Johannes Mock-O’Hara, Deutschland-Chef des Musicalproduzenten Stage Entertainment
Die Zukunft des Unternehmens tanzt Johannes Mock-O’Hara, 47, auf dem Kopf herum: angehende Musicaldarsteller, die in dem umgebauten Speicher in der Hamburger Speicherstadt üben. "Diese Geräusche höre ich gerne", sagt Mock-O’Hara, Deutschland-Chef des niederländischen Musicalproduzenten Stage Entertainment. 1800 Mitarbeiter beschäftigt das Unternehmen deutschlandweit in elf Theatern, allein in Hamburg stehen vier Häuser, sind 1000 Mitarbeiter tätig. Auf sechs Etagen verteilt sich die Deutschland-Zentrale inklusive der Joop van den Ende-Academy, einer staatlich anerkannten Berufsfachschule, benannt nach dem Unternehmensgründer und -eigner. Deutschland-Chef Mock-O’Hara ist Betriebswirt und kam über Stationen bei einer Naturschutzorganisation zur Rettung von Fischottern, bei einem Hersteller von Windenergieanlagen und später bei der Sealife-Gruppe zum Musical. "Ich habe den Sprung gewagt", sagt Mock-O’Hara. Sein Büro ist mehr Konferenzraum als alles andere. Den runden Tisch nutzt er für die Gespräche mit den Kollegen, den großen Monitor hinter seinem Stuhl für die Bewertung von Musicals. Mock-O’Hara bezeichnet sich als großen Fan des subventionierten Theaters. "Das soll es weiter geben. Aber unsere Stärke ist, dass wir spielen, was wir wollen." Zu spüren, erforschen und belegen, was Zuschauer über viele Jahre in die aufwendigen Musicaltheater locken könnte, das ist die große Herausforderung. Die Nonne an der Glastür erinnert an "Sister Act". Eigene Produktionen, die als Lizenzen weiterverkauft werden können, sind die wichtigsten Projekte. Und während das Udo-Lindenberg-Musical "Hinterm Horizont" eher ein deutsches Publikum anspricht, dürfte "Rocky", das im November Premiere feiert, auch ein Exporterfolg für Mock-O’Haras Team werden. Dafür darf es dann über dem Chefbüro wieder lauter werden.
(Text: Thorsten Firlus)
Sehr interessant. Erstaunlich wie leer die Schreibtische sind. Entweder muss ich da noch was lernen oder die sind super organisiert (oder vor dem Foto wurde aufgeräumt?) ;-)
Ansonsten finde ich ist es alles relativ nüchtern gehalten, da fehlt mir trotdem etwas der "persönliche touch". Aber vielleicht ist das der entscheidende Punkt bei einem Manager?
Habe alle Bilder durchgeklickt. Haut mich ehrlich gesagt nicht um. DAS also ist es, was mich erwarten würde? Kein großer Unterschied zu meinem aktuellen Schreibtisch.
Besten Dank für diesen sehr qualifizierten Kommentar. Vielleicht gibt es als Notfallplan digitale Sicherheitskopien der Bilder, die einen Nachdruck erlauben. Eine weitere Möglichkeit der von ihnen erwähnten Bildproblematik zu begegnen wäre allerdings auch eine Aktualisierung des Bildbestands nach einigen Jahren. Kinder, also kleine noch nicht ausgewaschene Menschen, unterliegen auf Grund biologischer Faktoren einem stetigen Wachstumsprozess. Aus diesem resultiert in den meisten Fällen eine optische Änderung des Erscheinungsbildes. Empirische Forschungen konnten zeigen, dass diese optischen Wandlungen besonders in den ersten Jahren nach der Niederkunft gravierend sind.
Kleine Anmerkung am Rande:
In sogenannten Business-Knigge-Ratgeber-Artikeln wird erwähnt, dass Familienfotos am Arbeitsplatz nichts zu suchen hätten. Der Schwachsinn solcher Ratgeber zeigt sich hier mal wieder.