheim sind Biberach an der Riß, Dortmund und Hannover.

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Im vergangenen Jahr hatte Boehringer Ingelheim mit einem Rückgang des Umsatzes im Vergleich zum Vorjahr um 5,3 Prozent auf rund 13,3 Milliarden Euro zu kämpfen. Der Jahresüberschuss sank um 21 Prozent auf etwa eine Milliarde Euro. Schwierig gestalteten sich etwa die Geschäfte in den USA und in Japan - etwa von seinem Gerinnungshemmer Pradaxa hatte sich der Konzern mehr Umsatz versprochen.

Boehringer Ingelheim - Der Konzern in Zahlen

  • Umsatz

    13,3 Milliarden Euro im Geschäftsjahr 2014.

  • Betriebsergebnis

    2,1 Milliarden Euro.

  • Mitarbeiter

    47.000 Mitarbeiter.

  • Bekannte Medikamente

    Spiriva: Das Arzneimittel zur Entspannung der Bronchialmuskeln bei Asthma-Erkrankungen wurde 1991 von Boehringer Ingelheim entwickelt. 2005 erhielt es den Robert Koch Award, eine Auszeichnung für eine herausragende Medikamentenentwicklung.
    Pradaxa: Wiederholt stand der Pharmakonzern wegen seines Blutgerinnungshemmers Pradaxa in der öffentlichen Kritik. 2011 war bekannt geworden, dass das Medikament zur Schlaganfallprävention mit Hunderten Todesfällen in Verbindung gebracht wurde.
    Thomapyrin: Thomapyrin ist ein schmerzstillendes und fiebersenkendes, rezeptfreies Medikament mit den Wirkstoffen Acetylsalicylsäure, Koffein und Paracetamol.

Derzeit wird ein Sparprogramm umgesetzt, bis Ende 2016 sollen unter dem Strich Hunderte Stellen abgebaut werden. In diesem Jahr erwartet der Konzern wieder ein Wachstum im niedrigen einstelligen Bereich. Hohe Erwartungen setzten die Ingelheimer unter anderem in ein neues Diabetes-Mittel. Die Generika-Tochter Roxane wurde verkauft.

Von Baumbach ist gelernter Banker und studierte am renommierten Massachusetts Institute of Technology in Cambridge (USA). Später war er unter anderem beim Pharmariesen Roche und für Boehringer in Kanada tätig. Vor von Baumbach hatte zuletzt mit Hubertus Liebrecht bis 1991 ein Familienmitglied das rheinhessische Unternehmen geleitet.

Der 62 Jahre alte bisherige Unternehmenschef Barner war 1992 als Leiter des Medizinbereichs zu Boehringer gekommen. Der promovierte Mediziner und Mathematiker wurde 1999 Mitglied der Unternehmensleitung und übernahm 2009 schließlich dessen Leitung.

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