Frank Asbeck, Vorstandsvorsitzender des Solarunternehmens Solarworld
"Sonnenkönig" nennen ihn selbst seine Konkurrenten respektvoll, mitunter aber auch"Sunnyboy". Frank Asbeck, 52, "kann damit leben". Der diplomierte Agraringenieur hat aus einer Klitsche einen der größten Solarkonzerne der Welt geformt: Solarworld. Das Bonner Unternehmen beschäftigt inzwischen rund 3300 Mitarbeiter und setzt rund 1,3 Milliarden Euro um. Asbeck residiert in einem futuristisch umgebauten Wasserwerk aus den Sechzigerjahren. "270-Grad-Rundumblick und die Zukunft im Visier", schwärmt der Vorzeige- Grüne mit Parteibuch, während er durch ein Zeiss-Fernglas der einstigen Kriegsmarine auf den Rhein schaut. Licht umgibt Asbeck immer – dank des gläsernen Kuppeldachs seines Büros. Er ist gelebter Widerspruch, barock und bodenständig zugleich, mal Umweltfreund, mal leidenschaftlicher Jäger, mal Fan des 1. FC Köln. "Du bist doch der von der Sonnenbank", habe ihn neulich ein Fan angemacht, erzählt Asbeck, "da hat er wohl was verwechselt." Der einstige Jungsozialist trägt das Bundesverdienstkreuz, fährt Maserati und wollte sogar mal den Autohersteller Opel kaufen. Selbst dem Himmel ist er nah. Den päpstlichen Segen bekam Asbeck, als er bei Johannes Paul II. eine Privataudienz erhielt. Heute liefern Asbecks Sonnenkollektoren dem Vatikan drei Viertel des benötigten Stroms. So facettenreich wie der Mann selbst ist auch sein Büro. Deutsches Jagdfieber paart sich mit britischem Empire: An der Wand hängt ein Kunstwerk aus 99 erlegten Füchsen. Je nach Gemütslage des Hausherrn leuchten die LED-Augen der ausgestopften Trophäen in Rot oder Grün. Ihnen zu Füßen liegt ein kostbarer Seidenteppich aus der indischen Metropole Jaipur. Stühle und Schreibtisch stammen aus England. "Es sind meine treuen Gefährten", sagt Asbeck, "wie die Nonne mit Sonnenbrille dort." Das gerahmte Plakat lehnt an der Fensterfront zwischen zwei Bildern vom Wasserwerk und wirbt für "Strom vom Chef", der ersten Anzeigenaktion, die Asbeck schaltete. "Segensreich war sie", sagt der Vorstandsvorsitzende zweideutig und schaut in die Ferne.
(Text: Ulrich Groothuis)
Besten Dank für diesen sehr qualifizierten Kommentar. Vielleicht gibt es als Notfallplan digitale Sicherheitskopien der Bilder, die einen Nachdruck erlauben. Eine weitere Möglichkeit der von ihnen erwähnten Bildproblematik zu begegnen wäre allerdings auch eine Aktualisierung des Bildbestands nach einigen Jahren. Kinder, also kleine noch nicht ausgewaschene Menschen, unterliegen auf Grund biologischer Faktoren einem stetigen Wachstumsprozess. Aus diesem resultiert in den meisten Fällen eine optische Änderung des Erscheinungsbildes. Empirische Forschungen konnten zeigen, dass diese optischen Wandlungen besonders in den ersten Jahren nach der Niederkunft gravierend sind.
Kleine Anmerkung am Rande:
In sogenannten Business-Knigge-Ratgeber-Artikeln wird erwähnt, dass Familienfotos am Arbeitsplatz nichts zu suchen hätten. Der Schwachsinn solcher Ratgeber zeigt sich hier mal wieder.
Besten Dank für diesen sehr qualifizierten Kommentar. Vielleicht gibt es als Notfallplan digitale Sicherheitskopien der Bilder, die einen Nachdruck erlauben. Eine weitere Möglichkeit der von ihnen erwähnten Bildproblematik zu begegnen wäre allerdings auch eine Aktualisierung des Bildbestands nach einigen Jahren. Kinder, also kleine noch nicht ausgewaschene Menschen, unterliegen auf Grund biologischer Faktoren einem stetigen Wachstumsprozess. Aus diesem resultiert in den meisten Fällen eine optische Änderung des Erscheinungsbildes. Empirische Forschungen konnten zeigen, dass diese optischen Wandlungen besonders in den ersten Jahren nach der Niederkunft gravierend sind.
Kleine Anmerkung am Rande:
In sogenannten Business-Knigge-Ratgeber-Artikeln wird erwähnt, dass Familienfotos am Arbeitsplatz nichts zu suchen hätten. Der Schwachsinn solcher Ratgeber zeigt sich hier mal wieder.
An den Bildern wird Herr Freytag nicht lange Freude haben, wenn sie weiterhin voll im Sonnen-/Tageslicht haengen ...