Coaching: Chefs vernachlässigen Karrieren ihrer Mitarbeiter

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Coaching: Chefs vernachlässigen Karrieren ihrer Mitarbeiter

Ob im Sport oder im Berufsleben - herausragende Leistungen erreicht nur, wer gut gecoacht wird. Viele Angestellte fühlen sich von ihren Vorgesetzten nicht effektiv gefördert, zeigt eine Umfrage der Personalberatung Robert Half.    

Für 88 Prozent der deutschen Arbeitnehmer ist es wichtig, einen Vorgesetzen zu haben, der sie auf ihrem Karriereweg unterstützt. Doch die Realität sieht anders aus: 42 Prozent der Befragten sagen, dass ihr Chef kein effektiver Karriere-Coach für sie ist. Dies ist das Ergebnis einer internationalen Studie, die die Personalberatung Robert Half unter 6000 Büroangestellten durchgeführt hat. Ein Drittel der Beschäftigten bekommt nie ein Karriere-Coaching und 28 Prozent werden höchstens ein Mal im Jahr gecoacht.

Die Studienautoren von Robert Half halten das für ein schweres Versäumnis der Unternehmen. Immerhin behaupten 77 Prozent der Befragten, dass ein professionelles Karriere-Coaching ihre Arbeitsleistung und Produktivität steigere. „Ein professionelles Karriere-Coaching ist ein gutes Mittel, um Mitarbeiter lange und eng an die eigene Firma zu binden und zugleich die Produktivität des Unternehmens zu verbessern“, sagt Sladjan Petkovic, Director bei Robert Half International.

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Aus Sicht der Befragten sind gegenseitiges Vertrauen und Respekt (38 Prozent), gefolgt von Wissen und Expertise (33 Prozent) und einer positiven Einstellung (13 Prozent) die drei wichtigsten Eigenschaften, die ein Coach mitbringen sollte.

Die Verdichtung der Studiendaten ermöglicht es nach Aussage der Studie, insgesamt vier Coaching-Typen zu identifizieren. Die damit korrespondierenden Eigenschaften und Verhaltensweisen zu kennen, sei sowohl für Führungskräfte als auch für Mitarbeiter wichtig für ein erfolgreiches Coaching.

Vier verschiedene Coach-Typen

  • Der Entscheider-Coach

    Für willensstarke Menschen mit ausgeprägtem kaufmännischem Denken ist Führung eine Selbstverständlichkeit. Wettbewerbs- und ergebnisorientiert wollen sie stets die Besten sein – und erwarten dies auch von ihren Mitarbeitern. Diese Coaches setzen hohe Ziele und haben ebenso hohe Ansprüche.

  • Der kollaborative Coach

    Dieser Chef ist großzügig, kann sehr gut zuhören und setzt sich stets für sein Team ein. Er kennt die besondere Dynamik seines Teams und versteht es, die Zusammenarbeit verschiedener Gruppen zu optimieren. Als Coach investiert er viel Zeit und Energie in die Entwicklung seiner Mitarbeiter.

  • Der Überzeuger-Coach

    Er sprüht vor Kreativität und Ideen. Er liebt es, mit seinem Team neue Konzepte und Lösungen zu entwickeln. Zudem ermutigt er die Mitarbeiter, außerhalb der üblichen Gewohnheiten zu denken und flexibel auf Veränderungen zu reagieren.

  • Der diagnostische Coach

    Diagnostische Coaches führen ihre Abteilungen mit klarer Struktur und legen viel Wert auf funktionierende Prozesse. Bei diesem Coach wird das Team keine unangenehmen Überraschungen erleben, wenn es seinerseits langfristig und verlässlich agiert. Mit ihrer Fähigkeit, Probleme zu lösen, unterstützen sie ihre Mitarbeiter bei der Entwicklung der individuellen Stärken und ermutigen sie zu konstruktivem Denken, um solide Geschäftsstrategien zu erarbeiten.

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