Katrin Teichert, Geschäftsführerin der Hertz Autovermietung in Deutschland
Nur zwei bis drei Stunden am Tag arbeitet Katrin Teichert, 43, in ihrem Büro in Eschborn, am Rande Frankfurts. "Meist bin ich in Meetings oder auf Achse bei Kunden", erklärt die Deutschland-Chefin der amerikanischen Autovermietung Hertz Global Holdings, des weltweit größten Verleihers von Mietwagen. "Mobilität ist nun mal mein Geschäft", begründet Teichert ihre vielen Stippvisiten. Seit Oktober 2010 leitet sie die Hertz Autovermietung in Deutschland, zuvor war sie 14 Jahre für den amerikanischen Autohersteller General Motors tätig, zuletzt für dessen deutsche Tochter Opel. In Hamburg hatte sie Betriebswirtschaft studiert und anschließend in Köln noch Kommunikationswissenschaft. Hertz fuhr im vergangenen Jahr mehr als acht Milliarden Dollar weltweit ein, rund sechs Milliarden Euro. 8500 Stationen betreibt das Unternehmen in rund 150 Ländern, 300 in Deutschland. "Klassisch und alltagstauglich" nennt Teichert ihr Mobiliar mit dem schwarzen bumerangförmigen Schreibtisch. Auf ihm liegen neben Blackberry und iPhone die Tagespost, Geschäftsberichte und Projektanträge. "Ich bin extrem aufgeräumt", sagt die Managerin.
Auch ihre Familie ist am Arbeitsplatz präsent – als Bildschirmschoner. Ihr irischer Lebensgefährte Paul und die Kinder Finn Ciaran und Brianna Sinead haben immer dann ihren Auftritt, wenn der Computer für kurze Zeit ruht. Zum "Wohlfühlfaktor", so Teichert, gehört auch das Gemälde an der Wand. Es zeigt die Skulptur einer Frau und eines Mannes und „drückt für mich Gemeinsamkeit aus“, sagt die Automanagerin. Auch das Modellflugzeug auf dem Schrank hat für sie eine symbolische Bedeutung. "Durchstarten und abheben lautet die Devise" erklärt sie, "nur mit einem Auto lässt sich das schlecht darstellen."
(Text: Ulrich Groothuis)