Der Boss-Effekt: Was Macht aus den Menschen macht

4 Kommentare zu Der Boss-Effekt: Was Macht aus den Menschen macht

  • Mein Boss ist schwer in Ordnung und immer noch Mensch trotz seiner unbestrittenen Macht.

  • Aus einem unscheinbaren FDJ-Mäuschen mit guten Beziehungen zum System und daher Abitur- und Studiererlaubnis wurde eine Wendegewinnlerin, die alle Prinzipien, "rote Linien", internationale Verträge, Gesetze und was auch immer sofort zur Disposition stellt, wenn dies ihre Macht sichert. Wie fast alle derartigen Persönlichkeiten umgibt sie sich mit Hofschranzen und jasagenden Speichelleckern, die ihre Position absichern, wie jüngst auf dem Parteitag zu beobachten. Ich vermute, dass sie zu ergebnisoffenen freien Diskussionen viel zu schwach ist.

  • Da ich viel mit jungen Menschen (der sog. Generation Y) zu tun habe, bin ich mir sicher, dass die beschriebenen Macht-Menschen als Führungspersönlichkeiten zukünftig nicht mehr akzeptiert werden. Da sich auch die Verhältnisse auf dem Arbeitsmarkt umdrehen werden (Mitarbeiter/innen wählen sehr sorgfältig ihren Arbeitgeber aus und werden deutlich flexibler den Job wechseln), sind Chefs alter Prägung nicht mehr gefragt, sondern Menschen, die als VORBILD führen. Dabei "übersetze" ich den Begriff VORBILD wie folgt:

    > V erantwortung übertragen und übernehmen (auch Freiräume zulassen)
    > O rientierung geben und Offenheit in der Zusammenarbeit: Was wollen wir, wofür steht das Unternehmen, welche Werte sind uns wichtig, wie arbeiten wir zusammen, wo kann ich helfen,..
    > B erechenbar und Bescheiden sein
    > I nformationen bereitstellen und Inspirieren
    > L eidenschaft im Tun, Vorleben statt "Vorbeten"
    > D emut und Dankbarkeit gegenüber dem, was man erreicht hat.

    Oder anders ausgedrückt (nach Albert Schweitzer) "Ein Beispiel zu geben ist nicht die wichtigste Art, wie man andere beeinflusst. Es ist die einzige".
    Und vielen Managern (auch ex-Karstadt-Vorständen) wünschte ich, dass Sie sich an dem starken Hinweis von Bernhard von Clairvaux (Französischer Zisterzienser-Abt) orientieren würden: "Stehe an der Spitze um zu dienen, nicht, um zu herrschen!"

    Viele Grüße

    Ernst Holzmann

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