Susanne Rumbler, Geschäftsführerin von Beauté Prestige International
Oft benutzt sie ihr Büro nicht. "40 Prozent meiner Arbeitszeit bin ich auf Reisen", sagt Susanne Rumbler. Sie ist Geschäftsführerin des Unternehmens Beauté Prestige International (BPI), das zum japanischen Kosmetikkonzern Shiseido gehört und in Deutschland den Vertrieb von Parfüms betreibt, darunter die Düfte von Issey Miyake, Jean Paul Gaultier, Narciso Rodriguez, Elie Saab.
Auch am 17. Mai kommt sie nicht in ihr Büro im Obergeschoss am Düsseldorfer Hofgarten, sondern reist nach Berlin zur Verleihung der Duftstars. Rumbler ist auch Präsidentin der Fragrance Foundation, deren Mitglieder unter anderem Verlage und Kosmetikhersteller und Luxuskonzerne sind. Ziel der Fragrance Foundation ist es, der "Banalisierung" des Parfüms entgegenzuwirken. Dazu soll die Gala in Berlin dienen, auf der die besten Damen- und Herrendüfte 2013 gekürt werden. Die Tage, die Susanne Rumbler im Büro verbringt, kann sie in hellem Licht genießen, die Terrasse vor dem Arbeitszimmer auch für Teammeetings nutzen. Mit ihren Mitarbeitern bespricht sie sich stets an dem Tisch, den Rumbler selbst angeschafft hat, ein Designstück von R. Verelst aus dem Jahre 1971. Die Möbel geben keinen Hinweis auf die Branche, in der Susanne Rumbler wirkt. Doch ihre Besucher müssen nicht lange rätseln. Unübersehbar sind die vielen überdimensionalen Flakons, an der Wand hinter dem Tisch hängt ein Plakat von Jean Paul Gaultier. "Der Duft war und ist einer der größten Erfolge für uns", sagt Rumbler, die nach Gaultiers Motto – "Warum eigentlich nicht?" – das Unternehmen lenkt.
(Text: Thorsten Firlus)